3 Fallen, die dich schon bei der Beschreibung deines Spiegelbildes in die Irre führen können.

Hilfen beim Entschlüsseln von Spiegelbildern Teil 1

Vor kurzem hatte ich eine Klientin, die mich um Hilfe bei der Lösung ihres Spiegelbildes gebeten hatte. Sie war letztlich auch der Auslöser für diesen und die folgenden drei Blogartikelthemen. Heute geht es um den ersten Schritt der Spiegelgesetz-Methode von Christa Kössner®, der Beschreibung deines Spiegelbildes und was dabei alles schief gehen kann.

Falls du dir nochmals genau in Erinnerung rufen möchtest, was genau eigentlich ein Spiegelbild ist und wie die 4 Lösungsschritte im einzelnen aussehen, dann findest du hier die Details dazu

Die Klientin erzählte mir gleich in ihrem ersten E-Mail ihre ganze Lebensgeschichte. Ich begann zu lesen, scrollte immer weiter nach unten und es dauerte lange, bis ich zum Ende ihrer Erzählung kam. Irgendwo zwischen unendlich vielen Geschichten von Familienmitgliedern, Freundeskreis und Partnerstreitigkeiten fand sich in Nebensätzen das eigentliche Problem, das sie mit Hilfe der Spiegelgesetz-Methode von Christa Kössner® lösen wollte.

Sie hatte es bereits selber immer und immer wieder versucht, doch es hatte nie richtig geklappt, erzählte sie. Sie wäre zu keinem Ergebnis gekommen, mit dem sie hätte zufrieden sein können. Einer Lösung ihres Problems sei sie damit keinen Schritt näher gekommen.

Geht es dir manchmal ähnlich? Kommst du hin und wieder auch nicht weiter beim Entschlüsseln deiner Spiegelbilder? Möglicherweise bist du in dieselbe Falle getappt, wie meine Klientin. Schon beim ersten Schritt der Spiegelgesetz-Methode, der Beschreibung der Situation, kannst du dich nämlich ganz schön verrennen.

Da lauern gleich drei Fallen auf dich!

„Bei der Beschreibung einer Situation kann ich doch nichts falsch machen“ denkst du sicher jetzt. „Ich erzähle einfach drauf los“… und autsch! Schon ist die erste Falle zugeschnappt!

Falle Nr. 1: Ausschweifend erzählen

Du beschreibst deine Situation und erzählst dabei – wie meine Klientin oben – deinen Lebensweg. Du beginnst dabei bei deinen Eltern, gehst weiter zu deinen Geschwistern, kommst über deinen beruflichen Erfolg oder Misserfolg zu deinem Freundeskreis und schließlich zu deiner Partnerschaft. Dann kommen deine Kinder an die Reihe und so geht’s weiter… Du kommst vom Hundertsten ins Tausendste, erzählst jedes kleinste Detail was wo im Zusammenhang womit geschehen ist….

Hilfe! Da schwirrt einem ja der Kopf! Es ist völlig wurscht, wer was wann wie und warum gesagt oder getan hat!
Bring es auf den Punkt! Das JETZT ist wichtig. Die Augenblickssituation zählt.

Falle Nr. 2: Geschehnisse aus der Vergangenheit erzählen

Du holst Erlebnisse aus deiner Vergangenheit ans Tageslicht. Du kramst altes Zeug hervor, Ereignisse von Anno Dazumal, die bestätigen und erklären sollen, warum etwas so ist, wie es sich heute darstellt.

Das ist ja gut und schön, doch es ist – wie das Wort schon sagt – Vergangenheit, aus und vorbei. In der Beschreibung einer Situation geht es immer um die Gegenwart (sonst hieße es ja Nacherzählung und nicht Beschreibung).

Wenn die damals entstandene Situation ungelöst ist, dann zeigt sie sich auch als Spiegelbild in der Gegenwart – in einer ganz aktuellen Situation!

Falle Nr. 3: Über eigene Gefühle und Emotionen erzählen

Du beschreibst eine Situation und erzählst, was sie mit dir gemacht hat. Du bleibst auf der Gefühlsebene hängen statt dich auf die Beschreibung zu konzentrieren. (Das passiert oft bei Leuten, die sich schon mit einigen anderen Lösungsmethoden beschäftigt haben)

Wichtig dabei ist, deine Gefühle und Emotionen durchaus ernst zu nehmen. Sie sind da, weil sie dich auf etwas aufmerksam machen wollen, was in deinem Leben zurzeit schief läuft. Doch um dein unliebsames Spiegelbild lösen zu können, ist der Auslöser dieser Gefühle wichtig: Dein Spiegelbild! Und darauf solltest du deinen Blick richten, wenn es um die Beschreibung geht.

Was brauchst du also, um deinem Spiegelbild auf die Schliche zu kommen?

Beantworte einfach folgende drei Fragen:

  • Wer oder was ärgert oder verletzt mich derzeit am meisten?
  • Wie ist er oder sie bzw. wie verhält er oder sie sich?
  • Was macht er oder sie konkret?

Es sind also die aktuellen Eigenschaften und Verhaltensweisen deines Spiegelbildes gefragt.
Je konkreter du sie benennen kannst, umso leichter findest du die Botschaft, die sich dahinter versteckt.

Was du dabei besonders beachten und welche Fallen du im Schritt 2 der Spiegelgesetz-Methode von Christa Kössner® vermeiden solltest, erfährst du im nächsten Beitrag.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!
Liebe Grüße
Christine

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14 Kommentare, sei der nächste!

  1. Die „Fallen“ hast du super auf den Punkt gebracht, liebe Christine! Besonders das Aufmerksam-Machen auf die Tatsache, dass sich ungelöste Probleme aus der Vergangenheit immer im JETZT spiegeln! Und es aus diesem Focus heraus absolut ausreicht, das AKTUELLE Spiegelbild zu beschreiben.

  2. Liebe Christine,

    das liest sich sehr gut und ist absolut schlüssig. Obwohl ich deinen früheren Artikel noch nicht gelesen habe, bringst du es sehr gut auf den Punkt so dass man sofort versteht, worum es geht.

    Das Spiegeln ist eine sehr tolle (wenn auch manchmal schmerzhafte) Variante der Selbsterkenntnis und kann jedem, der auf dem Weg zur Problemlösung und Veränderung ist, vieles erleichtern.

    Liebe Grüße,
    Hilda

    1. Liebe Hilda,
      ja, da hast du absolut recht. Manchmal kann es auch schmerzhaft sein. Drum fällt es ja oft auch so schwer, über die Gefühlshürde drüber zu kommen. Wer möchte sich denn schon selber weh tun. Doch den Mutigen gehört die Welt… oder so ähnlich. Jedenfalls lohnt es sich in jedem Fall und die Lebensqualität steigt danach enorm. Das ist es doch allemal wert, denk ich. Besser jedenfalls, als immer nur jammern.
      liebe Grüße
      Christine

  3. Liebe Christine,

    wunderbar zusammengefasst. Vor allem der Punkt „Was ist genau jetzt?“ ist es doch, der Veränderung erst möglich macht. Die Vergangenheit können wir heilen, Veränderung aber passiert im Hier und Jetzt.

    Alles Liebe
    Ilse

    1. So ist es, liebe Ilse. Außerdem ist Vergangenheit – wie das Wort ja schon sagt – vergangen, also nicht mehr zu ändern. Wie es zukünftig aussieht, können wir jedoch mitbestimmen – JETZT.

      Alles Liebe
      Christine

  4. Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen, liebe Christine,

    danke dafür. Das hilft auch mir weiter, denn manchmal kommen tatsächlich solche langatmigen Geschichten bei meinen Klientinnen, bei denen du erst mal sortieren musst, was da wirklich Sache ist. Ist ein ganz toller Tipp.

    Herzliche Grüße
    Barbara

    1. Gern geschehen, liebe Barbara. Im mailcoaching oder workshop ist das ja noch irgendwie leichter, denn da kann ich nachlesen, wo denn die Kernaussage verborgen liegt. Im Gespräch ist das nicht so einfach. Dennoch: Rechtzeitig ein Stopp setzen und immer wieder auf die Kernfragen zurück führen.
      Liebe Grüße
      Christine

  5. wieder einmal so wunderbar auf den Punkt gebracht. Ich glaube, das Problem haben viele – sie stöbern in der Vergangenheit und vergessen dabei ganz und gar, dass wir im Hier und Jetzt leben und nur das zählt. Die Vergangenheit kann uns Hinweise geben, warum wir das gleiche Problem immer und immer wieder haben, aber wie Du hier so schön beschrieben hast – die Frage ist doch was mich jetzt beschäftigt.

    Liebe Grüße

    Birgit

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