5 simple Anregungen für einen erholsamen Urlaub

Es ist immer wieder erstaunlich, was Leute so alles anstellen, um sich ihren wohlverdienten Urlaub zu vermiesen. Einige Beispiele aus meinen  Urlauben sollen veranschaulichen, was ich damit meine.

  • Da gab es zum Beispiel ein Ehepaar, das sich schon nach drei Tagen darüber aufgeregt hat, noch immer kein Schnitzel auf der Speisekarte vorzufinden, statt der Landes typische Gerichte.
  • Dann war da eine Dame, die sich über eine Stadtführung empörte, an der sie gar nicht teilgenommen hatte.
  • Da fand sich eine kleine Gruppe von Reisenden, die nicht akzeptieren wollte, dass die Stadtführungen im Reisebus in Deutsch UND Englisch gleichzeitig durchgeführt wurden (obwohl jeder Teilnehmer über seinen Ohrhörer ohnehin nur seine jeweilige Landessprache hören konnte).
  • Dann waren da noch Urlauber, die sich vom Buffet  die Teller so übervoll geschaufelt hatten, dass nach der Mahlzeit die Hälfte übrig blieb und es auf den Tischen aussah, wie auf einem Schlachtfeld. Entsprechende Kommentare von den Nachbartischen kann und will ich hier nicht wiedergeben. Stammten sie doch aus der alleruntersten Schublade.

Und ich könnte noch einige Zeit so weiter aufzählen, was sich alles ereignet hat. Es heißt ja nicht umsonst: „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“. Doch ich bin sicher, dass der Autor dieses Zitates hier ursprünglich ganz andere Erlebnisse gemeint hat.

Es fiel mir auch nicht immer leicht, meinen Mund zu halten. Vor allem deshalb, weil  es immer dieselben Leute waren, die sich über irgendetwas aufgeregt hatten. Da frag ich mich doch, warum die überhaupt auf Urlaub fahren, wenn ihnen ohnehin nichts passt? Sollen sie doch zuhause bleiben, dann haben sie keinen Grund, sich aufzuregen…

  • Oder anders gefragt: Brauchen sie das einfach?
  • Ist das eines ihrer Grundbedürfnisse?
  • Fühlen sie sich wohl in ihrer Opferrolle?
  • Wollen sie nach ihrem Heimkommen von ihren Freunden bemitleidet werden?

Wir wissen es nicht, doch eines ist klar: Sie haben sich ihren Urlaub selber vermiest durch ihr ewiges Genörgle und Gejammere.

Heißt das jetzt, dass ich alles einfach hinnehmen soll, wenn etwas nicht in Ordnung ist?

Nein, natürlich nicht! Doch wie heißt es so schön: Der Ton macht die Musik.

Wärst du z.B. eine/einer dieser erwähnten Urlauber, könntest du…

  • in die Küche gehen und den Koch ersuchen, dir deinen Wunsch nach einem Wiener Schnitzel zu erfüllen. Ich bin sicher, der Restaurantchef würde dir im Falle von Verständigungsschwierigkeiten behilflich sein.
  • dir vornehmen, bei den folgenden Führungen zumindest die ersten 10 Minuten mit dabei zu sein. Vor dem Verlassen der Gruppe gibst du dem Reiseleiter Bescheid und fragst ihn genau nach dem vereinbarten Treffpunkt.
  • mehr Verständnis für die anderssprachigen Teilnehmer zeigen und dich im Bus näher zur Stadtführerin setzen. Auch die Bitte um Verstärkung der Lautstärke könnte hilfreich sein.
  • je nach dem, in welchem Land du dich grade befindest, übrig gebliebenes Gebäck, Obst etc. einpacken und beim Abendspaziergang an bedürftige Ortsbewohner abgeben.

Grundsätzlich jedoch geht es um DICH und DEIN Empfinden in solchen Situationen. Und um DEINE Erwartungen.

Was erwarte ich von meinem Urlaub?

 

Frag dich einfach:

  • Was erwarte ich von einem erholsamen Urlaub? Gute Gespräche, Spaß, Entspannung, gutes Essen, Natur,…
  • Mit wem möchte ich meinen Urlaub verbringen? Familie, Partner, Freunde, allein.
  • Was möchte ich erleben? Abenteuer, Sport,..
  • Wie will ich meine Zeit verbringen? Baden, lesen, wandern, Besichtigungen..
  • Was ist mir in meinem Urlaub das Allerwichtigste? Was darf auf keinen Fall fehlen?

Je ehrlicher du dir diese 5 Fragen beantwortest, umso erfüllender und erholsamer wird dein Urlaub sein. Die Frage nach dem Wohin steht dabei möglicherweise gar nicht im Vordergrund. Eine erholsame und entspannende Zeit kann man ja auch an seinem Wohnort oder in naher Umgebung verbringen.

Wie auch immer: Energie folgt der Aufmerksamkeit. Je positiver und gelassener du in deinen Urlaub startest, umso angenehmer und schöner kann er werden.

Falls du ähnliche Miesmacher in deinem Umfeld oder während deiner Urlaube erlebt hast, freue ich mich über deine Beiträge dazu.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

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14 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Christine!
    Dieser Vor-Urlaubs-Check in einer Art Selbstbefragung gefällt mir sehr gut! Tolle Anregung für Menschen, die sich noch nicht so im Klaren über ihre Urlaubsqualität sind! Danke und liebe Grüße!

    1. Liebe Christa,
      zu wissen, was ich will und wie ich mir einen Urlaub vorstelle, ist immer wichtig! – Grundsätzlich gilt das aber auch für viele andere Dinge, im besonderen für die Partnerschaft… doch das ist einen extra Beitrag wert.
      alles Liebe -Christine

  2. Liebe Christine,

    du hast ja so recht. Mir ist das auch schon so oft aufgefallen, dass sich die Leute so benehmen und sich und damit manchmal auch anderen den Urlaub versauen.

    Oftmals habe ich das Gefühl, dass es eine spezielle Eigenschaft der Deutschen ist, aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor.

    Ich finde es viel besser, deine Tipps zu befolgen und das fremde Land, seine Speisen, Menschen, Landschaft und was es sonst noch gibt zu genießen.

    Liebe Grüße
    Gabi

    1. Genau so seh ich das auch, liebe Gabi. Es ist auch wichtig, sich auf etwas „anderes“ einzulassen und dann einfach schauen, wie es ist. Geh ich aber schon vorab mit einer vorgefassten und meist negativen Meinung in die Situation, dann kann ja auch nichts Gutes bzw. Angenehmes dabei heraus kommen.
      liebe Grüße
      Christine

  3. Liebe Christine,
    wie treffend du das beschreibst – wir hören und sehen dies auch immer wieder in unseren Ferien.
    Deine fünf Fragen sind sehr gut und können im Vorfeld bereits sehr viel Spannung herausnehmen.
    Für uns selber fängt gerade morgen eine Woche Urlaub an. Ein Urlaub ohne Überraschungen, denn es ist das 15. Jahr an den gleichen Sommerurlaubsort – wir lieben es da. Wir sind quasi Hotelinventar 🙂 und geniessen das inzwischen freundschaftliche Verhältnis mit den Hotelbesitzern und lassen uns einfach gerne verwöhnen.
    Herzlichst
    Patricia

    1. Liebe Patricia,
      wir haben auch so ein wundervolles Urlaubsplätzchen gefunden – in Griechenland. Ich hab garnicht gezählt, wie oft wir schon dort waren… und es ist immer wieder schön, wenn wir von einzelnen Kellnern, Restaurantchef und Rezeptionistinnen voller Herzlichkeit begrüßt werden.
      Überraschungen kann es dennoch geben, aber nur angenehme.
      Einen schönen Urlaub wünsch ich dir!
      Liebe Grüße
      Christine

  4. Liebe Christine,

    Gott sei Dank sind mir in meinen letzten Urlauben solche Leute, wie du sie oben beschreibst, nicht begegnet. Könnte evtl. daran liegen, dass ich keine Pauschalreisen mache…?

    Ich glaube jedoch, dass ein so respektloses (wie ich es empfinde) Benehmen nicht mit dem (Urlaubs)Ort zusammenhängt, sprich: Das gleiche Verhalten werden die Leute wohl auch zuhause an den Tag legen.

    Wenn ich alleine reise, kann ich mir (in den meisten Fällen) meine Begleitung aussuchen und ich lege WErt auf respektvolle Menschen 🙂

    Danke für die 5 Fragen, die du zusammengestellt hast. Ist superwichtig, mir diese zu stellen, denn dann weiß ich, was ich will – oder eben auch nicht.

    Ich würde sogar noch weiter gehen und diese Fragen auch für meinen Alltag, meinen Job, meine Freizeit, meinen Freundeskreis etc. anwenden… So erschaffe ich mir ein Umfeld, das mir gut tut und in dem ich mich wohl fühle 🙂

    Alles Liebe,
    Stefanie

  5. Liebe Christine,
    Die Deutschen nörgeln, die Engländer sind ständig besoffen und die Amerikaner spielen sich überall als Boss auf. Natürlich alles die normalen Bilder der typischen Bürger eines Landes, die wir im Kopf haben. Wobei das aus meiner Erfahrung meist die Minderheit ist, die aber eben durch Negativität auffallen.
    Um so mehr stimme ich dir zu, das eine positive Einstellung die beste Voraussetzung für einen schönen Urlaub ist.
    Herzliche Grüße
    Frank

    1. Lieber Frank,
      wie heißt es so schön: „Ich meckere, also bin ich!“… Oder hieß der Spruch doch irgendwie anders? 😉
      Mit der Minderheit hast du sicher recht, doch leider fällt – wie du richtig schreibst – die am meisten auf. Doch letztlich kommt es immer auf mich selber an. Regt mich das auf, oder nehm ich es eben so, wie es ist und genieße meine Urlaubszeit.
      liebe Grüße
      Christine

  6. Liebe Christine,

    wenn diese Leute, die du beschreibst, deine Fragen im Vorfeld für sich geklärt hätten, wären sie vielleicht darauf gekommen, dass eine Pauschalreise wohl gar nicht das Richtige für sie ist.

    Vielleicht sind es aber auch gerade dieser Menschenschlag, der überall krampfhaft das Haar in der Suppe sucht und erst zufrieden ist, wenn sie es gefunden haben.

    Leider findet man solche Menschen nicht nur im Urlaub, sondern auch im Krankenhaus, in der Reha, in der Schule und, und und. So liegt Stefanies Vermutung wohl sehr nahe.

    Sich mit Hilfe deiner 5 Frage im Vorfeld Klarheit zu verschaffen finde ich in jedem Fall hilfreich und erspart vielleicht die ein oder andere Enttäuschung.

    Liebe Grüße
    Diana

    1. Liebe Diana, solche Leute findet man überall – und nicht nur bei Pauschalreisen. Am Rande bemerkt waren meine gewählten Beispiele (tatsächlich selber so erlebt) nicht nur während einer Pauschalreise zu finden, sondern auch bei einer individuell selber gebuchten Reise und im Rahmen eines gemütlichen Badeurlaubes.
      Wenn man es drauf anlegt, findet man überall das berühmte Haar in der Suppe. Die Frage ist nur: Fisch ich es selber heraus und das war’s oder reg ich mich endlos drüber auf.
      Zum Thema Beschweren folgt übrigens in Kürze ein neuer Beitrag.
      liebe Grüße
      Christine

  7. Liebe Christine,

    sehr gute Fragen finde ich. Und wie Stefanie und Diana auch schon geschrieben haben, war mein erster Gedanke beim Lesen: das gilt ja eigentlich auch für alle Lebenslagen.

    Wenn wir uns klar und bewusst sind, was wir wirklich wollen, brauchen wir nicht so zu meckern. Denn mit der Klarheit und Bewusstheit kommt ja auch die Erkenntnis, dass das alles etwas mit uns zu tun hat. Und dass wir die Verantwortung übernehmen können (und sollen) für unser Leben.

    Übrigens, mir fällt da grade ein wie mein Onkel (er war Reiseleiter in Indien) mit solchen Nörglern umgegangen ist. Er meinte gleich zu Anfang, wenn seine „Schäflein“ angekommen sind: Wir sind hier in Indien, hier läuft alles anders als in Deutschland. Wenn ihr euch über die Zustände hier aufregen wollt, dann fliegt lieber gleich wieder zurück nach Deutschland und macht da Urlaub. Ergebnis: keine Beschwerden mehr 😉

    Herzliche Grüße
    Barbara

    1. Liebe Barbara,
      ähnliches hab ich bei einer Ägyptenreise von unserer Reiseleiterin gehört. Sie sagte damals: Während eures Aufenthaltes hier will ich nie die Worte „Aber bei uns in
      …“ hören. Ihr seid jetzt eben nicht bei euch zuhause, sonder hier und da ist es eben anders. – Und danach gab es auch keinerlei Geraunze mehr
      Alles Liebe
      Christine

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