7 clevere Tipps für den Frühjahrsputz im Haus und Geist.

Serie Ja zu Mir / Teil 3

Wie perfekt es uns doch immer wieder gelingt, uns selbst auszutricksen und unseren Verstand über unser Gefühl, unsere Intuition triumphieren zu lassen. Unsere Glaubenssätze und inneren Programmierungen sind so stark, dass sie sich trotz intensivster Bemühungen und trotzigem Willen nicht überwinden lassen. Die Mauer, die wir viele Jahre hindurch symbolisch vor uns aufgebaut haben, scheint unbezwingbar geworden zu sein.

Es sei denn, wir fassen all unseren Mut zusammen und beginnen damit, sie Stein für Stein nieder zu reißen.

Ja, du hast richtig gelesen: Mut!

Denn schließlich ist diese Mauer ja nicht umsonst so hoch geworden. Sie sollte uns vor etwas schützen, vor etwas Unbekanntem. Und es ist doch allemal besser, mit gewohnten Situationen umzugehen, auch wenn sie nicht ganz so laufen, wie wir es gerne hätten, als mit unbekannten Herausforderungen fertig zu werden.

Außerdem gibt es doch die Sprichwörter: „Alte Besen kehren gut“ und „Es kommt nichts Besseres nach“. Also lassen wir alles beim Alten. Wir quälen uns weiter mit immer gleichen Umständen und Situationen und trösten uns damit, dass wir sagen: „Ich hab ja ohnehin alles versucht, aber es hat halt nicht geklappt“.

Spätestens an diesem Punkt ist es höchste Zeit, einmal genauer hinzuschauen und einmal die Frage zu stellen: „Was ist denn eigentlich so gut an der derzeitigen Situation?“ Denn eines ist klar, irgendeinen Vorteil muss es ja geben, sonst würden wir nicht so krampfhaft daran festhalten. Gleichzeitig aber bestehen auch große Ängste vor dem, was kommen könnte. Ängste, die in jedem Fall zu respektieren und zu akzeptieren sind. Oft können sie aber relativiert werden durch die Frage: „Was kann im schlimmsten Fall passieren?“

Doch halt:

  • Was haben denn diese Fragen mit dem Frühjahrsputz zu tun?
  • Und wie kriegst du es schneller fertig, die Schränke auszumisten?
  • Was nützt dir das alles beim Ordnung schaffen in Haus und Keller?

Also alles der Reihe nach!

1. Schränke und Keller entrümpeln und Ordnung schaffen!

Das wichtigste zuerst: Wie innen so außen und umgekehrt!

Falls du mit dieser Aussage nichts anfangen kannst, gerne die Langversion (einfach formuliert):

Wenn in deinen Gedanken keine Ordnung herrscht, dann sind auch deine Handlungen nicht geordnet. Dementsprechend herrscht in deinen Schränken Unordnung, in deinem Haus und ebenso in deinem Keller.

Damit ist jedoch nicht unbedingt gemeint, dass alles ein heilloses Durcheinander ist. Es kann auf den ersten Blick durchaus ordentlich aussehen – liegt ja auch im Auge des Betrachters 😉  frei nach dem Motto „wer Ordnung hält ist nur zu faul zum suchen“ oder „das Genie beherrscht das Chaos“ usw.

Und dennoch finden sich unzählige Dinge, die nicht mehr gebraucht werden. Kleidung, die lange nicht mehr getragen wurde oder in die du einfach nicht mehr hinein passt. Fort damit! Bring sie zur Altkleidersammlung oder schenke sie jemanden, der Freude damit hat. Das gleiche gilt natürlich auch für andere Dinge, die noch zu gebrauchen sind – aber eben nicht mehr von dir. Du wirst dich wundern, wie viel Platz du plötzlich in deinen Schränken oder im Keller hast.

Spüre, wie befreiend das ist!

2. Hindernisse und Blockaden erkennen

Vielleicht aber fällt es dir schwer, dich von manchen Dingen zu trennen. Von einem Kleid z.B. das zwar toll aussieht, dir aber längst zu eng ist. Vom roten Fahrrad, dessen Kette total verrostet ist und bei dem der Sattel nicht mehr zu verstellen geht… Frag dich:

  • Was hab ich davon, wenn ich das behalte?
  • Welche Vorteile hab ich davon?
  • Was ist das Gute am „Ist-Zustand“?

Vielleicht stellst du dabei fest, dass du in den letzten Jahren ein paar Kilos zugelegt hast. Du möchtest wieder schlank werden und dann könnte das Kleid ja wieder passen. Der Vorteil dabei wäre für dich, dass du kein neues Kleid zu kaufen brauchst.

Aber geht es wirklich um das Kleid? Geht es nicht vielmehr um dein wahres Bedürfnis, das dahinter steckt? Dich z.B. attraktiv zu fühlen, begehrenswert, einfach geliebt zu werden?

Du merkst sicher schon, dass das Ordnen und Aussortieren deiner Kleidung und anderer Dinge auch etwas in dir bewegt. Es hat etwas mit deinen Gedanken und Gefühlen zu tun. Mit deinen Glaubenssätzen und Denkmustern.

3. Befürchtungen und Ängste bewusst machen.

Die Frage nach dem möglichen, schlimmsten Szenario kann sehr aufschlussreich sein. Meistens hat es etwas mit der Angst zu tun, etwas oder jemanden zu verlieren. Lieber im alten Trott hängen bleiben, statt Neues zu versuchen. Das ist OK! Sich diese Zusammenhänge bewusst zu machen ist bereits ein ersten, wichtiger Schritt, der Veränderungen erst möglich macht.

4. Die Vergangenheit loslassen.

Kommen dir auch manchmal Gedanken, wie z.B. „Wenn ich doch damals nur…., dann…“ oder „Hätte ich doch dieses oder jenes anders getan/gesagt, dann…“?

Was hilft’s? Es ist vorbei! Vergangenheit! Und die ist unabänderlich. Es ist, wie es eben jetzt ist. Doch dein Leben beginnt jeden Augenblick neu!

Lass einfach los von dem, was war, denn deine geschlossene Faust kann nichts Neues ergreifen!

Wähle, was du von nun an in deinen Kleiderschränken und auch in deinem Leben haben willst. Folge deiner Intuition und vor allem der Stimme deines Herzens.

5. Gedankendisziplin üben.

Ich führe oft Selbstgespräche, manchmal laut (besonders, wenn ich mich ärgere 😉  Viel öfter jedoch unhörbar für andere. Dennoch sind sie da, die Gedanken… und, wie schon öfter erwähnt, sind Gedanken die Ursache für das, was im eigenen Leben passiert. Darum ist es so unendlich wichtig, sich in Gedankendisziplin zu üben.

Was ist damit gemeint?

Wenn du dich bei negativen Gedanken ertappst, korrigiere sie sofort. Mach dir bewusst, dass es immer mehrere Sichtweisen einer Sache gibt. Auch mindestens eine positive!

6. Tägliche Psychohygiene betreiben

Ich bin sicher, du reinigst täglich Hände, Gesicht und Körper. Es ist dir zur Gewohnheit geworden. Genau so kannst du es mit deinen Gedanken tun. Ein gutes Mittel dazu ist die allabendliche Tagesrückschau. Frag dich jeden Abend – auch schriftlich, wenn du magst:

  • Was ist heute gut gelaufen, was nicht so gut?
  • Was möchte ich beim nächsten Mal besser machen?

Stell dir dann die Situation bildhaft vor, wie du beim nächsten Mal anders – besser – handelst. Fühl dich richtig in die Situation hinein, mit allen Sinnen. So erlebt dein Unterbewusstsein ein anderes Szenario und merkt sich das für’s nächste Mal. Wenn du das regelmäßig machst, wird es dir zur Gewohnheit und hilft dir dabei, dich deinen Wünschen entsprechend zu verhalten.

7. Loslass-Rituale entwickeln

Es gibt verschiedene Rituale, die dir dabei helfen können, dich von längst überholten Gedanken zu befreien. Ich verbrenne am liebsten den Zettel, auf dem ich mein negatives Denkmuster aufgeschrieben habe. Während das kleine Feuerchen brennt, bedanke ich mich dafür, dass ich erkannt habe, in welchem Lebensbereich ich nicht liebevoll mit mir umgegangen bin. Die ausgekühlte Asche leere ich dann in einen Blumentopf oder unter einen Strauch im Garten. So kann daraus neues Leben entstehen.

Du kannst deinen Zettel auch im WC entsorgen, in den Kamin werfen… was auch immer du im liebsten magst und wobei du dich am wohlsten fühlst. Wichtig dabei ist immer dein Gefühl und – wenn du es richtig gemacht hast – wirst du eine große Erleichterung verspüren. Sie zeigt dir, dass du etwas sehr wichtiges geschafft hast!

Freue dich darüber und belohne dich dafür!

Zusammenfassung

  • Schränke und Keller entrümpeln, Ordnung schaffen!
  • Hindernisse und Blockaden erkennen.
  • Befürchtungen und Ängste bewusst machen.
  • Die Vergangenheit loslassen.
  • Gedankendisziplin üben.
  • Tägliche Psychohygiene betreiben.
  • Loslass-Rituale entwickeln.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

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11 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Christine,

    toller Fahrplan. Den hab ich mir nochmal zur Erinnerung ausgedruckt. Stimmt genau mit dem Aufräumen. Wenn ich mir über etwas bewusst werden will, dann fange ich an aufzuräumen und genauso ordnen sich dann wie von Zauberhand die Gedanken.

    Und das mit dem Loslass-Ritual hilft mir auch sehr gut. Ich habe einen speziellen Topf dafür, in dem ich dann den entsprechenden Zettel verbrenne, zusammen mit verschiedenen Kräutern. Danach fühle ich mich dann sehr befreit.

    Herzliche Grüße
    Barbara

    1. Freut mich, liebe Barbara, dass die dieser einfache Fahrplan nützlich ist. Zum Verbrennen verwende ich gerne einen alten Blumenübertopf aus Zinn. Den kann ich sowohl im Garten als auch im Haus gefahrlos verwenden.
      Es ist auch immer spannend, ob alles zu Asche verbrennt, oder ob etwas übrig bleibt. Ich hatte schon mehrmals nach Coachinggesprächen mit Klientinnen einen Papierrest herausgefischt… und oft fand sich darauf auch noch ein Wort oder Wortteil. Das führte manchmal zu einem herzhaften Lachen, weil die Klientin meistens genau wusste, was es mit diesem Wort auf sich hatte und warum sie es offenbar nicht loslassen wollte.
      alles Liebe
      Christine

  2. Mit Freude erinnere ich mich an deine schönen, vollen Kästen im Keller, die – nach deinem Wunsch unter meiner „Juri-Aufsicht“ – innerhalb eines Vormittags durchforstet waren. Kurzum – was Christine Novotny hier postet, das lebt sie auch! Super.

  3. Das mit dem Zettel verbrennen werde ich mal ausprobieren, mal schauen, ob bei mir auch ein Wort übrigbleibt 🙂
    Kleidung kommt bei mir regelmäßig in die Diakonie, so bleibt es im Kreislauf. Das ist ein schönes Gefühl.
    Aber ich könnte noch viel mehr ausmisten, aber da bin ich immer ein wenig faul. Tja, vor mir herschieben könnte ja auch ein Muster sein, über dass es sich mal nachzudenken lohnt!
    Danke für die Anregungen, liebe Christine!
    LG
    Sybille

    1. Liebe Sybille, die Aufschieberitis ist auch eine weit verbreitete Eigenschaft… frei nach dem Motto „Manche Dinge erledigen sich von selbst“ (und ganz unter uns: das tun sie tatsächlich ab und zu, nur halt leider nicht immer so, wie wir uns das gewünscht hatten)
      alles Liebe – Christine

  4. Liebe Christine

    Da kommt mir gerade das Buch „FengShui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston in den Sinn. Es ist so treffend. Mach in deinem Haus und in deinen Schränken Ordnung und befreie dich von Ballast, so dass auch du selber immer leichter wirst. Dieses Buch war für mich so bedeutend, dass wir unser jetziges Haus ohne Dachstuhl und grossen Keller gebaut haben. Es kann sich automatisch weniger Gerümpel ansammeln 🙂

    Deine 7 cleveren Tipps für den Frühjahrsputz in Haus und Geist kann ich von Herzen jedem empfehlen.

    Herzlichst
    Patricia

  5. Liebe Christine,
    Fast hätte ich den Artikel nicht gelesen, weil ich Frühjahrsputz nicht mag. Dann habe ich mich aber doch dran gemacht.
    Die Liste ist großartig, ich werde den Artikel mal in meinem Netzwerk teilen.
    Liebe Grüße
    Frank

    1. Lieber Frank, der Frühjahrsputz an sich ist auch nicht so mein Ding (das selbe gilt für den“Weihnachtsputz“), weil ich diese Tätigkeit nicht an eine Jahreszeit festmachen will. Sauberkeit und Ordnung sind einem wichtig – und somit das ganze Jahr über – oder eben nicht.
      Danke, dass du den Artikel trotzdem gelesen und sogar geteilt hast! 🙂
      Liebe Grüße
      Christine

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