Aller guten Dinge sind drei

Aller guten Dinge sind drei. Und aller schlechten auch! Oder ist das bloß Einbildung? Wenn ja, warum komm ich dann immer auf drei hintereinander liegende, unliebsame Spiegelbilder? Warum ist das zweite ärgerlicher, als das erste und das dritte dann überhaupt der Gipfel? Und warum darf ich mich nicht ärgern, weil Ärger alles nur ärger macht?

Falls du dir die eine oder andere Frage auch schon einmal gestellt hast, dann hab ich ein paar Antworten für dich. Doch alles der Reihe nach. Beginnen wir mit den Spiegelbildern:

Das erste war unangenehm, weil vorübergehend schmerzhaft. Mein rechtes Knie wollte mich vor ein paar Wochen immer wieder am Hocken hindern, was diverse Gartenarbeiten nicht grade leichter machte. Einreibungen und gymnastische Übungen und Massagen halfen und brachten nach und nach wieder alles in Ordnung.

Hab ich auf die Botschaft geachtet? Nein.

Das zweite Spiegelbild war dann schon ärgerlich. Ich hatte ein klappbares Heimtrainer-Fahrrad bestellt. Als die Lieferung kam, freute ich mich schon sehr drauf, es zusammenzubauen und danach gleich losradeln zu können. Doch zu früh gefreut. Beim allerletzten zu montierenden Teil, einem Pedal, war das Gewinde vernudelt (also schlecht geschnitten) und ich konnte es nicht einschrauben. Auch mein lieber Mann hat es redlich versucht, doch ohne Erfolg.

Also war die Freude dahin, ich war verärgert und frustriert. Beim Telefonat mit der Lieferfirma stellte sich heraus, dass es keine zu tauschenden Ersatzteile gibt. Ich könne das Fahrrad ja wieder zurückschicken. Na klar, ich werd‘ das ganze Stück wieder in seine Bestandteile zerlegen, nach dem ich es mühsam zusammengeschraubt hatte… sonst noch Wünsche? Ein anderes Rad muss her, bei dem ich dann die Pedale einfach austausche – bevor ich es zusammenbaue!

Hab ich auf die Botschaft geachtet? Nein.

(Aber beim Ärgern war ich richtig gut!)

Das dritte Spiegelbild allerdings war dann das heftigste. Ich hab auf einem Supermarktparkplatz einen Randstein übersehen und bin mit dem rechten Vorderrad in eine Grube gerutscht. Stoßstange gebrochen, Parksensor hinüber. Zum Glück konnte ich zwei sehr hilfsbereite Burschen vom gegenüberliegenden Baumarkt dazu bewegen, mir mit Hilfe von unter den Reifen gelegten Paletten wieder aus der Grube herauszuhelfen. Allein wär ich da ohne Hilfe niemals herausgekommen. Wie kann man nur so blöd sein? Den Randstein hatte ich ja vorher schon gesehen. Der konnte sich ja in der Zwischenzeit nicht in Luft auflösen…

„Ist ja nur Blech“ (in diesem Fall Plastik), meinte mein bester Ehemann von allen. „Gott sei Dank ist dir und niemandem sonst was passiert.“ Stimmt natürlich. Trotzdem ärgerte ich mich riesig über mich selber und meine Unachtsamkeit. Doch richtig geärgert hab ich mich erst am nächsten Tag –  aber nur kurz, denn danach ging mir ein Licht auf. Was sag ich: ein Ganzer Kronleuchter voller Lichter, denn ich entdeckte die Botschaft all meiner drei Spiegelbilder!

Danke, lieber Randstein, danke liebe Grube! Jetzt hab ich’s endlich kapiert!

Ich sollte den Widerstand gegen eine bestimmte Sache aufgeben, sollte akzeptieren, was jetzt grade da ist. Und Punkt!

Und falls du dich jetzt berechtigterweise fragst, warum ich die Botschaft dahinter nicht schon nach dem ersten Spiegelbild erkannt hatte, dann kann ich dir nur antworten: Ich hab nicht aufmerksam genug hingeschaut. Denn hätt‘ ich das getan, dann wären mir die beiden nachfolgenden Spiegelbilder erspart geblieben.

Richtige Vorgehensweise

Was also hätte ich richtigerweise tun müssen, um den Botschaften auf die Schliche zu kommen? Genauer hinschauen. Und zwar schon beim ersten Spiegelbild des schmerzhaften Knies.

Jedes Spiegelbild zeigt uns ja, wie es aktuell in unserem Unterbewusstsein aussieht. Womit wir uns also grade in Gedanken beschäftigen. Ein Symptom erlaubt sich immer genau das, was ich mir aktuell nicht eingestehen will. Es lebt an meiner statt, was ich mir verwehre. Mein Knie hinderte mich an meiner Arbeit. Ich sollte den Widerstand dagegen aufgeben und mir Ruhe gönnen. Tat ich aber nicht. Da war noch so viel, was getan werden „musste“… dachte ich jedenfalls.

Beim zweiten Spiegelbild, dem nicht passenden Fahrradpedal, kam es zu exakt derselben Botschaft. Kann ja auch gar nicht anders sein, denn wenn eine Aufgabe im Leben zu lösen ist, dann zeigen sich die entsprechenden Spiegelbilder in unterschiedlicher Ausprägung – aber IMMER synchron mit der selben Botschaft.

Die gebrochene Stoßstange in meinem dritten Spiegelbild wies mich ein weiteres, drittes Mal deutlich darauf hin, endlich meinen Widerstand in einer bestimmten Sache aufzugeben.

Ist ja gut! Ich hab es endlich kapiert – und klarerweise auch umgesetzt! Warum hab ich das bloß nicht gleich getan? Ich fühl mich um Tonnen erleichtert.

Annehmen, was jetzt da ist!

Solange ich im Widerstand und gegen etwas oder jemanden bin, kann sich nichts ändern!

Daher mein Hinweis für dich: Achte auf die Botschaft!

Und zwar schon so früh wie möglich. Denn sie kommt in jedem Fall wieder, dann aber deutlicher, unangenehmer, schmerzhafter.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Christine! Ich bewundere nach wie vor deinen Schreibstil, immer eine Prise Humor dabei! Auch die selbst erlebten Spiegelbilder sind für deine Leserinnen sicher sehr wertvoll, weil du Vorbild und Wegweiserin bist! Du weißt ja, wie ich es meine … RÖMISCH EINS von mir.

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