Aller guten Dinge sind drei…

Aller guten Dinge sind drei! Aller schlechten leider auch, wie ich vor kurzem erfahren durfte. Aber nur dann, wenn du es so machst, wie ich, und sowohl den ersten Hinweis gnädig ignorierst und – damit es letztendlich so richtig „Spaß“ macht – auch den zweiten. Drei kurz aufeinander folgende Spiegelbilder – in gesteigerter unangenehmer bis ärgerlicher Intensität haben mir wieder überdeutlich gezeigt, dass es essentiell notwendig ist, schon beim ersten Auftreten entsprechend zu reagieren. Doch der Reihe nach…

Spiegelbild eins: Ein Paar Trekkingschuhe, die ich als vermeintliches Schnäppchen, in Wahrheit aber um teures Geld gekauft hatte (und jetzt, nur 4 oder 5 mal getragen und noch so gut wie neu, wieder verkaufen werde, weil sie an einem Fuß drücken)

Spiegelbild zwei: Beim Kleinschneiden von getrockneten und sehr klebrigen Birnen für einen Osterkuchen gelang mir durch Unachtsamkeit ein äußerst schmerzhafter Schnitt mit dem superscharfen Keramikmesser in meinen linken Zeigefinger.

Spiegelbild drei: ein absolut tödlicher Virus – für meinen Laptop. Alles verschlüsselt, die komplette Festplatte unbrauchbar, alles weg, nix mehr zu machen (außer völlig neu aufsetzen und mit der letzten Datensicherung mühsam wieder alles zusammenbauen).

Was die drei Spiegelbilder gemeinsam haben?

Das ist mir auch erst ein paar Tage nach dem Virus-Problem klar geworden.

Unaufmerksamkeit und – wieder einmal – meine Ungeduld. Alles und das möglichst gleich war seit ich denken kann einer meiner Stehsätze. Auf etwas zu warten ist nicht unbedingt meine Stärke, auch wenn ich mich in den letzten Jahren schon seeehr gebessert habe. Vor lauter Ungeduld fiel mir das Offensichtliche nicht auf.

Auf der Suche nach meinem negativen Glaubenssatz kam alles mögliche  daher nur nicht meine Ungeduld. Wie denn auch, die hatte ich ja schon längst bearbeitet und war Schnee von gestern – dachte ich zumindest. Eine Falle, in die jeder änderungswillige Glaubenssatzsuchende ab und zu tappt. Vielleicht ist dir das ja auch schon passiert.

Also zurück an den Start und nochmals ganz genau hingeschaut… und siehe da: Da war er, der längst gelöst geglaubte Glaubenssatz – wieder einmal.

Doch wie kam ich drauf und vor allem: Was kannst du daraus für dich an Erkenntnissen gewinnen?

1. Schau immer auf das jetzt aktuelle Spiegelbild.

In meinem Fall  waren das die verschlüsselten und damit unlesbaren Dateien auf meinem Laptop. Auch bei den beiden vorhergehenden Spiegelbildern wäre ich auf denselben Glaubenssatz gestoßen (hätt‘ ich sie nur gleich entschlüsselt).

Wie ist das möglich? Ganz einfach: Ist eine Aufgabe zu lösen, dann zeigt sie sich synchron in verschiedenen Spiegelbildern – und zwar so lange und meistens zunehmend heftiger, bis sie auch gelöst ist.

2. Höre nicht auf deinen Verstand, wenn es um deine Emotionen geht.

Manchmal führt die offensichtliche Verstandes-Spur nämlich in die Irre. Bei der ehrlichen Frage danach, was mich bei meinem Virusproblem am allermeisten geärgert hat, waren es nicht so sehr die verlorenen Dateien. Es gab ja ein Backup, wenn auch schon älteren Datums, daher war nicht alles auf dem letzten Stand. Aber immerhin… besser als gar keins.

Was mich noch viel mehr aus der Fassung gebracht hat, war meine eigene Blödheit! Ja, tatsächlich! Sie hat mich nämlich dazu gebracht, eine E-Mail zu öffnen und dann auch noch den darin enthaltenen link anzuklicken, obwohl ich schon am Text des E-Mails hätte erkennen müssen, dass da was faul war. Es war voll  von Rechtschreibfehlern.

Doch ich wartete zeitgleich auf ein Paket. Das E-Mail gab vor, vom Paketdienst zu sein und der link sollte dazu dienen, mir die entsprechenden Zustellinfos zu liefern, auf die ich schon ungeduldig gewartet hatte. Das Offensichtliche – die Rechtschreibfehler und die seltsame Formulierung des Textes fiel mir wegen meiner Ungeduld nicht auf. Ein Klick auf den bunten Button… und schon war alles kryptisch verschlüsselt und völlig im Eimer. In dem nachfolgenden Popupfenster stand dann auch noch was von „Zahle oder alles ist weg und nie wieder herzustellen!“. Mein Ärger über die eigene Dummheit war danach grenzenlos. Vor allem deswegen, weil ich von diesen gefälschten E-Mails wusste und mich mein Mann-für-alle-Internetfälle (Zitat Barbara Schönfeld) davor gewarnt hatte.

Die Antwort auf die Frage nach dem meisten Ärger war also nicht die Verstandesautobahn der verlorenen Dateien, sondern die schmale Landstraße des dummen Anklickens auf Grund meiner Ungeduld!

Es ist daher sehr wichtig, genau hinzuspüren, was sich bei der Frage nach dem meisten Ärger bzw. der schlimmsten Verletzung in deinem Inneren tut. Dein Verstand kann dich dabei leicht auf eine falsche Fährte führen – glaubt er doch stets ganz genau zu wissen, was Sache ist.

Horche also immer genau in dich hinein und vor allem sei ganz ehrlich beim Beantworten der Schlüsselfrage. Sonst landest du irgendwo nur nicht bei der wahren Botschaft deines Spiegelbildes.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

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7 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Christine,

    au weih, das ist ja schlimm.
    Ich bin auch nicht gerade die Geduldigste unter der Sonne. Werde auch gerade geprüft, weil mein Mann seit einiger Zeit in Österreich arbeitet, wir uns dadurch nicht mehr so oft sehen können und ich am liebsten sofort dort hinziehen würde. Hier ist jedoch meine Geduld gefragt. Denn so was geht nicht von heute auf morgen, zumal wir hier in Ungarn – wo wir derzeit wohnen – ein Haus haben, dass dann auch verkauft werden soll.
    Da ich auf deinen Blogartikel zum Thema Geduld gestoßen bin und ich NICHT an Zufälle glaube, werte ich das mal so, dass ich geduldig sein soll.

    Danke für deinen tollen Artikel und ich wünsche dir, dass mittlerweile wieder alles funktioniert so wie es soll, und sowas nicht nochmal passiert.

    Alles Liebe
    Gabi

    1. Liebe Gabi,
      Geduld ist – von nun an – mein zweiter Vorname 😉 Mittlerweile funktioniert wieder alles. Dir wünsche ich ebenfalls viiiel Geduld – es geschieht ja bekanntlich immer alles zur rechten Zeit. „Das Gras wächst nicht schneller, auch wenn du daran ziehst“
      Alles Liebe
      Christine

  2. Liebe Christine! Mein Mitgefühl mit dieser unangenehmen Erfahrung ist voll und ganz bei dir! Ich habe das leider auch mehrmals erhalten und Dank Warnungen zum Glück nicht geöffnet. Und die Wahrheit ist auch in diesem Fall offensichtlich: das Spiegelbild (be)trifft uns wirklich nur dann, wenn es mit UNS selbst etwas zu tun hat. Ich wünsche dir ein liebevoll- vergebendes Herz mit dir selbst- dafür war die Lektion auch „gut“! Und Andere sind vorgewarnt. Herzensgrüße und einen dicken Drücker! Deine Mary

    1. Danke, liebe Mary! Es hat ja bekanntlich immer alles sein Gutes – und sich selber das eigene Urteil zu vergeben ist dabei notwendig (wenn auch nicht immer ganz leicht)
      Alles Liebe und danke für den Drücker!
      Christine

  3. Wieder ein sehr aufschlussreicher Artikel, der unterstreicht, was auch ich über zwei Jahrzehnte lang bis heute beobachtet habe: Dass unangenehme Spiegelbilder im Grunde liebevoll sind! Weil sie eher klein und vorsichtig mit dem Unangenehmen beginnen … und dann ein bisschen steigern … wenn wir nicht hinschauen. Wenn Stufe zwei auch nichts nützt, kommt es halt noch dicker, so wie beim PC von Christine. Super geschrieben liebe Freundin!

    1. Danke, liebe Christa. Die wichtige Botschaft liegt eben auch schon im Kleinen – „Achte auf die Zeichen!“ heißt es immer wieder bei Paolo Coelho… wie recht er doch hat!
      alles Liebe
      Christine

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