Dein Auto ist dein Spiegelbild

Serie Auto und technische Geräte als Spiegelbild/Teil 1

Das hab ich jetzt noch gebraucht: Voll Enthusiasmus und Freude auf Wolke sechs (sieben gehört ausschließlich für Erlebnisse mit meinem Liebsten) unterwegs nach Hause von einem sehr bewegenden und erkenntnisreichen Seminarwochenende.

Und dann das!

Ein kurzer Augenblick der Unachtsamkeit was den Verkehr betrifft. Dann Bremsenquietschen, unangenehmes, blechernes Knirschen und danach ein Moment der Stille. Herzklopfen, aufkommender Ärger… von irgendwo her  lautes hupen. Eine andere Verkehrsteilnehmerin hat meinem noch ziemlich neuen Auto links vorne eine Beule verpasst. Blechschaden, nicht weiter schlimm. Dennoch war ich frustriert.

Und all das auf einer der meist befahrenen Straßen in Wien, Sonntag Abend im Regen und bei dichtem Verkehr. Da kommt richtig Freude auf.

Aussteigen, Schuldfrage klären – es war ziemlich eindeutig meine – und Unfallbericht schreiben in der Lobby eines auf gleicher Höhe befindlichen Hotels unter äußerst freundlicher Mithilfe dreier Polizisten. (Die Polizei, dein Freund und Helfer!).

Endlich zuhause, ein verständnisvoller Ehemann, der mir am nächsten Tag sogar einen Strauß roter Rosen geschenkt hat – um mich zu trösten.

Soweit so gut. Doch was hat das alles mit Erkenntnis zu tun?

Diese Frage hätte ich mir vor langer Zeit auch gestellt. Mittlerweile jedoch weiß ich, dass auch ein Autounfall und der Schaden bzw. Defekt am Auto ein Spiegelbild der eigenen Denkmuster darstellt. Falls das für ich irgendwie seltsam oder abwegig klingt, so kann ich das gut verstehen, ging mir ja früher ähnlich. Doch wenn du magst, schauen wir einfach gemeinsam genauer hin.

Wenn das Auto (der Defekt oder Schaden) mein Spiegelbild ist, was muss ich denn genau tun, um meine dahinter liegenden Denkmuster zu erkennen?

Ganz einfach: Du beschreibst in einfachen Worten den Defekt an deinem Fahrzeug.

In meinem Fall war der linke Kotflügel eingedrückt. Mein Auto wurde gerammt. Ich wurde am Spurwechsel gehindert.

Du kannst auch an deinem Auto nur wahrnehmen, wovon du selber überzeugt bist.

Bei meinem Unfall hatte ich offensichtlich die Überzeugung – auch wenn ich mir dessen nicht bewusst war – dass ich wohl an einer Änderung meines Verhaltens in einem bestimmten Bereich gehindert werde. Dass mir dieser „Spurwechsel“ nicht ohne Verletzung = eingedrückter Kotflügel gelingen würde.

Dieser Unfall machte mich darauf aufmerksam, dass ich wohl noch nicht so ganz an diese Änderung glauben konnte. Im Nachhinein besehen stimmte das ja auch. Und ohne diesen Hinweis wär mir das wohl nicht bewusst geworden.

Also bei allem verständlichen Frust, den dir ein Defekt oder gar Unfall  mit deinem Auto beschert:

Es liegt immer eine positive Botschaft dahinter.

Christa Kössner beschreibt übrigens in ihrem Buch „Mein Auto spiegelt mich“  viele Beispiele aus der Praxis, die dir wertvolle Tipps zum Thema liefern können.

Damit du aber gleich mit dem Entschlüsseln deines Spiegelbildes Auto beginnen kannst, hier nochmals eine Zusammenfassung der vier notwendigen Schritte.

Schritt 1

Beschreibe also im 1. Schritt zunächst den Defekt oder den Schaden an deinem Auto. Was dir am Auto missfällt oder dich ärgert bzw. stört, ist DEINE Wahrnehmung, also ein Teil von DIR. Du kannst statt des Wortes Auto deinen Namen einsetzen. Klingt komisch, ich weiß. Dennoch: Was du am Auto wahrnimmst, bist DU. Es ist sozusagen die Botschaft deines Autos an dich, etwas zu bejahen und zu leben, das du bisher abgelehnt hast.

Schritt 2

Im 2. Schritt übernimmst du die Verantwortung für deine Gedanken. DU bist es, die/der so denkt – niemand anderer.

Nun entschlüsselst du diese Botschaft. Lies deine Beschreibung mit DEINEM Namen laut vor und spüre genau hin, was da hochkommen will. Du erkennst bestimmt, in welchem Bereich du den selben „Defekt“ hast.

Wenn z.B. der Starter nicht funktioniert – wo, in welchem Punkt willst du nicht losstarten? Wenn die Bremsen defekt sind – wo, in welchem Bereich willst du nicht bremsen, hältst am hohen Stresslevel fest? Wenn ein Scheinwerfer ausfällt – wo, in welchem Bereich willst du nicht genau hinschauen, willst nicht, dass es (ein Wesenszug) ans Licht kommt? Usw.

Dann frage dich, was denn daran so schlimm wäre, wenn du es doch tun würdest?

Schritt 3

Sicherlich erkennst du, dass deine Befürchtungen nicht mehr stimmig und daher lieblos dir selbst gegenüber sind. Du unterdrückst dadurch ein Potential  in dir, das jedoch ein Teil deines wahren Wesens ist und daher von dir liebevoll angenommen werden will. Wenn du das erkannt und niedergeschrieben hast, sei dankbar für diese Erkenntnis und verbrenne in einem kleinen Ritual dieses negative Denkmuster.

Schritt 4

Im 4. und letzten Schritt hast du nun die Möglichkeit, statt der bisherigen negativen Überzeugung einen neuen, liebevollen Leitgedanken in dein Leben einzubauen.  Er soll dir dabei helfen, wieder ein Stück deines wahren Wesens in dein Leben zu holen.

Eine noch ausführlichere Beschreibung dieser genialen Spiegelgesetz-Methode von Christa Kössner findest du auch bei Barbara Schönfeld auf ihrem Blog

Du siehst also, selbst in simplen Defekten am Auto oder Blechschäden durch Unfälle kannst du deinen eigenen, lieblosen Denkmustern auf die Spur kommen.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

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10 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ach wie genial das immer ist!
    Ich hab da auch eine Geschichte mit einem ständig – nicht funktionierenden Blinker…
    Aber dass ich daran gedacht hätte dass gerade auch der mir zeigt dass ich *nicht wahrgenommen* werde.. und meine persönliche Einstellung dazu, daran muss man erst mal denken.
    Allein das Wissen reicht oft nicht, man muss schon TUN auch.
    Dieses wunderbare Spiegelgesetz anwenden nämlich ☺
    Danke einmal mehr Christine
    Liebe Grüsse
    Sonja

    1. Ja, liebe Sonja, erst das Tun verändert etwas. der Blinker hat ja vor allem etwas mit der Richtungsänderung zu tun. Vielleicht willst du ja in eine andere Richtung gehen/Fahren, aber willst es den anderen nicht sagen…
      Liebe Grüße
      Christine

  2. Liebe Christine,
    ja, das habe ich auch schon beobachtet. Vor Jahren, ich war allein mit drei Kindern davon eines ein Baby war, kaufte ich mir ein Auto, weil ich mit dem Rad im Winter nicht mehr einkaufen gehen konnte. Gleich nach dem Kauf, vergass ich das Licht und die Batterie war leer. Einen schöneren Hinweis gibt es wohl kaum. Später dann stand im Auto beim Beifahrer 10cm hoch das Wasser. Da wäre ich bald in einem Bereich im Leben abgesoffen…, durch den Wasserschaden, habe ich das dann doch nicht gemacht… ich denke, gerade diese total unglaublichen Dinge zeigen es ganz besonders gut…
    liebe Grüße
    Eva Laspas

    1. Liebe Eva,
      ich hab die Erfahrung gemacht, dass es am Auto oder an technischen Geräten noch einfach ist, die eigenen Denkmuster zu erkennen. Sie können uns nämlich nicht absichtlich was böses tun, was „zufleiß machen“ wie wir hier in Österreich sagen.
      alles Liebe
      Christine

      1. Danke Christine für dieses aktuelle Beispiel. Ich erinnere mich an einen Totalschaden an meinem damaligen Swift … noch dazu am selben Tag vor einem voll gebuchten Spiegelgesetz-Workshop unter meiner Leitung. MIR ist absolut nichts passiert, das Auto ein Blechhaufen ..! Meine Entschlüsselung: Mein alter, dunkelgrauer geliebter Swift passte nicht mehr zu meinem Selbstbild, doch hätte ich ihn niemals freiwillig verkauft. Deswegen musste er mir „genommen“ werden, um nachfolgend einem neuen Swift in silberweiß Platz zu machen! Das Seminar hab ich natürlich gehalten 🙂

        1. Ja liebe Christa, unsere heiß geliebten Autos geben uns immer wieder was zu aufzulösen. Doch mit der von dir entwickelten Spiegelgesetz-Methode geht es herrlich einfach. Immer wieder Dank dafür!
          alles Liebe
          Christine

  3. Hallo Leider finde ich nichts bei Totalschaden. Ich wollte Dich fragen, was es bedeutet, das ich und mein Sohn mit dem Auto meines Partners gefahren sind und in der verschneiten Kurve, rechts raus frontal in einen Baum und dann noch gedreht in mehreren Bäumen die Böschung runter gefahren bin. Auto Totalschaden. Mir und Sohnemann ist Gottseidank nur ein paar Prellungen und Schleudertrauma passiert. Ich musste mit seinem Auto fahren, da bei meinem irgend etwas beim Geriebe kaputt war.

    1. Hallo Daniela, die „Übersetzung“ deines Spiegelbildes wäre auf einfache Weise: Auto = Ich.
      Mit anderen Worten: Das Getriebe war Kaputt, was soviel heißt wie „Die Verbindung zwischen Motor und Fahrgestell/Räder ist hinüber. Symbolisch gesehen ist der Motor dein Antrieb/Bewusstsein/Wollen , die Räder für dein Tun, also die Umsetzung. Das Getriebe steht für die Verbindung zwischen den beiden, deinem Glauben, deiner Überzeugung.
      Die Kraft, die du für dein Vorhaben brauchst, verpufft. Die Verbindung zur Umsetzung deines Vorhabens ist defekt.
      Mit anderen Worten: Deinem Wollen folgt keine entsprechende Handlung, weil dir dein Glaube an den Erfolg fehlt… in irgend einem Bereich deines Lebens.
      Da die Botschaft deines defekten Autos von dir nicht ausreichend wahrgenommen wurde, brauchte es möglicherweise diesen, Gottseidank glimpflich ausgegangenen Unfall, der dich auffordert, noch einmal genau hinzuschauen.
      alles Gute und liebe Grüße – Christine

      1. Dankeschön. Aber es hat doch sicher auch eine Bedeutung für den Partner, denn ich sein Auto auf Totalschaden kaputt gemacht habe. Odee?

        1. ja klar hat es auch für ihn eine Bedeutung, je nach dem, welche Wertigkeit bzw. Wichtigkeit er seinem Auto beimisst. Aber auch hier gilt grundsätzlich:
          Auto = ICH. Mein Auto ist total kaputt = Ich bin (im übertragenen Sinn) total kaputt, zerstört, unbeweglich….
          Eine genaue Entschlüsselung eines Spiegelbildes ist jedoch immer individuell, je nach dem, welche Bewertung und Interpretation du bzw. dein Partner der Situation beimisst.

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