Der Koffer ist voll…

Der Koffer ist voll und es liegt noch einiges daneben, was auch noch mit in den Urlaub will? Macht nichts, einfach alles oben drauf packen. Irgendwie wird er schon zugehen, der Koffer.  Am besten so: Deckel zu, mich selber oben drauf setzen und während dessen den Reißverschluss zuziehen .  Wozu hab ich denn eine flexible Variante aus beschichtetem Textilmaterial gewählt, statt eines Schalenkoffers.

Weniger mitnehmen wäre auch eine Option?

Stimmt, aber wenn dann vor Ort doch was fehlt, das ich ursprünglich hätte mitnehmen wollen? Eine sechste Hose z.B. (was, wenn bei einer der fünf anderen Hosen eine Naht irgendwo reißt) oder zwei weitere T-Shirts (zu den vorhandenen 15, die schon im Koffer drin sind. Wer weiß, ob ich mich nicht schon am ersten Urlaubstag mit Spaghettisauce anpatze )? Oder doch noch ein weiteres Paar Sandalen? Schließlich könnten ja bei den beiden anderen die Riemchen abreißen, und was mach ich dann?

Du kennst das auch von dir selber, oder aus deinem Freundes- oder Bekanntenkreis?

Mir ging es jedenfalls noch bis vor einigen Jahren so. Bis ich erkannt habe, dass immer alles da ist, was ich brauche. Manchmal hab ich einfach improvisiert, in dem ich das eine oder andere zwischendurch einmal von Hand gewaschen oder einfach einmal öfter angezogen habe. Und falls ich einmal etwas vergessen hatte, dann hab ich es auch garantiert nicht gebraucht, denn sonst hätt‘ ich es ja nicht vergessen.

Der Koffer wurde dadurch um einiges leichter und der Stress beim Einpacken vor der Abreise ist dadurch auch weggefallen. Herrlich, nicht?

Was also kannst du tun, um deinen Koffer nicht zu überfüllen? Hier ein paar Tipps:

Die unbedingt notwendigen Dinge, wie Kulturbeutel und Reiseapotheke sollten als erstes in den Koffer. Die brauchst du ja auch in jedem Fall.

Dann die Schuhe. Sneakers oder Trekkingschuhe am besten gleich auf der Reise anziehen. Das spart Platz und Gewicht im Koffer.

Danach T-Shirts, Hosen, Unterwäsche etc. am besten gerollt, da knittern sie am wenigsten. Socken kannst du gut in die Schuhe stecken, das hält die Schuhe in Form und spart ebenfalls Platz. Wähle Farben, die du untereinander gut kombinieren kannst. So kannst du ein T-Shirt zu verschiedenen Hosen tragen und umgekehrt passt dann ein und dieselbe Hose zu mehreren Shirts.

Oben drauf dann das Badetuch (falls es ein Badeurlaub wird). Andernfalls Strickjacken oder ähnliches.

Alles gut festzurren und Deckel schließen. Passt er und lässt sich problemlos schließen? Prima, dann hast du gut gepackt. Zur Sicherheit kannst du den Koffer noch abwiegen. Das ist bei Flugreisen besonders wichtig. Die Fluglinien sind mittlerweile sehr strikt und verlangen ordentliche Aufpreise für jedes Kilo mehr, als erlaub ist.

Aber das weißt du ja bestimmt alles. Diese Tipps hätt‘ ich mir wahrscheinlich sparen können.

Viel wichtiger ist jedoch:

Auch ein übervoller Koffer ist dein Spiegelbild!

  • Schleppst du zu viel mit dir herum? Welchen gedanklichen Ballast kannst du bisher nicht loslassen?
  • Willst du für alle nur möglichen Fälle gerüstet sein? Fehlt es dir möglicherweise an Vertrauen, immer alles bei dir zu haben, was du brauchst?
  • Hast du vor, am Urlaubsort eine Modenschau zu veranstalten um aufzufallen? Möglicherweise fehlt es dir an genügend Selbstwertgefühl.
  • Gelingt es dir nur schwer, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren? Verzettelst du dich, weil du meinst alles gleichzeitig tun zu können?

Wie auch immer, selbst beim Koffer packen kannst du einen Blick in dein Inneres werfen und schauen, was grad da ist.

Ich wünsch dir auf jeden Fall einen schönen und erholsamen Urlaub mit einem gut gepackten Koffer, in dem nur das drinnen ist, was du wirklich brauchst!

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

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19 Kommentare, sei der nächste!

    1. Danke, liebe Bernadette. Ich hab es auch grade wieder selber erlebt (kam grade aus dem Urlaub zurück). Im Nachbarbungalow – ich konnte es durch die geöffnete Terrassentür gesehen – hat sich eine Urlauberin auf den Koffer drauf gesetzt, damit sie ihn überhaupt schließen konnte. Beim Aufstellen auf die Räder des Trolleys ist er mehrmals umgekippt, weil der „Bauch“ (des Trolleys, nicht der Urlauberin 😉 einfach zu dick war…
      Liebe Grüße
      Christine

  1. Treffer und versenkt 😉 liebe Christine,

    ja, früher hatte ich auch einen randvollen Koffer, es musste für alles vorgesorgt sein. Wenns regnet, wenn es kalt wird, und alles musste passen. Natürlich auch farblich die Schuhe und die Handtasche, und da reichte nicht eine Garnitur, nein ich brauchte viele……

    Inzwischen – mit gewachsenem Selbstbewusstsein – reicht mir tatsächlich ganz wenig aus. Und bisher hab ich auch nichts vermisst….

    Herzliche Grüße
    Barbara

    1. Geht mir auch so, liebe Barbara. Die Überzeugung Es ist immer alles da, was ich brauche hat mir dabei sehr geholfen. Und es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Platz plötzlich im Koffer bleibt… (da könnt‘ ich ja glatt wieder was dazupacken 😉
      Liebe Grüße
      Christine

  2. Der Koffer als Spiegelbild? Dann bin ich ja ein Spezialist im loslassen! Ich verreise mit einem Rucksack. Nur das nötigste ist dabei
    Bedeutet: zwei unterhosen, zwei Paar Socken, eine Wechselhose (Zippo), 1 T- Shirt, ein Pullover und evtl. Noch eine Jacke. Bisschen was für Körperpflege, Schlafsack und je nachdem, was geplant ist ein kleines Zelt
    Inklusive Proviant mit 1,5 l Wasser ist das ein Gewicht von etwa 11 kg. Damit komme ich drei Wochen oder auch länger aus. Geht was kaputt, wir’s es halt neu gekauft.
    Unter http://blog.finde-dich-selbst.net/packliste-fuer-backpacker/ ist es nochmal detailliert beschrieben.
    Liebe Grüße Frank

    1. Das ist ja großartig, lieber Frank! Ich hab mich oft gefragt, wie die Tramper das so machen. Doch wie man sieht: es geht auch mit ganz wenig. Schließlich kann man ja immer wieder dazwischen waschen. Und letztlich gilt: je kleiner das Behältnis (Koffer, Reisetasche, Rucksack…) um so weniger schleppt man mit sich herum. Das gilt ja auch für den Wohnraum.
      Herzliche Grüße
      christine

  3. Liebe Christina,

    witzig dass der Artikel gerade jetzt erscheint. Ich habe bisher auch immer viel zu viel mitgenommen. Doch dieses Jahr habe ich mir bewusst gesagt, dass es weniger sein soll. Getestet habe ich es letzt Woche, als ich für 3 Tage auf einen Kongress gefahren bin. Ich hatte einfach keine Lust meinen bisherigen größeren Koffer mitzunehmen. Also musste mein kleiner Kabinenkoffer den Test bestehen – Yippy es hat funktioniert – und das obwohl ich Businessklamotten mitnehmen musste. Der nächste Test ist eine Woche Helsinki mit meinem Kabinenkoffer – und ja es fühlt sich klasse an, mit wenig Gepäck zu reisen 🙂

    Liebe Grüße
    Birgit

    1. Stimmt, liebe Birgit. Es heißt nicht umsonst: Weniger ist mehr! Und wer schleppt schon gerne schwere Koffer, auch wenn die heute alle Rollen haben, irgendwo gibt es bestimmt Stufen und dann kommt der Test…
      Liebe Grüße
      Christine

  4. Liebe Christine,

    ein schöner und passender Artikel zur Urlaubszeit.
    Glücklicherweise packe ich schon seit Jahren relativ wenig ein, den Koffer bekomme ich immer sehr gut zu. Dennoch muss ich feststellen, dass es meist immer noch zu viel ist.
    Aber daran arbeite ich noch. Eine Reiseapotheke benötige ich übrigens nicht!

    Liebe Grüße
    Gabi

    1. Liebe Gabi, die Reiseapotheke gilt ja nur für Notfälle und da ist nur das Allerwichtigste drin. Ändert sich ja auch manchmal je nach Reiseziel.
      Liebe Grüße
      Christine

  5. Liebe Christine,

    ja super Artikel. Da ich inzwischen ein kleiner Reiseprofi bin kann ich das alles nur bestätigen 😉
    Ich bin früher mit eigenem Föhn gereist – haha heute kann ich darüber lachen 😉

    Noch ein Ergänzungstipp ich habe seit einigen Jahren die packing cubes (Packtaschen) in unterschiedlichen Größen und Farben. Jedes Familienmitglied hat eine andere Farbe. Da wird das jeweilig gerollte Gewand eingeschichtet. Die unterschiedlichen Größen finde ich praktisch, für Unterwäsche genügt das kleinste. Das Badegewand kommt ins mittlere und Tagesgewand ins große. Fertig! Das ist super übersichtlich und total platzsparend. Da macht das packen nochmal mehr Spaß!

    Alles liebe, Iris

    1. Liebe Iris,
      danke für den Tipp mit den packing cubes. Das werd ich gleich genauer beäugen. Das mit dem Föhn kenn ich auch, doch wo gibts heute noch ein Hotel/Pension/Kabine etc. ohne Föhn?
      Liebe Grüße
      Christine

  6. Ein schöner Vergleich „der Koffer ist dein Spiegelbild“. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da war ich für alles gerüstet, dann – als junge Mutter – hatte ich den kleinsten Platz im Koffer und jetzt genieße ich es wieder, mich etwas mehr auszubreiten. Trotz allem reise ich heute oft nur mit Handgepäck ;-

    Ilse

    1. Liebe Ilse, wenn man mit Kindern verreist, muss immer viiiel mit, damit die lieben Kids gut versorgt und zufrieden gestellt sind. DAs Reiseziel spielt dabei natürlich auch eine Rolle und ob Auto oder Flugzeug.
      Dennoch: in Wahrheit kommen wir alle mit sehr viel weniger aus ohne an etwaigem Mangel zu leiden 😉 Dein ausschließliches Handgepäck beweist es deutlich.
      Liebe Grüße
      christine

  7. Liebe Christine,

    ja, das kommt mir alles sehr bekannt vor! Früher hab ich mir »den Wolf« geschleppt mit all dem Zeug in Riesenkoffern, »Bis ich erkannt habe, dass immer alles da ist, was ich brauche.« – wie du so schön schreibst.

    Für mich fühlt es sich ebenfalls so an, dass eine Portion Vertrauen dazugehört, nur das Nötigste mitzunehmen. Man trägt leichter – im wahren Wortsinn und auch im übertragenen.

    Zum ersten Mal hab ich das bei meiner Thailandreise im letzten Jahr praktiziert. Ich habe mir einen Rucksack gekauft und schon beim Testtragen im Sportgeschäft wusste ich: »Ich werde so wenig wie möglich mitnehmen«, denn schon 15 kg fühlten sich tonnenschwer an 😉

    Also hab ich nur eine Creme für alles, das Nötigste an Duschgel etc. / Reiseapotheke und so wenig Klamotten wie möglich eingepackt. Noch 1 Paar Flipflops, und die Turnschuhe hatte ich bereits auf dem Flug an. Das war so entspannt und trotzdem bekam ich während der Reise einige Komplimente, ich sei immer so elegant gekleidet. Ich war erst total erstaunt & hab mich dann gefreut, denn die Teile, die ich mitgenommen hatte, waren nicht im eigentlichen Sinn elegant. Aber da macht es auch die Einstellung, wie man sich gibt und wie man die wenigen Sachen trägt 😉

    Ich bin nur noch mit leichtem Gepäck unterwegs.

    Alles Liebe, Stefanie

    1. Liebe Stefanie, du hast völlig Recht: Es kommt wirklich darauf an, wie man die Sachen trägt. Letztlich ist es doch völlig egal, ob ich ein T-Shirt oder eine Hose einmal, zweimal oder auch fünfmal anziehe. Mit unterschiedlichen Oberteilen sieht es trotzdem immer wieder anders aus. Und mit der passenden Einstellung und Haltung dazu ist alles kein Problem.

      Mit leichtem Gepäck – im Außen und in unserem Inneren – durchs Leben gehen, das macht es so viel einfacher.

      Liebe Grüße
      Christine

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