Eigentlich – und wenn nicht?

Eigentlich wollte ich diesen Blogbeitrag schon vor mehr als zwei Wochen schreiben – eigentlich. Doch irgendwie kam immer wieder was dazwischen. Eigentlich ist das schon ziemlich spät, denn eigentlich sollten Blogbeiträge doch in viel kürzeren Abständen erscheinen – eigentlich.

Und was ist, wenn ich das Eigentlich weglasse und alles eben ganz anders ist? Wie hört sich der Satz ohne das Wort eigentlich an?

Ich wollte diesen Blogbeitrag schon vor mehr als zwei Wochen schreiben, doch es ist immer wieder was dazwischen gekommen. Blogbeiträge erscheinen meist in viel kürzeren Abständen.

Dazu kann ich nur sagen: Stimmt genau!

Doch wenn es nun stimmt, warum ist es dann nicht geschehen? Hab ich mich selber ausgetrickst? Hab ich selber die Aufschieberitis gefüttert? Wenn ja, womit?

Oder ist alles ganz anders – eigentlich?

Vielleicht kennst du ja dieses verflixte Wort eigentlich aus eigener Erfahrung. Du weißt ganz genau, wie etwas sein sollte oder wie du etwas anders, besser machen könntest. Eigentlich ist ja alles ganz klar… und trotzdem machst du’s nicht.

Bestes Beispiel dafür ist das Abnehmen. Du weißt ganz genau, was du alles seltener oder noch besser gar nicht essen solltest. Dir ist auch bewusst, dass dir mehr Bewegung in Form von sportlicher Aktivität gut täte – eigentlich. Doch deine Motivation hält sich in engen Grenzen. Du probierst es aus, merkst, das ist nicht ganz deines, und lässt es wieder.

Ein weiteres Beispiel ist das Rauchen. Auch da hörst du immer wieder von verschiedenen Seiten, dass du es besser lassen solltest. Es tut deiner Gesundheit nicht gut. Du weißt im Grunde, dass das wahr ist und am besten fängst du gleich heute damit an, alle Aschenbecher und eventuell vorhandene Reservepackungen Zigaretten zu entsorgen. Du rauchst deine letzte Zigarette zum Kaffee mit Genuss und dann ist endgültig Schluss. Eigentlich

Mit diversen Vorhaben ist es oft nicht viel anders. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Jahreswechsel. Unzählige gute Vorsätze werden gefasst, was im Neuen Jahr anders wird. Ganz bestimmt! Denn das wolltest du ohnehin schon urlange, weil dein Partner dich schon öfter drauf hingewiesen hatte und so ist der Jahreswechsel doch eine gute Möglichkeit dafür, es endlich anzugehen. Eigentlich

Doch es gibt einen Ausweg aus diesem Kreisverkehr, in dem scheinbar alle Ausfahrten mit der Tafel Eigentlich bezeichnet sind: Die allerletzte, unscheinbare, ganz schmale Ausfahrt trägt die Hinweistafel Freude und gleich darunter Begeisterung.

Vielleicht ahnst du ja mittlerweile, welchen Weg ich dir vorschlagen will?

Wähle den Weg der Freude und Begeisterung

Ich lese grade ein Buch mit dem Titel „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“. Die Autorin schreibt auf humorvolle Art, wie es ihr nach und nach gelungen ist, sich von den Vorgaben und Erwartungen anderen Menschen zu befreien, ohne dabei selber ein A… zu werden. Am Anfang ist das gar nicht so leicht, denn eigentlich legen wir ja durchaus Wert auf eine wohlwollende Meinung anderer. Wir wollen zeigen, dass wir Teil der Gruppe sind, wollen dazugehören… eigentlich. Wir wollen ja auch anerkannt und geliebt werden… eigentlich.

  • Was würde passieren, wenn das nun plötzlich anders wäre?
  • Hast du schon einmal überlegt, wie es für dich wäre, auf dein Inneres zu hören, statt auf die Meinung anderer Leute?
  • Was sagt dir dein Herz zu den verschiedenen Vorhaben?
  • Spürst du Widerstand, Unmut oder gar Angst vor möglichen Konsequenzen?

Dann hast du ziemlich sicher eine dieser verflixten Eigentlich-Ausfahrten erwischt. Doch das ist kein Problem. Kehr einfach bei der allernächsten Gelegenheit um, fahr zurück zum Kreisverkehr und suche die Ausfahrt Freude und Begeisterung. Folge dieser Straße immer weiter. Bleib ab und zu stehen, spür in dich hinein, was dir dein Herz dazu sagt und ob du noch auf dem richtigen Weg bist.

Ich habe ebenfalls schon einige Eigentlich-Ausfahren getestet – sie haben mich ganz wo anders hingeführt, weit weg von meinem Herzen. Zahlreiche Spiegelbilder haben mich immer wieder darauf aufmerksam gemacht – wie das Navi, das dir manchmal sagt: „Kehren Sie wenn möglich um“. Ich war natürlich klüger, als mein Navi, wusste es besser – so dachte ich jedenfalls – bis ich wieder einmal in einer Sackgasse gelandet bin.

Doch nun hab ich endlich die richtige Ausfahrt entdeckt – die der Freude und Begeisterung. Sie war lange Zeit eine Baustelle und die Ausfahrtstafel war durch einen riesigen Erd- und Steinhaufen verdeckt. Der ist nun weg und somit konnte ich die Ausfahrtstafel nicht mehr übersehen.

So wünsche ich dir alles Gute und verabschiede mich für einige Zeit von diesem Blog. Ich bin nun auf dem Weg der Freude und Begeisterung und wer weiß, wo sie mich letztendlich hinführen wird. Du wirst im Herbst irgendwann sicher wieder von mir hören bzw. lesen und wahrscheinlich kann ich dir dann schon mehr über diesen tollen Weg erzählen.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Bis bald – Christine

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14 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ja toll! Danke für diesen Beitrag, eigentlich… wollt ich dir viel õfter schon schreiben… aber
    Ich werd daran denken, ne nächsten Mal wenn ich eigentlich denke, soviel weiß ich.
    Ich wünsch dir einen schönen Restsommer, genieße ihn sehr.
    Und dann komm wieder OK?
    Alles Liebe
    Sonja

    1. Liebe Sonja, danke, ich werd‘ den Sommer auf jeden Fall genießen, die Gedanken und vor allem mein Herz schweifen lassen und dann taucht ganz von selber immer deutlicher das vorläufige Ziel meiner Freude-Straße auf. Vorläufig deshalb, weil es ja bekanntlich immer nur Zwischenziele sind, denen wir auf unserem Lebensweg begegnen.
      Auch dir einen wundervollen Sommer und bis irgendwann im Herbst
      Alles Liebe
      Christine

  2. Liebe Christine! Und heute darf ich dich auch mal bei deinem zweiten Vornamen ansprechen: liebe Elfi ich freue mich sehr mit dir über deinen Entschluss zum Weg der Freude und Begeisterung! Ich gebe noch ein Wort dazu: „leicht“! Alles wird leicht(er), wo unser wahres Sein in unser Tun eingebettet ist! Immer dann, wenn dein Herz lacht, bist du wahr und richtig. Danke für diesen tollen Blog!

    1. Liebe Christa, ein weiteres Mal danke für deine Unterstützung und – ja – es fühlt sich absolut leicht an. Ich gehe nicht nur auf dieser Straße der Freude. Nein, ich hüpfe, wandere, schlendere einfach dahin und genieße, was sich da so alles zeigt.
      Alles Liebe
      Christine

  3. Liebe Christine,

    ein ganz toller Beitrag, Du bringst es wunderbar auf den Punkt. Ich finde es jetzt schon schade erst im Herbst wieder von dir zu hören, denn ich mag deine Artikel sehr.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Liebe und Gute und sage bis zum Herbst!

    Herzlichst, Gabi

    1. Danke, liebe Gabi, für deine netten Worte, doch manches Mal braucht man eine schöpferische Pause. Mal sehen, wohin mich die Straße der Freude und Begeisterung führt. Du wirst es auf jeden Fall im Herbst im Blog lesen können. Wann genau das sein wird… ich weiß es noch nicht. Mein Herz wird es mir sagen.
      Bis dahin einen schönen Sommer und Herbstbeginn und liebe Grüße
      Christine

  4. Liebe Christine,

    wie gut ich dieses „eigentlich“ kenne 😉

    Eigentlich wollte ich schon längst mein Buch fertig haben, eigentlich wollte ich mir auch immer genügend Zeit nehmen um auszuruhen …. also sind wirklich Kompromisse angesagt….

    Und eigentlich stört mich inzwischen auch nicht mehr, denn ich hab es – mit vielen Mühen – geschafft, dass es mir (fast 😉 ) egal ist, was andere zu mir sagen….. war ein langer, steiniger Weg, aber ich gehe ihn… und mir geht es dabei sehr gut ….. ganz ohne eigentlich!!!!

    Herzliche Grüße und eine schöne kreative Pause
    Barbara

    p.s. ich freue mich schon auf die nächsten Artikel und vielleicht führt dich dein Weg auch mal bei mir auf dem Blog mit einem Artikel übers Schlafen vorbei und darüber würde ich mich sehr freuen….

    1. Liebe Barbara,
      gut möglich, dass ich, trotz kreativer Pause, plötzlich eine Eingebung zum Thema Schlafen habe. In diesem Fall unterbreche ich diese Pause sehr gerne.
      Einen schönen Sommer und liebe Grüße
      Christine

  5. Hallo Christine,

    eigentlich sollte mein Kommentar schon am 02.09.2017 hier stehen, aber ich bin der Sache in den Weg gekommen. Naja – so ist das nunmal! Nein!

    Zu deinem Vorschlag „Freud und Begeisterung“ ergänze ich noch Fokus und fertig ist das Werkzeug, dass eigentlich für immer verhindert.

    Besten Dank!

    HERZliche Grüße,
    Gerd

  6. Du hast es schon gut beschrieben, weil das Wort „eigentlich“ nicht in die deutsche Sprache gehört.

    Dann könnten wir so viel erreichen und nicht aufschieben.

    „Eigentlich“ wollte ich weniger essen
    „Eigentlich“ wollte ich mehr laufen

    Aber ich schaffe es nicht, wel ich viele Beiträge schreiben will

    „Eigentlich “ wollte ich mich ausruhen und den Tag genießen

    Das versuche ich jeden Tag, aber leider habe ich den ganzen Tag so viel zu machen, dass es nicht geht.

    Manchmal wäre es schön wenn wir 48 Stunden hätten, dann würde ich „eigentlich“ mehr schaffen

    1. Hallo Stephan,
      es ist die berühmte „wenn-dann-Geschichte“: Wenn das und das so und so wäre, dann aber… Doch letztlich – und im Grunde weiß da jede/r selber, wenn er/sie ganz ehrlich zu sich selber ist – tut er es dann doch nicht, weil oft die entsprechende Motivation nicht groß genug ist. Entweder war der eigene „schweinehund“ stärker oder es war ohnehin nicht ganz so wichtig, wie es auf den ersten Blick den Anschein hatte.
      Liebe Grüße
      Christine

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