Einen Schritt zurück nach vor

Einen Schritt zurück und dann erst nach vor, wenn es irgendwo hakt. Diese Erkenntnis ist ja nicht wirklich neu und dennoch vergisst man immer wieder drauf. Das ist mir heute passiert und daraus hat sich ein interessantes Spiegelbild ergeben, das ich gerne mit dir teilen möchte.

Der Auslöser dafür war eine in die Jahre gekommene Spültischarmatur in unserer Küche. Wohlgemerkt der Auslöser! Denn die Ursache liegt ja bekanntermaßen immer in uns selber (oder genauer in unserem Denken). Dieses alte Ding funktionierte nicht mehr so, wie es sollte. Der Hebel des Einhandmischers bewegte sich schon so schwer, dass ein sanfter Wasserstrahl nur mehr mit großer Mühe zu erreichen war. In vielen Fällen war ich gleich selber geduscht, wenn ich nach einigen erfolglosen Versuchen dann kraftvoller gegen den Hebel drückte.

Der „Zufall“ wollte es, dass sich eine passende Armatur im aktuellen Wochenangebot eines Supermarktes fand. Voll Freude brachte ich die Beute heim und kurze Zeit danach begann ich mit den Vorbereitungen zum Einbau. Ist ja schließlich keine Hexerei, die alte Armatur zu entfernen und die neue an ihren Platz zu setzen… dachte ich jedenfalls.

Vorausschicken möchte ich, dass dieser Blogbeitrag keine Lektion in „Wie montiere ich eine Spültischarmatur“ werden soll. Ich möchte dir einfach an Hand eines aktuellen Beispiels aus meinem Leben aufzeigen, dass du auch in so banalen Dingen wie dem Tausch einer Armatur eine interessante Erkenntnis für dich finden kannst. Und damit ist keinesfalls die gemeint, dass du solche Arbeiten besser einem Fachmann überlassen solltest (obwohl ich hinterher auch diese Erkenntnis hatte, aber wie gesagt, erst hinterher)

Also ran ans Werk: Den Schrank unter der Spüle ausräumen, Mistkübel ausbauen und passendes Werkzeug zurecht legen. Halt! Fast hätt‘ ich vergessen, den Hauptwasserhahn abzudrehen (Das wär eine schöne Bescherung geworden). So, nun kann‘ s wirklich losgehen. Die beiden Wasseranschlüsse lösen – mit dem passenden Gabelschlüssel nicht so schwer. Nun den Ausziehschlauch der Handbrause abmontieren… wenn es denn möglich gewesen wäre. Ok, dann wird es anders gehen, ich finde schon eine Lösung (wie fast immer… irgendwie)

Als nächstes den Gewindering von unten lösen, mit dem die Armatur an der Spüle fixiert ist. Dazu muss ich mich in das Küchenkasterl  hinein setzen (und mir dabei auch gleich die Birne an der Ablaufgarnitur anhauen – mir bleibt auch nix erspart) Anders hätte ich den Ring mit der großen Zange nicht zu fassen gekriegt. Ist doch diese verflixte Armatur hinter dem Spülbecken montiert (na wo denn sonst).

Endlich ist der Gewindering gelöst und vom Gewinde heruntergeschraubt, da muss ich leider feststellen, dass ich die alte Armatur noch immer nicht entfernen kann: Der Ring lässt sich nicht über die beiden Wasseranschlüsse und den Brauseschlauch drüber schieben! Egal, mit wieviel Kraft ich auch dran ziehe und die dünnen Wasserrohre zu verbiegen versuche.

Ja Himmel, A… und Zwirn, was mach ich denn jetzt?

In der Zwischenzeit tut mir schon alles weh, weil ich wie eine Sardine in der Büchse zweimal gefaltet in dem Küchenkastel hocke und trotzdem dieses blöde, alte Ding noch immer nicht wegkriege.

Es reicht! Raus aus der Büchse, äh, dem Küchenkasterl,  die Beine vertreten, Hirn auslüften.

Einen Schritt zurück nach vor

Und dann ist mir plötzlich klar, was zu tun ist: Einen Schritt zurück steigen nämlich. Was ich damit meine? Statt den Gewindering immer wieder mit einigem Kraftaufwand nach unten zu schieben in der Hoffnung, ihn doch entfernen zu können, drücke ich ihn einfach wieder ein gutes Stück zurück nach oben!

Ja, richtig, in die eigentlich falsche Richtung. Und weißt du warum? Weil ich nur dann die widerspenstigen Dichtungsmuffen mit der Zange nach unten ziehen und von den Wasserrohren abziehen kann…. Und siehe da: Jetzt geht der Gewindering mühsam aber doch auch runter. Die alte Armatur war gelöst und ich konnte sie endlich entfernen! Der Einbau der Neuen war danach dann ein Kinderspiel und in einer Viertelstunde erledigt.

Warum ich dir all das so detailreich schildere? Es war mir wichtig, dir zu zeigen, dass es oft einen Schritt zurück braucht, um danach zügig vorwärts gehen zu können und zum Ziel zu kommen. Etwas, das ich offenbar noch nicht so ganz in mein Leben eingebaut habe. Dieses Spiegelbild hab ich offenbar gebraucht, um mich wieder daran zu erinnern. Als Wesen im Sternbild Widder ist eher der direkte Weg (oder anders gesagt „mit dem Kopf durch die Wand“) der meine und Umwege liegen mir nicht so sehr.

Drei einfache Fragen, wenn du nicht voran kommst

Wenn es also in deinem Leben grade irgendwo hakt, du das Gefühl hast, es geht nichts weiter, wie sehr du dich auch bemühst, dann stelle dir einfach drei simple Fragen:

  • Welcher Stein liegt da grade in meinem Weg? (den hab ich mir selber hingelegt, damit mir etwas auffällt)
  • Kann ich den Stein ohne Schwierigkeiten entfernen? (Kann ich mein Spiegelbild entschlüsseln, oder brauche ich Hilfe?)
  • Gibt es auch einen anderen Weg zu meinem Ziel? (Habe ich die Botschaft erkannt und bin bereit, sie in mein Leben zu integrieren?)

Oft machen wir uns selber das Leben unnötig schwer, dabei ginge es doch viel einfacher… wie beim Walzertanzen:

Einen Schritt zurück, einen seitlich, dann nach vor… eins zwei drei, eins zwei drei, eins zwei drei…

Lass dich einfach ein auf den Walzer des Lebens, es ist wunderschön! Lass dich vom Leben führen, wie von einem super Tanzpartner. Und sollte dir dabei jemand auf die Zehen steigen, sei versichert: Das bist immer nur du selber!

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzlichst

Christine

 

 

 

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4 Kommentare, sei der nächste!

    1. Liebe Gabi,
      manchmal ist einfach der „Schalter“ defekt, drum leuchtet die Lampe grade nicht. 😉 Also versuchen wir den Weg – wie bisher gewohnt – im Dunkeln zu gehen… und holen uns dabei einige Beulen. Sobald du den Zusammenhang zwischen deinem Spiegelbild und dir erkennst, also Spiegelbild ist gleich Ich ist schon der erste schritt getan und die Lampe leuchtet wieder – zumindest gedimmt. Die Botschaft des Spiegelbildes – also die Eigenschaft bzw. das Verhalten, das du bejahen und in dein Leben integrieren solltest – lässt sie dann in vollem Licht erstrahlen.
      Liebe Grüße
      Christine
      PS.: Solltest du Hilfe brauchen, kannst du mich ja jederzeit per mail erreichen

  1. Liebe Christine, zunächst das: Ich bewundere deine HeimwerkerInnenfähigkeiten! Und natürlich deinen Schreibstil, vor allem die Prise Humor da drinnen. Wirklich erfrischend zu lesen! So ähnlich wie bei dir, bin auch ich eher eine, die vorwärts geht und strebt und tut. Daher kam dein Tipp gerade zur rechten Zeit. Liebe Grüße!

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