Gefühle – Brücke zwischen Körper und Seele

Serie Ja zu Mir / Teil 6

Unterdrückte Gefühle machen krank! Krankheitssymptome sind der körperliche Ausdruck innerer Verbote und Überzeugungen. Höchste Zeit, die eigene Sichtweise zu ändern!

Ich habe einen Zwilling. Er ist unsichtbar und heißt Margret, mein zweiter Taufname.  Aber so wurde ich nie gerufen und damals, als Kind, wurde daraus meine erträumte Zwillingsschwester. In meiner Vorstellung war sie groß, hatte schwarzes, langes Haar, eine wundervolle, dunkle Stimme und wurde von allen geliebt und bewundert. Sie konnte und durfte all das, was mir verboten war oder was ich mir nicht zutraute.

Sie war fehlerlos und makellos – und so wollte ich auch sein.

Jeder von uns hat so einen unsichtbaren Zwilling! Doch, du auch! Es ist ein eineiiger Zwilling und sieht dir sehr ähnlich. In jedem Fall aber hat und ist er all das, was du gerne sein möchtest:
Er ist dein Idealbild sowohl im Aussehen als auch in den Eigenschaften die er besitzt. Schwächen hat er absolut keine, er sieht einfach toll aus und ist in allem, was er tut, denkt und fühlt, perfekt. Er weiß alles, kann alles, findet immer die richtigen Worte und er ist zuvorkommend und liebevoll. Ärger oder gar Wut kennt er nicht. Man kann ihn keinesfalls verletzten, denn er hat vollstes Verständnis für die Menschen um ihn herum. Er ist ein wahres Goldstück!

Nun ließe sich darüber streiten, ob perfekt sein überhaupt erstrebenswert ist. Eines ist jedoch klar:

Dieser unsichtbare Zwilling meldet sich immer dann zu Wort, wenn etwas nicht so läuft, wie du es dir gewünscht hast. Deine Gefühle und Emotionen, die davor hochgekommen sind, haben dir gezeigt, dass du dich von deinem Zwilling – deinem wahren Wesenskern – weit entfernt hast. Dabei will er dir doch ganz nah sein. Dich darauf aufmerksam machen, dass du in Zukunft besser auf ihn hören sollst. Er meint es gut mit dir.

Das ist ja alles gut und schön, dachte ich, als mir die Idee des Zwillings erstmals in den Sinn kam. Doch ich bin nun einmal ein sehr temperamentvoller Mensch. Und wenn ich mich ärgere, dann geht es richtig rund.

  • Aber sind Gefühle denn reine Temperamentsache?
  • Wo kommen sie überhaupt her und wie entstehen sie?

Sind Gefühle und Emotionen ein und das selbe?

Zunächst ist die Unterscheidung zwischen Gefühl und Emotion wichtig:

Gefühle sind das, was du mit Hilfe deiner Sinnesorgane wahrnimmst. Du fühlst Wärme, Kälte, Hunger, Durst etc. – alles ohne Bewertung.
Deine Emotionen resultieren aus der Bewertung deiner Gefühle.
E-Motion ist Energie in Bewegung. Du reagierst auf deine Wahrnehmung. Kälte kann angenehm sein – ein kaltes Getränk im Sommer zum Beispiel. Sie kann aber auch unangenehm oder gar ärgerlich sein – wenn dir kalt ist, weil du deine Jacke nicht mitgenommen hast.
Im Alltag werden die beiden Begriffe meist gleichbedeutend verwendet.

Grundsätzlich ist jedes Gefühl oder besser jede Emotion, ob nun positiv oder negativ, ein wichtiger Hinweis. Eine Botschaft, die dich darauf hinweist, wie es dir grade geht. Was sich zurzeit grade in deinem Unterbewusstsein abspielt.

Was haben Gefühle und Emotionen mit körperlichen Reaktionen zu tun?

In diesem Artikel möchte ich dich besonders auf die negativen Gefühle und Emotionen aufmerksam machen. Auf den Zusammenhang zwischen den Emotionen und den körperlichen Reaktionen.

Negative Emotionen entstehen ja immer dann, wenn sich deine Erwartungen nicht erfüllt haben oder deine Bedürfnisse nicht berücksichtigt wurden.

Du bist enttäuscht, eifersüchtig, neidisch, verärgert, verletzt etc.

All diese Emotionen entstehen aus den Erlebnissen und Erfahrungen deiner Vergangenheit und den daraus resultierenden Überzeugungen. Nun hast du möglicherweise dabei gelernt, deine Emotionen zu unterdrücken. Schließlich kannst du deinem Chef nicht gleich eine reinhauen, nur weil er dich wieder einmal bis zum äußersten reizt. Davonlaufen oder gleich kündigen ist möglicherweise auch nicht die beste Wahl.

Deine Emotion muss sich also ein anderes Ventil suchen, z.B. durch Magenschmerzen, Kopfweh, Bluthochdruck, Herzrasen etc.

Krankheitssymptome sind immer der äußere Ausdruck einer inneren Überzeugung. Der Körper bringt deine innere Disharmonie dadurch wieder ins Gleichgewicht. Er ist der unmittelbarste Spiegel deiner Seele.

So gesehen sind deine Krankheitssymptome – ganz gleich ob „Wehwehchen“ oder wirklich schlimme Krankheiten – die deutlichsten Botschaften. Sie lassen sich nicht mehr verdrängen. Sie lassen sich auch nicht wegwünschen oder bekämpfen, solange sich in deiner Geisteshaltung nichts verändert.

Was also kannst du tun, um deinem unsichtbaren Zwilling – DIR SELBER – die Wertschätzung entgegenzubringen, die er verdient?

Ergreife symbolisch seine Hand und lass dich von ihm über diese Brücke der Gefühle und Emotionen führen.

Lass die Gefühle und Emotionen zu und erlaube dir, sie zu durchleben. Sie sind unendlich wichtig!

Gehe einen Schritt nach dem anderen und schau dir genau an, was dir dein Symptom zeigt. Beschreibe es, achte auf sein Verhalten. Denk immer daran:
Dein Symptom ist der Spiegel deiner Gedanken. Es erlaubt sich all das, was du dir bisher verwehrst, nicht zu leben erlaubst.

Eine zusätzliche Orientierungshilfe kann der betroffene Körperteil sein.

  • Welche Funktion hat er in deinem Körper?
  • Wann ist die Erkrankung aufgetreten?
  • Was hilft dir körperlich?
  • Was tut dir gut?
  • Wozu zwingt dich das Symptom?

Wenn du die Botschaft verstanden hast, integriere sie in dein Leben und handle danach. So braucht es dann das Symptom nicht mehr, denn die Harmonie in dir ist wieder hergestellt.

Schlusssatz:
Achte auf deine Spiegelbilder in deinem Leben! Höre auf deinen unsichtbaren Zwilling und vertrauen ihm!

Erlaube dir immer mehr, ganz du selbst zu sein!

 

WICHTIG:
Sprich immer mit dem Arzt deines Vertrauens über notwendige ärztliche Maßnahmen! Alle genannten Tipps und Hinweise sollten einen allfälligen Arztbesuch nicht ersetzen – aber sie können den Arzt in seinen Bemühungen um Heilung unterstützen und zur Besserung der Symptome beitragen.

Zusammenfassung

  • Gefühle sind die wertfreien Wahrnehmungen deiner Sinnesorgane.
  • Emotionen resultieren aus den Bewertungen deiner Gefühle.
  • Krankheitssymptome sind der Spiegel deiner Gedanken und Überzeugungen.
  • Unterdrückte Gefühle und Emotionen suchen sich den Körper als Ventil.
  • Das Symptom erlaubt sich an deiner statt, was du dir verwehrst.
  • Erlaube dir immer mehr, du selbst zu sein.

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12 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Christine,
    unsere Emotionen und das körperliche Wohlbefinden sind der beste Anzeiger für das, was in uns ist! Und mit ein bisschen Übung versteht man sehr schnell, was nicht im Lot ist. Der Volksmund ist da schon mal gar nicht schlecht, viele Redewendungen wie „das wächst mir über den Kopf“ oder „das schlägt mir auf den Magen“ sagen schon aus, was nicht stimmt.
    Insofern können wir wirklich dankbar sein, wenn wir auf diese Art so deutliche Hinweise bekommen.
    Die Idee mit dem Zwilling gefällt mir! Mit ihm kann man auch einen Dialog führen und ihn fragen „was würdest du in meiner Situation tun?“ Soll wohl auch noch besser funktionieren, wenn wir dabei jeweils unseren Standort wechseln, als sind wir real die beiden Personen und wechseln die Rolle 😉
    LG
    Sybille

    1. Liebe Sybille,
      Ich rede auch manchmal mit meiner Margret. Und wenn ich das Gefühl hab, sie ist grade recht weit weg, dann schreib ich ihr ein paar Zeilen. Am nächsten Tag nehm ich mir den Zettel her und die Antwort „sehe“ ich dann meistens klar und deutlich. Ein wenig ver-rückt 😉 aber hilfreich.
      Liebe Grüße – Christine

  2. LIebe Christine, auch mir gefällt die Idee mit dem Zwilling sehr gut. Das Personifizieren ist ein hilfreiches, und teilweise auch lustiges Mittel (je nachdem, wie halt der eigene Zwilling heißt :-)), sich selbst näher zu kommen. Und wenn du mich schon so liebevoll aufforderst … fällt mir spontan ein, samt dem Bild dazu, dass mein Zwilling ein Golden Retriver ist, der King of Joy heißt!

  3. Liebe Christine! Wie du vielleicht weißt, bin ich im Sternbild des Zwillings geboren. Ich liebe die Wesensgrundzüge, die Zwillingsgeborenen angeblich eigen sind: an allem und jedem interessiert sein, wissbegierig sein, meine Kreativität, dass es mir leicht fällt, zu anderen Menschen Kontakt zu finden und last not least meine Redegabe. Es gefällt mir sehr gut, dass da noch ein Zwilling in mir im Spiel sein soll. Vermutlich ein Zwilling, der die Dinge lässt, wie sie sind, ohne sich überall einzumischen und Ruhe gibt, statt ständig aktiv zu sein. Dieser Zwilling will sich´s leicht machen und in den Tag hineinleben. Schön langsam komme ich ihm auf die Schliche und lerne seine Eigenschaften schätzen. Leider hab ich – wie du in deinem Blog so treffend schreibst – dazu auch zwei heftige körperliche Spiegelbilder bekommen, deren Botschaft lautete: „Du darfst die Hände in den Schoß legen und musst dich um nichts kümmern. Andere übernehmen gerne Aufgaben und erledigen es für dich.“ Das habe ich nach meinen beiden Unfällen erfahren. Das war nicht einfach, aber so hilfreich für mich. Denn jetzt weiß ich es gewiss, das es so ist, dass auch ohne mein Zutun alles gut läuft. das macht mich innerlich leicht und frei! Dafür bin ich meinem Zwilling dankbar!

    1. Liebe Christa, ja, leider braucht es manchmal heftige Spiegelbilder, um dem eigenen Zwilling nahe zu kommen. Schade eigentlich, wenn es doch sooo viel leichter sein könnte. Aber wir sind ja alle auf dieser Welt um Erfahrungen zu machen und daraus zu lernen.
      Alles Liebe – Christine

  4. Liebe Christine,

    deine Idee mit dem Zwilling finde ich genial. Das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren, denn so fällt es bestimmt leichter das Unterdrückte genauer anzuschauen, obwohl ich inzwischen schon ganz gut darin bin. Früher ist es mir sehr schwer gefallen.

    Und was du über die Krankheitssymptome schreibst kann ich nur bestätigen. Wenn die Gefühle geklärt sind und deine Gedanken, die dazu geführt haben, dann braucht es nicht mehr das Symptom, das nur das Unbeachtete auslebt. Ich beschäftige mich schon viele Jahre damit und habe so bei mir selbst auch z. B. eine blutige Blasenentzündung innerhalb von zehn!!! Minuten geheilt. Einfach weil mir bewusst wurde, welchen Schwachsinn ich gedacht habe 😉 Andere Probleme brauchen vielleicht ein bisschen länger, aber im Prinzip geht es wirklich ganz schnell.

    Ich weiß zwar genau, wie das funktioniert aber trotzdem habe ich auch manchmal kleinere Zipperleins und brauche dann erst eine Weile bis ich auf die Idee komme, mal nachzuschauen, was mir der Verfasser dieses Zipperleins sagen will…..

    Herzliche Grüße
    Barbara

    1. Liebe Barbara, das geht mir ähnlich. Manchmal macht es sofort „klick“ und ein anderes Mal weiß ich zwar meist sofort, wo es hakt. Doch es dann umzusetzen braucht manchmal etwas länger. Da mag die Christine ihrem Zwilling Margret nicht so recht glauben und meint manchmal: „Du hast es ja ganz leicht, aber bei mir funktioniert das eher nicht“. Gott sei Dank ist meine Margret da seeehr hartnäckig – und dafür liebe ich sie!
      Alles Liebe – Christine

  5. Liebe Christine
    Genau – kann ich zu 100% bestätigen.
    Und umso ärgerlicher ist es, wenn dich immer wieder einmal genau das gleiche Zipperlein zum Grübeln bringt.
    Da werde ich mir mal auf die Kontaktaufnahme mit meinem Zwilling machen. Freue mich schon 🙂
    Herzlichen Dank für deine Hinweise.
    Herzlichst
    Patricia

    1. Liebe Patricia, da hast du deinem lieben Schwesterherz wahrscheinlich noch zu wenig Gehör geschenkt. Red noch einmal mit ihr und frag sie, was genau sie denn eigentlich braucht, damit es ihr richtig gut geht. Sie wird es dir sagen, wirst sehen!
      Liebe Grüße
      Christine

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