Mist entsorgt – alles wieder ok…

Hilfen beim Lösen von Spiegelbildern / Teil 6

Mist entsorgt – alles wieder ok! Oder fehlt doch noch was? Allerdings! Und zwar was ganz wichtiges: Der neue, liebevolle Leitgedanke, die neue Idee!

Gut und schön, aber wozu brauch ich das denn? Wenn der alte, negative Glaubenssatz das Zeitliche gesegnet hat und entsorgt wurde, wozu dann noch was Neues kreieren? Weg ist weg und das war’s dann mit dem verkorksten Denkmuster. Damit hat sich’s doch, oder nicht?

Das ist zwar grundsätzlich richtig. Der alte Glaubenssatz ist – zumindest einmal symbolisch – weg. Doch wie lange wird das so bleiben? Wann wird sich der alte Schlingel wieder von hinten herum hereinschleichen in dein Hirnkasterl? Das dauert meist nicht allzu lange, leider. Es sei denn, du agierst ab sofort völlig anders als bisher.

Was meine ich damit?

„Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten.“ Das sagte schon Thomas von Aquin.

Es ist also notwendig, etwas zu tun! Nur das Tun verändert die Welt – ergänzende Einfügung dazu: Das richtige Tun. Nämlich das Richtige für DICH. Dazu mehr dann im nächsten und letzten Blogbeitrag dieser Serie.

Doch zuvor solltest du dir klar werden, was und vor allem wie es ab sofort in deinem Leben aussehen soll.

Was willst du anders machen, als bisher und wie?

Nehmen wir wieder das Beispiel einer richtig faulen Person her. Die von dir gefundene und ins Positive verkehrte Eigenschaft war z.B. genießen, es sich gut gehen lassen. Deinen negativer Glaubenssatz dazu hast du verbrannt. Darin stand z.B. sowas Ähnliches wie: „Das darf man nicht. Wenn ich es mir gut gehen lasse, werde ich verhungern.“

Diesen „Mist“ hast du erfolgreich entsorgt. Jetzt ist plötzlich wieder Platz in deinem Gedankengarten. Du hast ein Unkraut entfernt und kannst jetzt eine neue, wunderschöne Blume einpflanzen – eine neue, liebevolle Idee. Aber welche Blume – welche Idee? Und was musst du tun, damit sie auch gedeiht und nicht gleich wieder vertrocknet?

Das ist ganz einfach: Du machst es mit deiner neuen Idee wie bei einer Pflanze. Zunächst überlegst du dir, welche Pflanze du überhaupt haben möchtest. Sie muss genau auf die Gegebenheiten wie Standort und Erde abgestimmt sein. Nimm nicht einfach irgendein Grünzeug. Es blüht danach schließlich in DEINEM Garten und du sollst dich lange daran erfreuen können.  Wähle also sorgfältig aus.

Das soll jetzt kein Auszug aus einem Garten- oder Pflanzenratgeber werden, doch der Vergleich hat sich einfach aufgedrängt. Warum das so ist, wird dir gleich klar werden, wenn du weiterliest.

Genau so, wie du eine Pflanze sorgfältig aussuchst, wählst du auch deine neue Idee aus – nach ganz bestimmten Kriterien. Es gibt drei davon, die sehr wichtig sind, und auf die du immer achten solltest.

Drei wichtige Punkte beim Formulieren der neuen Idee

  1. Formuliere deine neue Idee immer so einfach und kurz wie möglich
  2. Formuliere sie immer in der Gegenwart
  3. Formuliere sie möglichst ohne einer Verneinung.

In unserem Beispiel des genießen und es sich gut gehen lassen könnte der Satz z.B. so aussehen:

Wenn ich es mir gut gehen lasse, habe ich immer alles, was ich brauche.

Ich genieße mein Leben in Fülle.

Warum sind diese drei Punkte so wichtig?

  • Ganz einfach: Weil du dir deine neue Idee erst einmal einprägen musst. Das geht nur, wenn der Satz kurz und klar ist. Je einfacher und kürzer, um so leichter kannst du ihn dir merken.
  • Die Gegenwart ist deshalb wichtig, weil du ja nicht erst im Jahre Schnee etwas verändern willst, sondern jetzt. Es soll also nicht erst irgendwann was draus werden, sondern es soll sein – jetzt und gleich. In deinem Bewusstsein existiert Zeit nicht. Es ist immer Jetzt!
  • Ohne Verneinung formulieren macht deswegen Sinn, weil dein Bewusstseinsspeicher aus den Worten Nein oder Nicht kein Bild entstehen lassen kann. Es speichert jedoch immer in Bildern und im Falle einer Verneinung genau das, was du NICHT willst. Das Beispiel mit dem rosaroten Elefanten kennst du sicher? Wenn dir jemand sagt, du sollst NICHT an einen rosaroten Elefanten denken, was siehst du dann vor deinem geistigen Auge? Genau dieses rosarote Rüsseltier…

Du hast also deine neue Idee formuliert und nun ist es wichtig, sie auch in deinem Bewusstsein fest zu verankern. Und Schon landen wir wieder im Garten: Du hast die Pflanze ausgewählt, die von nun an in deinem Garten wachsen soll. Was tust du, damit sie auch blüht und gedeiht und du lange daran Freude hast? Richtig! Sobald du sie eingepflanzt hast, braucht sie regelmäßig Wasser, ab und zu Dünger und vor allem viel Zuwendung und Liebe. Und genau das braucht auch deine neue Idee, dein neuer, liebevoller Leitgedanke.

Übersetzt heißt das, du wiederholst deine neue Idee so oft wie möglich laut und wann immer du dran denkst. Und damit das auch häufig genug passiert, solltest du dir den Satz auf Post-It-Zettelchen schreiben und sie an alle nur denkbaren, möglichen und unmöglichen Stellen hinkleistern. Auch am Klo, wenn es dir hilft. Schließlich hast du ja vor, eine wichtige Änderung in deinem Leben zu veranlassen. Also sei nicht zimperlich, ganz gleich, was dein Partner oder deine Kinder dazu sagen. Es geht schließlich um DICH!

Und wenn ich sage – so oft wie möglich – dann meine ich das auch genau so. Mindestens drei Wochen lang täglich mehrmals und auch noch abends vor dem Einschlafen. Da bleibt es über Nacht am besten hängen. Du erlernst im übertragenen Sinne eine völlig neue Art zu handeln – zunächst einmal theoretisch.

Und damit es nicht nur bei der Theorie bleibt – die bewirkt nämlich nichts wenn du nicht auch dein Verhalten entsprechend veränderst – ist es nötig, aktiv zu werden. Wie schon erwähnt: Nur das Tun verändert die Welt. Worauf du dabei ganz speziell achten solltest, damit sich auch wirklich etwas verändern kann, erfährst du dann im siebenten und letzten Blogbeitrag dieser Serie.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzlichst

Christine

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12 Kommentare, sei der nächste!

  1. Toll wie immer! ☺
    Danke
    So einfach erklärt und jetzt dürfen wir es dann umsetzen.
    Danke für die liebenswerten Schubbser deinerseits!
    Sonja

  2. Liebe Christine,

    du bringst es mal wieder super auf den Punkt. So kann man es sich gut vorstellen und hat eine präzise Anleitung, wie es funktioniert.

    Es ist doch meist so, wenn ich es mir gut gehen lasse, dann bin ich auch viel Leistungsfähiger, das durfte ich vor kurzem auch wieder erfahren. Seither gibt’s regelmäßige Pausen.

    Liebe Grüße
    Gabi

    1. Liebe Gabi, Pausen sind immer wichtig… und vor allem langsamer und mit Achtsamkeit re- und agieren! Daran musste ich grad eben wieder mit hilfe meines verschnupften Laptops lernen. (Hab mir ausnahmsweise das tablet von meinem Liebsten ausgeborgt- also doppelte Achtsamkeit erforderlich).
      Liebe Grusse
      Christine

  3. Ein schöner Vergleich, liebe Christine,

    das ist richtig, wenn ich einen Glaubenssatz ausgetauscht habe entsteht einfach eine Lücke und die will wieder gefüllt werden. Und wenn da nichts ist, dann kommt das alte Unkraut ganz schnell wieder und schaut, ob es nicht doch wieder wachsen kann. Genau erlebe ich es auch. Deshalb ist es wirklich wichtig das neue Blümchen immer wieder ordentlich zu wässern und zu düngen und das Unkraut gleich wieder auszuzupfen, wenn es „anklopft“
    Und irgendwann einmal hat das Unkraut keine Chance mehr, weil einfach die schöne Blume so kräftig geworden ist, dass gar kein Platz mehr ist.

    Herzliche Grüße
    Barbara

    1. Ja, so ist es, liebe Barbara. Und falls sich doch w ieder ein Unkrautlein dazwischenschummelt, will es uns nur an unsere neue Idee erinnern. Also einfach danke sagen und liebevoll entfernen.
      Alles Liebe
      Christine

  4. Liebe Christine,
    genau – Affirmationen funktionieren oft nicht, weil Sie 1. falsch formuliert sind und eigentlich aussagen, was wir nicht wollen oder 2. zu unregelmäßig genutzt werden und sich deshalb nicht verinnerlichen.
    Danke für die Erinnerung.

    1. Richtig, lieber Frank. Eine Pflanze setzen wir ja auch nicht ein und vergessen sie danach. Sie will Aufmerksamkeit und liebevolle Pflege.
      Alles Liebe
      Christine

  5. Liebe Christine,

    in meinem Garten und in der Natur finde ich auch immer wieder Parallelen zu meinen Lebensthemen, deshalb fühle ich mich von deiner Metapher besonders angesprochen.

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich mich mit neuen Glaubenssätzen erst Stück für Stück verbinden muß, damit sie dauerhaft bei mir bleiben.

    Liebe Grüße
    Diana

    1. Liebe Diana, es heißt ja nicht umsonst: Wie innen, so außen und auch umgekehrt.
      Dazu kommt, dass es ja auch eine lange Zeit gebraucht hat, bis der ursprüngliche negative Glaubenssatz „zur Gewohnheit“ wurde und somit automatisiert abläuft. Auch ihn haben wir lange gut „gedüngt und gegossen“.
      Umso mehr braucht es das neue, noch so kleine Pflänzchen der neuen Idee – auch wenn wir guten Willens sind (der allein ist nur leider zuwenig)
      alles Liebe
      Christine

    1. Liebe Birgit,
      so ist es gedacht: Ich mag einfach bildhafte Darstellungen. So kann jeder nachvollziehen, was genau gemeint ist. Worte sind manchmal zuwenig bzw. nicht deutlich genug.
      Danke und liebe Grüße
      Christine

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