Neues Spiel, neues Glück

Neues Spiel, neues Glück, klingt irgendwie nach Casino, Roulette und Glücksspiel. Und oft hab ich das Gefühl, für manche Menschen scheint das Leben solch ein Glücksspiel zu sein. Sie leben ihr Leben einfach so vor sich hin ohne sich darüber im Klaren zu sein,  was sie sich selber damit antun. Sie bewegen sich, wie die Kugel im Roulettekessel, immer im Kreis und wenn sie das Gefühl haben, jetzt reicht es, dann lassen sie sich fallen in der Hoffnung doch auf die richtige Zahl gefallen zu sein bzw. gesetzt zu haben.

War das nicht der Fall, dann geht das Spiel von vorne los… und wieder im Kreis, und wieder die Hoffnung auf ein neues Glück… möglicherweise auch Resignation, weil sie meinen,  ohnehin nichts verändern zu können. Doch das Leben ist kein Roulette und auch kein Glücksspiel. Wir können es beeinflussen, können bewusst etwas verändern – immer bei uns selbst und damit dann auch in unserem Umfeld.

Robert Betz schreibt in seinem aktuellen Monatsbrief:

Viele verlieren sich im Machen und Tun und lenken sich vom Wesentlichen – dem Geschenk, leben zu dürfen – ab und verschwenden unnütz ihre Lebenszeit und Energie. Sie flüchten vor den entscheidenden Fragen, die sich jeder am Ende seines Lebens beantworten wird: „Habe ich wirklich gelebt oder habe ich mich leben lassen?

Wie sieht es bei dir aus? Hast du dir rund um den Jahreswechsel eine ähnliche Frage gestellt? Zu welchem Ergebnis bist du dabei gekommen?

Ich kann dir verraten, die Antworten können ganz schön heftige Emotionen auslösen. Ich hab es selber erlebt. Vor allem musste ich mir dabei eingestehen, dass ich in manchen Bereichen meines Lebens noch immer – zumindest fallweise – gelebt werde. Von Meinungen anderer Leute zum Beispiel. Oder vom eigenen zu geringen Vertrauen in die eine oder andere meiner Fähigkeiten. Oder auch vom eigenen Temperament, das ab und an mit mir durchgeht. (Bin vom Sternzeichen Widder – also nicht verwunderlich 😉

Falls es dir ähnlich geht und du ernsthaft etwas ändern willst – zumindest ein kleines Bisschen, dann hab ich ein paar Tipps für dich, die jedenfalls mir immer wieder helfen, mich an diese fiktive Hundeleine zu erinnern, die mich grade wieder in eine Richtung zieht, in die ich so gar nicht will.

Die aneinander gereihten Buchstaben

Worte, Meinungen, Bewertungen sind aneinander gereihte Buchstaben, nichts weiter. DU bist es, der durch die Interpretation dieser Buchstaben in sich ein Gefühl hervorruft. Manchmal ist es nur ein leiser Unmut, manchmal auch Ärger und manchmal sogar richtige Wut. Es kann auch Schmerz, Traurigkeit und vieles mehr sein. Alle diese Emotionen haben jedoch einen gemeinsamen Nenner:

DICH und DEINE Gedanken.

DU bist der Schöpfer dieser Emotionen und Gefühle. Aus diesem Grund kannst auch nur du daran etwas ändern. Dein Gegenüber ist nur der Auslöser. Er hat einfach den passenden Knopf bei dir gedrückt und seinen Finger auf eine noch nicht verheilte Wunde in dir gelegt. Diese Verletzung ist vor langer Zeit, vielleicht in deiner Kindheit entstanden. Das Pflaster war offensichtlich nicht das richtige oder nicht groß und nicht haltbar genug und konnte diese Wunde nicht vollständig heilen. Es ist bloß eine Kruste entstanden. Wird sie durch ein entsprechendes Ereignis aufgerissen, ist der alte Schmerz wieder da und alles geht von vorn los: Pflaster drauf, Schmerz lass nach und Ruhe… bis zum nächsten Mal.

Es geht auch anders

Schau doch in aller Ruhe nochmals genau hin.

  • Was genau ist es denn, das diese Emotion in dir auslöst?
  • Ist deine Interpretation eines Verhaltens oder einer Situation wirklich richtig und wahr?
  • Könnte es nicht auch  eine andere Bedeutung haben?
  • Ist es tatsächlich deine eigene Bewertung oder folgst du einfach nur der Meinung anderer Leute, weil es einfacher ist? Frei nach dem Motto: Wenn viele diese Meinung haben, dann wird sie wohl richtig sein.

Jeder deiner negativen Bewertungen steht auch eine positive oder zumindest neutrale Bewertung gegenüber. (Mindestens eine, meistens sind es viel mehr).

Am Beispiel der Eigenschaft egoistisch will ich dir das kurz zeigen:

Ein auf den ersten Blick egoistischer Mensch kann auch – von seinem Standpunkt aus – auf sich schauen, sich an erste Stelle setzen, sich wichtig nehmen, nur tun, was ihm wirklich gut tut, rechtzeitig ein Nein formulieren….

Findest du noch ein paar Möglichkeiten?

Ein Verhalten ist also nicht zwingend negativ, auch wenn  du es im ersten Moment so wahrnimmst. Deine Bewertung ist es, die es dazu macht.

Knacke die Nuss und finde einen positiven Kern

Mach dich also immer auf die Suche nach einem positiven Kern, einer anderen, ebenso möglichen positiven Bewertung. Schließlich kannst du nicht in den anderen hineinschauen und kennst daher nicht den wahren Grund für sein Verhalten.

Genieße den Kern der Nuss

Erlaube dir so zu sein, wie dein Gegenüber – sobald du den positiven Kern entdeckt hast – und genieße den Kern dieser Nuss. Die harte Schale entspricht dem negativen Verhalten – hast du sie geknackt, entdeckst du die köstliche Nuss, den positiven Kern. Erlaube dir diese Köstlichkeit, genieße und lebe sie!

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Christine!
    Danke vielmals! Die Nuss ist wirklich ein tolles Beispiel für die harte Schale und den weichen Kern- die zwei Seiten, etwas zu betrachten!
    Grossartige Idee!
    Auch die aneinandergereihten Buchstaben finde ich eine tolle Idee!
    Danke dass du immer so kreative und zum Nachdenken anregende Blogs schreibst!
    Alles Liebe, Mary

    1. Danke, liebe Mary. Es macht mir einfach Freude und da ich in Bildern denke (in meinem im Entstehen begriffenen Buch hilft mir das sehr), fällt es mir auch nicht schwer, treffende Vergleiche zu finden.
      alles Liebe
      Christine

  2. Hallo Christine! Wiederum sehr gute Anregungen zur Selbstbefragung, um den positiven, den köstlich schmeckenden Kern der (harten) Nuss genießen zu können. Meine Meinung deine vielen Talente betreffend möchte ich auch hier noch einmal kundtun: Ich finde dich in vielen Bereichen deines Wesens großartig und traue dir sehr, sehr viel zu! Schreiben kannst auch wunderbar und ich freue mich schon auf dein nächstes Buch!

    1. Danke, liebe Christa, für deine Ermutigung betreffend Buch. Ich bleibe dran – nicht weil ich es gesagt habe, sondern weil es mir wirklich Freude macht.
      alles Liebe
      Christine

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