Das Schiebetor und die guten Vorsätze

Ich kann dir sagen, mit den Vorsätzen hat man’s nicht leicht: Einer meiner sogenannten „Guten Vorsätze für das Neue Jahr“ war es, nicht nur vor dem Computer zu sitzen und zu schreiben, sondern jede Woche mindestens zwei Mal in die Stadt zu fahren (ich wohne ein paar Kilometer außerhalb Wiens) und etwas zu unternehmen. Also dann – auf geht’s! Heute morgen „sattelte ich meine 80 Pferde“, drückte auf den Knopf des Funksenders für das Schiebetor, um aus meiner Einfahrt hinaus zu fahren und…. es tat sich nichts. Das Tor blieb zu. Es widersetzte sich standhaft all meinen Versuchen – auch auf manuellem Wege ohne Motorkraft – sich öffnen zu lassen.

Das war’s dann wohl, mit meinem Vorsatz, wegzufahren – zumindest vorerst (natürlich nicht wirklich, denn der Techniker war eine halbe Stunde später da und hat den Defekt behoben). Aber so schnell gebe ich ja nicht auf! Da musste mehr dran sein: Welches Spiegelbild war das denn?

Da gab es also einen deutlichen Widerstand in mir! Das Schiebetor zeigte mir ja bloß etwas auf: Es fehlte IN MIR noch die Erlaubnis, diesen Vorsatz in die Tat umzusetzen, denn ohne fremde Hilfe war es mir nicht möglich wegzufahren. Du siehst also, auch ein technisches Gerät, wie dieses simple Schiebetor, kann als Spiegelbild des eigenen Denkens dienen.

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Doch nun zum Thema der Guten Vorsätze im Neuen Jahr:

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben“ Hermann Hesse, Stufen“

Viele Menschen nützen den Start in ein neues Jahr dazu, gute Vorsätze zu fassen. Sie notieren dabei all die Dinge bzw. Verhaltensweisen, die sie ändern wollen. Manches davon zeigt auf, was sie nicht mehr wollen, manches wiederum, was sie nun anders machen wollen.

Und wie sieht es nun tatsächlich einige Monate danach aus? Wieviele von den guten Vorsätzen wurden tatsächlich realisiert? Wieviele Verhaltensweisen wurden tatsächlich anhaltend verändert?

Die Antwort kennen wir alle nur zu gut: Leider sehr wenige davon.

Wie geht es dir damit?
Wenn du ganz ehrlich zu dir bist: Wie war es denn im Vorjahr zum Jahreswechsel?

Zugegeben ist es nicht immer leicht – auch bei mir war es das nicht. Solange ich standhaft versucht habe, Erwartungen zu erfüllen, die andere an mich hatten, konnten meine Vorsätze nicht Realität werden. Es waren aber nicht die Anderen schuld – mit Schuld hat das sowieso nichts zu tun, sondern mit Eigenverantwortung. Es lag allein an mir!

Erst als ich erkannt habe, dass es etwas mit mir zu tun hatte, mit der Liebe zu mir und meinem wahren Wesenskern, wurde mir klar, dass ich auf dem falschen Weg war. Was helfen schließlich gute Vorsätze, wenn sie nur das Ego befriedigen? Sie können nicht auf Dauer halten.

Also zurück an den Start und einen tiefen Blick ins Innere getan…

…und siehe da: Plötzlich entpuppten sich so manche guten Vorsätze als trügerische Einladungen dazu, Dinge zu tun, die mir nicht entsprachen. Andere Vorsätze wiederum konnten nicht dauerhaft umgesetzt werden, weil eigene Denkmuster und Blockaden standhaft dagegen standen. Erst als ich diese erkannt und gelöst hatte, konnte sich vieles verändern. Da fielen Mauern plötzlich von selber in sich zusammen, gegen die ich zuvor immer und immer wieder angerannt war und mir viele schmerzhafte Beulen geholt hatte.

Also wie nun? Vorsätze fassen und darauf hoffen, dass du sie einhalten kannst? Oder gleich sein lassen, weil du sie ohnehin gleich wieder umstoßen wirst?

  1. Wenn du wirklich etwas in deinem Leben verändern möchtest, dann kannst du das immer tun und brauchst nicht auf den Jahreswechsel zu warten. Was also hat dich bisher daran gehindert, etwas zu tun?
  2. Mach dir Gedanken über deine Motivation! Warum willst du etwas verändern? Was genau ist es, das dich stört?
  3. Welches Bedürfnis deinerseits steckt wirklich dahinter, das deiner Meinung nach nur durch eine entsprechende Veränderung der Situation befriedigt werden kann?
  4. Überleg dir, was genau DU tun bzw. in DEINEM Verhalten verändern könntest, damit dieses Bedürfnis erfüllt ist.
  5. Spüre in dich hinein und frag dich, ob es dieses Ziel, das du erreichen möchtest und das all deine Kraft und deinen Mut erfordern könnte, auch wirklich wert ist.

Wenn Ja, dann mach den ersten Schritt und löse dich von den Erwartungshaltungen der Anderen. Mach dir klar, WAS DIR WIRKLICH WICHTIG IST und dann mach dich Schritt für Schritt dahin auf den Weg. Löse dich von deinen alten Denkmustern und Gewohnheiten. Hab Vertrauen in den Weg deines Herzens. Es zeigt dir immer, was für dich am Besten ist.

In diesem Sinne:
Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße und einen guten Start ins Neue Jahr wünscht dir
Christine

Schreib doch über deine guten Vorsätze für dieses Jahr und wie du sie realisieren möchtest – gleich hier unten im Kommentarfeld.

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Ein Kommentar, sei der nächste!

  1. Besonders der Hinweis auf die Motivation gefällt mir. Ich finde diesen Hinweis fast am wichtigsten, wenn ich an mir selbst und damti in meinem Leben etwas verändern möchte. Wenn meine Motivation auf Liebe basiert, dann klappt es immer und es geht ganz leicht, eine Veränderung oder ein Vorhaben umzusetzen!

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