Wie dich 5 Fragen von der Angst befreien können

Hilfe! So viele Flüchtlinge! Da ist bald kein Platz mehr! Die ganzen Zelte – wie das ausschaut! Die nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg! Die sollen was arbeiten, statt sich von uns versorgen zu lassen! Usw., usw…..

Also was jetzt:

  • Sollen sie jetzt was arbeiten oder besser doch nicht?
  • Sollen sie uns die vermeintlichen Arbeitsplätze wegnehmen , damit sie uns nicht auf der Tasche liegen, oder doch besser – zumindest eine Zeit lang –  nichts tun und Geld kriegen?
  • Sollen wir jetzt unsere Häuser verbarrikadieren oder ihnen helfen, sich hier zurecht zu finden und unsere Sprache zu lernen?

Die Liste der Fragen ließe sich wohl noch um einige erweitern doch letztlich entspringen sie alle einem einzigen Gedanken:

Angst

Angst ist ein Grundgefühl, das dann entsteht, wenn eine Situation als bedrohlich empfunden wird. Sie lässt uns oft in eine Art Schockstarre verfallen, in der wir wie hypnotisiert auf den Auslöser starren (so wir ihn überhaupt sehen). In weiterer Folge machen wir dann meist das völlig Falsche.

Selbst dann, wenn die Angst auslösende Situation nur in deiner Vorstellung existiert, spürst du die Enge in der Brust. Dein Herz klopft bis zum Hals und du malst dir die schlimmsten Folgen aus. Deine komplette Aufmerksamkeit ist auf diese – nur in deiner Vorstellung existierende – Situation gerichtet.

Das Ergebnis: Entsprechend dem Gesetz der Resonanz folgt Energie der Aufmerksamkeit. Somit holst du dir genau solche Situationen in dein  Leben, vor denen du Angst hast.

Der Blogartikel von Barbara Schönfeld zu diesem Thema ist sehr empfehlenswert!

In Wahrheit ist diese Angst völlig unbegründet und – verglichen mit der Angst um das eigene Leben, die viele Flüchtlinge am eigenen Leib verspürt haben, ziemlich unbedeutend. Dennoch: Vergleiche helfen da nicht weiter. Du fühlst diese Angst und du solltest sie in jedem Fall ernst nehmen. Schließlich gibt es einen Grund, warum sie gerade jetzt da ist.

Wenn du genau hinschaust und ganz ehrlich zu dir bist, dann frag dich doch,

  • Wovor hab ich eigentlich Angst?
  • Was fürchte ich zu verlieren?
  • Und wenn es (was auch immer) tatsächlich weg wäre, was dann?
  • Wie könnte mein Leben dann weitergehen?
  • Was müsste oder könnte ich tun, damit es wieder aufwärts geht?

Ich hatte vor vielen Jahren schlimme Existenzängste. In meiner Partnerschaft lief es damals nicht sehr gut und ich hatte Angst, alles zu verlieren, was wir gemeinsam aufgebaut hatten. Ich versuchte lange Zeit, diese Situation abzuwehren, festzuhalten an dem, was war. Das ist Energie, die Druck erzeugt. Durch Druck entsteht bekanntlich Gegendruck!

Als ich das endlich begriffen hatte, stellte ich mir genau diese 5 Fragen. Die Antworten darauf machten mir klar, dass ich keine Angst zu haben brauchte und dass es in jedem Fall einen Weg aus dieser Krise gab. Und siehe da: Da war er plötzlich, dieser Weg. Ich krempelte die Ärmel hoch, zog gute Schuhe an und ging diesen Weg.

Heute ist alles in bester Ordnung und ich bin unendlich dankbar für diese Erfahrungen von damals. Sie haben mir gezeigt, dass ich keine Angst zu haben brauche und dass es immer einen Weg gibt, der mich aus der Krise führt und mich voran bringt.

Wenn du zu den Menschen gehörst, die in diesen, zugegeben nicht ganz einfachen, Zeiten Angst hast vor der Zukunft, davor, wie sich dein Leben, dein Lebensumfeld verändern könnte, dann stell dir diese fünf Fragen – und beantworte sie ganz offen und ehrlich.

Richte danach deine Aufmerksamkeit auf die von dir gefundene Lösung. Atme mehrmals tief ein und aus und konzentriere dich auf den Frieden in deinem Herzen.

Du kannst nicht Frieden machen auf der ganzen Welt, aber du kannst Frieden machen mit den Menschen in deinem Lebensumfeld und damit auch in dir.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzlichen Grüße

Christine

 

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16 Kommentare, sei der nächste!

  1. Sehr wertvolle Impulse sind das für eine Selbstbefragung … Mir fiel dazu ein Zitat aus dem Buch „Ein Kurs in Wundern“ ein: Es gibt nichts zu fürchten.
    Ich teile die Meinung einiger spirituell hoch entwickelter Menschen: Es gibt nur ZWEI Grundgefühle im Menschen: Liebe und Angst. Wann immer wir Angst empfinden, betrifft dies einen Bereich, der in uns selbst noch zu wenig Liebe erfahren hat. Füllen wir diesen Bereich mit Liebe auf, verschwindet die Angst, als wäre sie bloß eine Illusion gewesen … (Anmerkung von einfachChrista: Angst IST eine illusion).

    1. Liebe Christa,
      Angst ist tatsächlich eine Illusion, eine von unseren Gedanken selbst erschaffene. Doch wenn wir sie in uns fühlen.Dann will sie respektiert, bewusst durchlebt und liebevoll als Teil von uns angenommen werden.
      Nicht immer leicht, zugegeben, aber zumindest sollten wir dazu bereit sein. Das Ergebnis ist Leichtigkeit und Wärme.
      alles Liebe
      Christine

  2. Liebe Christine,
    deine Fragen sind grosse Impulsgeber – vielen Dank.
    Für mich ist immer noch die Ansicht aus einer anderen Perspektive wichtig – mich als Hauptperson im gegenwärtigen Spiel, um herauszufinden, was mein Anteil für diese Angst ist.
    Oft erkenne ich dann, dass Sie mir hilft eine Entscheidung hinauszuzögern, die schon längsten überfällig war. Und dies zuzugeben, ist alles andere als leicht und einfach 😉
    Herzlichst
    Patricia

    1. Liebe Patricia,
      Entscheidungen hinauszuzögern hilft leider nicht: Keine Entscheidung ist eben auch eine Entscheidung. Nur leider nicht immer die bessere, im Gegenteil. Oft wird die Situation noch schlimmer und die Angst noch größer. Es ist also Mut gefragt und die Bereitschaft etwas zu wagen, was wir uns bisher (noch) nicht getraut haben. Allein diese Verantwortung zu uns zurück zu holen befreit uns von der vorher durchfühlten Hilflosigkeit.
      liebe Grüße
      Christine

  3. Liebe Christine,
    ja ich kenne die Angst, vor Jahren hatte sie mich auch – in einer ähnlichen Situation wie deiner, Ehe futsch, mit drei Kindern alleine… Da kam sie, und eines Abends ich ging dann in den Schmerz hinein und kam an ein Zentrum und schließlich auf der anderen Seite wieder heraus. Es war fast wie eine Geburt.
    Danke dir für den Beitrag, die Fragen sind toll, mag geht der Angst richtig auf den Grund und löst sie auf.
    lg Eva Laspas

    1. Liebe Eva,
      bewusstes hineingehen in die vermeintliche Angst befreit schon bzw. lässt uns die Situation weniger bedrohlich erscheinen. Das verleiht uns auch wieder Handlungsfähigkeit, wo zuvor nur Schockstarre war.
      Liebe Grüße
      Christine

  4. Liebe Christine,

    ein sehr gutes Thema, dass du da gerade jetzt ansprichst. Auch ich höre oft von der Angst der Menschen. Erst gestern habe ich mit meiner 89-jährigen Tante gesprochen, die einen 95-jährigen Mann, der ein Pflegefall ist, zu versorgen hat.

    Sie erzählte mir, dass sie Angst habe, weil ganz in der Nähe ihrer Wohnung Zelten aufgestellt worden seien, wo Flüchtlinge untergebracht werden. Auch erzählte sie mir, dass ihre Kirche beschmiert worden sei und dass sie Angst habe, weil in der Nähe viele Einbrüche stattgefunden haben.
    Deine Ansätze finde ich sehr gut, für mich stellt sich nun lediglich die Frage, ob die fünf Fragen auch bei sehr alten Menschen wie meiner Tante fruchten und ihr helfen, käme auf einen Versuch an.
    Werde es mal bei meinem nächsten Telefonat erforschen.

    Liebe Grüße
    Gabi

    1. Liebe Gabi,
      alte Leute haben ja zumeist noch Kriegszeiten miterlebt und diese Erfahrungen sitzen natürlich sehr tief. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert. Alles Gute dabei!
      Liebe Grüße
      Christine

    1. Lieber Frank,
      ich denke, es geht nicht so sehr um „besser“, sondern um „mutiger“ – wie du auch in deinem Blogbeitrag geschrieben hast. Wenn wir eine andere, schönere, bessere Welt wollen, müssen wir daran etwas verändern. Das geht aber nur, wenn wir den Stillstand vermeiden. Wenn wir über unsere Schatten springen, OBWOHL wir Angst dabei haben. Auch wenn wir noch nicht so genau wissen, was uns danach erwartet.
      liebe Grüße
      Christine

  5. Liebe Christine,

    danke für deine Fragen, die wirklich sehr hilfreich sind. Ich habe deinen Artikel auch gerne zu meinem Blog-Artikel verlinkt, weil ich der Überzeugung bin, dass wir wirklich nur etwas an der Situation ändern können, wenn wir – jeder Einzelne – etwas an unserem Innern verändern.

    Ob wir das schaffen, als Gesamtheit, das wage ich zu bezweifeln. Dennoch müssen wir allen Menschen Mut machen, es zu tun, denn nur so haben wir auch eine Chance.

    Herzliche Grüße
    Barbara

  6. Liebe Christine,
    ich schließe mich den meisten Aussagen in den vorherigen Kommentaren an und möchte schon Gesagtes nicht wiederholen.
    Also unterstreiche ich es einfach mit Zitaten, die mir zu dem Thema besonders gut gefallen 😉

    »Jeder, der mit seinem Verstand identifiziert ist statt mit seiner wahren Stärke, dem tieferen, im Sein verankerten Selbst, wird die Angst als ständigen Begleiter haben.« (Eckhart Tolle)

    »Furcht ist unser wahrer Feind. Was macht sie? Sie bestellt unseren Sarg, lange bevor unsere letzte Stunde gekommen ist.« (Sri Chinmoy)

    »Die gesamte Menschheit fürchtet sich unaufhörlich: vor Krankheit, Tod, Verlusten. Jeder hat noch extra seine private Lieblingsfurcht, die er hätschelt. Jede Kleinigkeit, ein zufälliges Wort bringt ihm den ganzen Schrecken als einen Stoß ins Bewußtsein, der wie ein Strom hereinbricht und Schaden anrichtet.« (Prentice Mulford)

    »Wenn das Zeitalter des Verstandes endet, wird das Herz des Friedens die gesamte Welt überfluten.« (Sri Chinmoy)

    »Teile deinem Herzen mit, dass die Angst zu Leiden schlimmer ist als das Leiden selbst. Und kein Herz hat jemals gelitten, wenn es auf der Suche nach seinem Traum war.« (Paulo Coelho)

    »Das Leben beginnt dort wo die Furcht endet.« (Osho)

    »Vergiss Sicherheit. Lebe, wo du fürchtest zu leben. Zerstöre deinen Ruf. Sei berüchtigt.« (Rumi)

    »Wollen wir in Frieden leben, muß der Friede aus uns selbst kommen.« (Jean-Jacques Rousseau)

    »Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst.« (Marie von Ebner-Eschenbach)

    Uuups, ich hab so viele Zitate gefunden, die mich ansprechen 😉
    Alles Liebe, Stefanie

    1. Liebe Stefanie,
      vielen, vielen Dank für diese wunderbaren und so phantastisch passenden Zitaten. Nun liegt es an uns – jedem einzelnen – sie anzunehmen und so gut wir es eben schaffen, umzusetzen. Ich denke, da haben wir ganz schön was zu tun!

      Alles Liebe – Christine

  7. Angst ist einer der ureigenen Triebfedern.

    Sich den eigenen Ängsten zu stellen nicht unbedingt die Sache von Jedermann.

    Selbstkritik und einen Blick in das eigenste Innere stellen seit jeher eine Hemmschwelle für viele Menschen dar.

    Ängste gitl es nicht zu bekämpfen. Ängsten gitl es sich zu stellen. Zu ergründen wo dieser her rühren und was die „tatsächliche“ Wurzel dieser Angst ist.

    Angst ist eine unglaublich starke Triebfeder. Diese Triebfeder für die positiven Dinge zu kanalisieren mobilisiert unglaublich viele Kräfte.

    Ich bin gespannt welche Angst den Leser dieses Artikels in welche Richtung mobilisiert?!

    1. Hallo Andreas, Angst ist ein Urinstinkt, ist uns angeboren, da hast du Recht. Sie ist ja auch ein wichtiger Hinweisgeber, der unsere Achtsamkeit einmahnt. Sie ist das Gegenteil von Liebe!Dennoch lässt sich oft die vermeintliche Angst auf Furcht reduzieren, Furcht vor etwas oder jemandem. Wenn wir sie liebevoll annehmen, sich ihr stellen erkennen wir sie oftmals als irrational und können sie loslassen.
      Nicht immer einfach, erfordert Mut, aber es lohnt sich.
      liebe Grüße
      Christine

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