Spiegelbild Technische Geräte

Technische Geräte sind auch nur Menschen

Technisches Verständnis ist ja bekanntlich nicht jeder Frau’s  Sache (jedermanns übrigens auch nicht immer, auch wenn die Herren der Schöpfung das nicht so gern zugeben). Wenn ich mich grade einmal wieder über eines unserer Haushalts- oder sonstigen Geräte ärgere, weil dieses nicht so tut, wie es sollte, höre ich meistens von meinem Schatz die trockene Bemerkung: „Ein Mann muss her!“ Und tatsächlich funktioniert das blöde Ding dann bei ihm durch ganz einfache Manipulation plötzlich wieder (meistens jedenfalls) – was mich natürlich erst recht ärgert. Wieso kam ich nicht selber drauf?

Wie auch immer: Technische Geräte sind – im übertragenen Sinne – auch nur Menschen. Und was noch wichtiger ist: sie sind ebenfalls unsere Spiegelbilder! Sie haben Eigenschaften, zeigen Verhaltensweisen… jedoch immer nur die, die wir ihnen zugestehen, von ihnen erwarten oder aber über die wir uns bei nicht funktionieren ärgern.

Ein Geschirrspüler z.B. ist dazu gemacht, Geschirr jeder Art mit Hilfe von einer vorher bestimmten Menge Wasser mit entsprechender Temperatur und Reinigungsmittel von Schmutz und Flecken zu befreien. Am Ende des Waschvorganges sollte er das Spülwasser wieder abpumpen, Töpfe und Teller durch Wärme vom Restwasser befreien, trocknen und danach die Tür für die Entnahme des Geschirrs wieder entriegeln. Tut er das nicht in der vorgesehenen Weise, haben wir entweder etwas falsch eingestellt oder die Maschine ist defekt und sollte repariert werden.

Welche Botschaft liefert das defekte Gerät?

Folgende Situation beschrieb eine liebe Bekannte vor einiger Zeit entnervt in ihrer E-Mail:

Mein Geschirrspüler pumpt nicht ab… ich hab alles durchgesehen und gereinigt… nix… er pumpt das Wasser nicht ab… jetzt wasche ich mit der Hand ab, das hält natürlich ziemlich auf bei einer großen Familie wie der meinen… Und ärgert mich ziemlich, noch dazu, wo der Geschirrspüler daneben steht und den Dienst beharrlich verweigert.

Heidi beim Spülen des Geschirrs einer sechsköpfigen Familie. Da kann ich mir gut vorstellen, dass das ganz schön Zeit kostet und nervt.

Doch genau das war auch das Stichwort: Den Dienst verweigern! Der Geschirrspüler erlaubte sich, was Heidi sich nicht eingestehen wollte:

  1. Ich (Geschirrspüler) will den Schmutz (Streitereien mit Kindern und Mann) nicht loswerden.
  2. Ich (Geschirrspüler) verweigere den Dienst (bin dafür nicht zuständig)

Es gab in diesem Fall also zwei Botschaften, die für Heidi wichtig waren. Der defekte Geschirrspüler zeigte ihr durch das schmutzige Wasser, das nicht abgepumpt wurde, zwei Dinge:

  1. Sie beschäftigte sich in Gedanken oft viel zulange mit den Streitigkeiten innerhalb ihrer Familie. Das erwähnte sie schon bei einem vorangegangenen Gespräch. Sie mochte es einfach nicht, wenn Unfrieden zwischen den Familienmitgliedern herrschte. (stehendes Schmutzwasser)
  2. Sie kümmerte sich jederzeit um die ganze Familie, anstatt teilweise Verantwortung abzugeben (den Dienst verweigern). So blieb als Folgewirkung auch der komplette händische Abwasch an ihr hängen obwohl sie 5 Paar helfende Hände an ihrer Seite gehabt hätte.

Zufall oder doch nicht?

Du kannst jetzt klarerweise sagen, dass das Zufall war. Dass ein Geschirrspüler ja nicht denken und auch nicht eigenmächtig handeln kann.

Stimmt genau!

Und mit diesem Einwand lieferst du zugleich auch das beste Argument für folgende Feststellung:

Technische Geräte sind aus meiner Sicht die besten Spiegelbilder überhaupt. Sie können nicht selbständig denken (noch nicht. Wer weiß, was in den nächsten Jahren noch alles auf uns zukommt). Daher kann dich auch keines dieser Blechdinger mutwillig ärgern. Es ist, wie es eben grade ist bzw. tut, was es tut oder aktuell grade nicht tut. Das WIE und das WAS allerdings ist DEINE Bewertung.

Und schon landen wir wieder bei meinem Lieblingssatz:

Du kannst nur wahrnehmen, was auch in dir grade aktuell vorhanden  ist.

Wenn mein lieber Schatz ein technisches Gerät mit wenigen Handgriffen wieder zum Laufen bringt obwohl es mir zuvor nicht gelungen ist, zeigt das klarerweise MEINE aktuellen Gedanken und Bewertungen, nicht seine. Schließlich hatte ich mich drüber grün und blau geärgert, nicht er.

Hat also eines deiner technischen Geräte einen Defekt, so hat das immer auch mit DIR zu tun! Ob das nun ein Haushaltsgerät, der Computer, dein Smartphone oder dein Auto ist, ist dabei völlig gleichgültig. Die Reparatur wird dir möglicherweise nicht erspart bleiben – nicht immer lässt sich alles selber wieder beheben.

Ein Blick in den Spiegel hilft dir jedoch, deine eigenen Bewertungen zu hinterfragen und wieder zurecht zu rücken.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

 

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14 Kommentare, sei der nächste!

  1. Großartig! Da muss ich doch mal überlegen, was in der Vergangenheit so alles kaputt gegangen war…mein altes Auto war ja der Dauerbrenner, bis am Schluss sämtliche Elektronik versagte. Da war der burnout nicht mehr weit.

    1. Liebe Sybille, das Auto = Selbst ist mit eines der besten Spiegelbilder überhaupt. Beginnend mit dem Aussehen, der Motorstärke, der diversen Extras und natürlich der entsprechenden technischen Defekte, die die Autofahrer und Autofahrerinnen manchmal ziemlich nerven. Über dieses spezielle Thema werde ich demnächst eine eigene Beitrags-Serie schreiben.
      Ausfall der Elektronik und Burnout ist ein wundervolles, wenn auch schmerzliches Beispiel. Ich hoffe, du hast alles gut überstanden und hast mittlerweile einen Gang zurück geschaltet?
      Liebe Grüße
      Christine

  2. Liebe Christine,

    wusst ich es doch, dass die Geräte auch so ein kleines Herzelchen haben 😉 und so ihr Eigenleben führen, wenn auch als unser Spiegelbild.

    Ja, das habe ich auch schon mehrfach erlebt. Es ist doch wirklich interessant, wenn man dann hinterher alles auseinander nimmt und anfängt zu verstehen, warum das so passiert. Gerade eben habe ich durch deinen Artikel die Erklärung bekommen, warum heute morgen ein Programm nicht funktioniert hat. Ich habe eben getestet – es geht wieder, juhuuuu. Nachdem meine Wut verraucht ist….

    Es ist einfach genial mit unseren Spiegelbildern….

    Herzliche Grüße
    Barbara

    1. Ich seh das auch so, liebe Barbara. Und vor allem: die diversen Geräte können uns – weil „leblos“ (zumindest verstehen wir das gemeinhin so) – nicht absichtlich schaden.
      liebe Grüße
      Christine

  3. Liebe Christine,

    interessante Sichtweise. Da werde ich nochmal drüber nachdenken. Bei meiner Schwägerin haben in letzter Zeit nämlich einige Geräte die Arbeit verweigert.
    Außerdem kann man das sicherlich auch auf andere Dinge übertagen, nicht nur auf Geräte.

    Liebe Grüße
    Gabi

    1. Liebe Gabi, klar kannst du das auf andere Dinge übertragen – ganz gleich, auf was. Letztendlich ist es völlig gleichgültig, wo du hinschaust. Was immer dich emotional berührt ist es in jedem Fall wert, genauer betrachtet zu werden. Es geht ja IMMER um DEINE Bewertung, die Bedeutung, die DU einem Ding, einer Person oder einer Situation gibst.
      Alles Liebe
      Christine

  4. Wie wahr! Bei meinem Mann funkioniert nie etwas auf Anhieb.Und dann schimpft er über das blöde Zeugs !! Bei mir schon.

    1. Liebe Bernadette, du „funktionierst“ – so scheint es – immer auf Anhieb… Ob das – bei DIR gut oder weniger gut ist, kannst nur du beurteilen. 😉 Vergiss nicht: Dein Mann ist DEIN Spiegelbild!
      Liebe Grüße
      Christine

      1. Vielen Dank für die so rasche Antwort.
        ja, mein Mann spiegelt mich, na da stimmt ja einiges nicht mit mir. Und was hat er mir da gespiegelt ?

        Liebe Grüße Bernadette

  5. Liebe Christine,
    ein kleiner , sehr ärgerlicher Defekt macht mir zu schaffen: Stell Dir vor eine Kühlkombination , oben Eiskasten, unten Gefrierschrank. Die Scharniere sind ausgeleiert, öffne ich oben geht auch die untere Tür auf und vice versa:-(. Bei 2 Kindern , die den Eiskasten gefühlte 50 mal täglich öffnen, Kannst Du Dir vorstellen, wie es um die Temperatur unten bestellt ist. Der Monteur hat´s gerichtet, aber gemeint, das wird nicht lange halten!
    Ok soweit, was heisst das jetzt für mich? Es reibt, wo es nicht reiben sollte? Nach Deiner Technik, ich bin Du, ich bin also das Scharnierl, aber was will mir das sagen? das Bild ist mir alles andere als angenehm, macht mich betroffen ohne dass mir dazu was einfiele……
    Ich grüble…
    Liebe Grüße
    Christine

    1. Liebe Christine,
      Eiskasten = Ich. Ich bin/etwas in mir ist „ausgeleiert, hält nicht mehr lange. Die Temperatur/Emotion (bei welchem Thema?) steigt…
      Was dir der Eiskasten zeigt, sollst du dir eingestehen, dass es aktuell auch in dir vorhanden ist. Trau dich hinzuschauen, auch wenn es manchmal weh tut. Anders kommst du deinem Denkmuster/negativem Glaubenssatz nicht auf die Spur.
      liebe Grüße
      Christine

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