Spiegelbilder suchen – Botschaften erkennen

Suchst du manchmal nach Spiegelbildern, die du entschlüsseln möchtest und findest keines? Bist du manchmal unzufrieden mit der Botschaft, die sie dir – wenn du denn eins gefunden hast – vermitteln wollen bzw. können? Du kannst sicher sein, damit bist du nicht alleine. Auch mir geht es manchmal so und dann denk ich mir: Was soll’s, worüber wunderst du dich? Sei doch froh, wenn zur Zeit alles gut läuft und kein Anlass zum Entschlüsseln eines Spiegelbildes besteht.

Aber ist es wirklich so? Täuschen wir uns da nicht selber, weil wir irgendwo nicht so genau hinschauen wollen? Könnte es sein, dass dann Hinweise ans Licht kommen, die wir in Wahrheit gar nicht annehmen wollen?

Selbsttäuschung

Ich geb‘ dir dazu ein Beispiel:

Marion, eine lieben Bekannte von mir, hatte vor kurzem ein Problem mit ihrem Mobiltelefon. Ganz gleich, wohin sie ging oder wo sie sich gerade befand, ob bei Tag oder bei Nacht: Ihr Mobiltelefon lag immer griffbereit und sichtbar ganz in ihrer Nähe.

(Ja, auch im Badezimmer. Vielleicht sollte sie sich doch besser ein wasserfestes Teil besorgen 😉 )

Wie auch immer… vor einiger Zeit  musste sie durch zunehmend ungehaltene Anrufe von Freunden feststellen, dass die Mailbox ihres Mobiltelefons keine Nachrichten speicherte. Obwohl sie diese Funktion aktiviert hatte,  wurde nichts aufgenommen. Nach mehreren ergebnislosen Versuchen, die Funktion der Mailbox zuerst zu deaktivieren und danach wieder neu zu aktivieren warf sie verärgert ihr Mobiltelefon in eine Ecke und rief mich an.

Welches Mobiltelefon ich ihr empfehlen könnte und wo sie sich das besorgen sollte fragte sie mich. Ansonsten laufe alles bestens und es ginge ihr hervorragend. Sie brauche bloß ein neues Mobiltelefon und dann wäre sie glücklich und zufrieden.

Dass die wahre Ursache dieses technischen Problems auch bei ihr oder besser in ihr liegen könnte, kam ihr gar nicht in den Sinn. Darauf angesprochen schloss sie das natürlich völlig aus. Doch es war ein mehr als deutliches Spiegelbild. Ihr Mobiltelefon zeigte deutlich, was sich Marion nie und nimmer eingestehen wollte:

Botschaft und Erkenntnis

Ich brauche nicht immer und überall erreichbar zu sein. Was wirklich wichtig ist, findet den Weg zu mir. Ich darf mir auch Zeit für mich nehmen ohne vom Telefon gestört zu werden.

Marion gehörte nämlich zu den Menschen, die absolut nichts versäumen wollen. Die immer und überall dabei sein und über alles informiert sein wollen. Schließlich könnte ja die Welt untergehen und sie hätte keine Ahnung, wie das passieren konnte.

Dieses Denkmuster stammte aus einem Erlebnis in ihrer Jugend. Marion versäumte damals eine lang ersehnte Verabredung mit einem jungen Burschen, den sie glühend verehrte. Der Grund war ein Stromausfall und eine daraus resultierende „tote“ Telefonleitung. Der Kerl hat sich danach nie wieder gemeldet,  sein Interesse an Marion hielt sich offenbar doch sehr in Grenzen.  Damals aber schwor sie sich, in Zukunft immer erreichbar zu sein um den Anruf ihres Traumprinzen nicht zu verpassen. Dass sie diesen mittlerweile längst an ihrer Seite hatte, war ihr offenbar nicht bewusst.

Manchmal braucht es eben ein aussagekräftiges Spiegelbild, damit endlich auffällt, was da grade völlig schief läuft. Dabei ist keine lange Suche nötig, sondern du brauchst einfach nur genau hinzuschauen.

Abschließend noch eine kurze, persönliche Anmerkung:

Mobiltelefone sind nützliche und sehr praktische Dinge. Sie können Hilfe herbeiholen, ja sogar Leben retten. Doch sie können auch tyrannisieren und den Angerufenen zum Sklaven seines einstmals so sehr geliebten Gerätes machen, wenn… ja, wenn er nicht im Stande ist, sich von dieser Abhängigkeit zumindest zeitweise zu befreien.

Manchmal frag ich mich: Wie ging das bloß noch vor einigen Jahren – ohne Mobiltelefon?

Das war wohl richtig schlimm! Da war man gezwungen, sich abends in aller Ruhe zusammen zu setzen und über die Ereignisse des Tages zu erzählen – von Angesicht zu Angesicht. Man konnte sehen, ob das den anderen interessierte, ob er Anteil nahm am Gespräch (und nicht – wie heute – das Telefon einfach irgendwo hinlegt und ganz was anderes macht).  Oder man freute sich auf den Briefträger, der einem den lang ersehnten Brief des Liebsten in die Hand drückte…

Altmodisch und Schnee von gestern? Vielleicht… dennoch war es schön und ging vor allem direkt von Herz zu Herz.

Beantworte ehrlich und ganz für dich folgende Fragen:

  • Wie geht es dir damit?
  • Wie benutzt du dein Mobiltelefon?
  • Nimmst du dir genügend Zeit für dich selbst und für gute Gespräche mit deiner Familie?
  • Hast du Angst, etwas wichtiges zu versäumen, wenn du dein Telefon einmal nicht in deiner Nähe hast?
  • Wie oft schaust du auf das Display in Erwartung des lang ersehnten Anrufes oder der SMS?

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

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5 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo liebe Christine,

    wieder ein toller Beitrag.
    Ich nutze mein Mobiltelefon nur, um geschäftlich erreichbar zu sein. Wenn ich es mal nicht höre rufe ich entweder zurück, wenn die Nummer hinterlegt ist, ansonsten denke ich, dass derjenige wieder anruft, wenn es wichtig ist.
    Ich habe auch noch ein altes Mobiltelefon, also kein neumodisches Smartphone. Mir reicht es, am PC zu arbeiten, da brauch ich den ganzen Zip und Zap nicht, solange das Telefon noch funktioniert.

    Liebe Grüße
    Gabi

    1. Liebe Gabi,
      ich hab seit ca. einem Jahr ein Smartphon – gezwungernermaßen – da sich mein altes Mobiltelefon nicht mehr gut aus- und einschalten ließ. Doch ich halte es genau wie du: Wenn mich ein Anrufer nicht persönlich erreicht und nichts auf die Mobilbox spricht, dann war es wohl aktuell nicht so wichtig und er/sie wird sich später wieder melden.
      alles Liebe
      Christine

  2. Hallo liebe Christine! Vorweg – ich liebe mein Iphone. Trotzdem geht`s mir manchmal ähnlich, wie zum Schluss in deinem Beitrag. Auch ich denke oft … ja sehne mich bisweilen nach der „früheren, guten, alten Zeit“, du weißt, wie ich es meine. Dieses Zurückblicken betrifft nicht nur die moderne Kommunikationstechnik, sondern auch anderes, wie zum Beispiel unsere Wiener Beisln, die vom Aussterben bedroht sind … oder das Zu-Betonieren von Gärten, damit man nicht Rasen mähen muss (wie hier in meiner Siedlung gesehen!) … oder die ständig neuen, immer komplizierteren Automaten in Banken … wo vorgestern eine alte Frau mit Hut seit geraumer Zeit auf Hilfe eines Kunidgen wartete, der ihr weiter hilft … Liebe Grüße!

    1. Der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten… ist ja auch gut so. Dennoch sollten wir dabei auf „alte“ und bewährte Dinge und vor allem Werte nicht vergessen und sie immer wieder in unser Leben einbauen. Da ist vor allem auch unsere Hilfsbereitschaft gefragt!
      Neue Besen kehren gut sagt ein altes Sprichwort, doch das stimmt eben nicht immer.
      Alles Liebe
      Christine

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