Spiegelbilder… und kein Ende!

Jetzt aber – leg endlich los! Mach doch endlich! Ich dachte, das läuft schon längst!

Solche oder so ähnliche Wortmeldungen hörte oder las ich in den letzten Tagen von lieben Freundinnen öfter… und sie haben ja Recht! Ich wollte schon vor längerer Zeit mit diesem Blog beginnen. Aber was schreib ich denn da am besten? Oder anders gefragt: Wie pack ich‘ denn am besten an?

Und da kam die Initialzündung durch Markus Cerenak und seinen Blog-Bang zum Thema „Warum“ genau richtig. „Warum tu ich mir das eigentlich an?“ fragte ich mich. Und die Antwort kam sofort: Weil es mir große Freude macht, meine Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen. Es ist mir ein Herzensanliegen zu zeigen, wie einfach es sein kann, aus den niemals endenden Spiegelbildern unseres Lebens zu lernen. Und außerdem schreibe ich gerne.

Aber wie ist das nun mit den Spiegelbildern? Wieso können die niemals enden?

Ganz einfach: Sieh dich um in deinem Leben und – ich geh davon aus, dass du nicht als Eremit auf einer einsamen Berghütte lebst (und selbst dann hättest du Spiegelbilder um dich, wenn auch andere) – alles um dich herum ist ein Spiegel deiner eigenen Gedanken, Bewertungen, Interpretationen.

Alles, was dich trifft, betrifft dich!

Wenn dich also eine Person oder Situation emotional aus der Bahn wirft, hilft es, deine eigene Sichtweise zu hinterfragen. Nimm dir ein paar Minuten Zeit und frag dich selber, was genau es ist, was dich am anderen so besonders stört. Wahrscheinlich hast du schon früher einmal schlechte Erfahrungen mit der entsprechenden Verhaltensweise gemacht, die jene Person dir gezeigt hat. Frage dich, ob du diese Verhaltensweise nicht auch anders bewerten könntest.

Ein einfaches Beispiel:

In deiner Abteilung gibt es einen Kollegen, der dich immer wieder richtig wütend macht. Er ist – aus deiner Sicht – sowas von stur und dickköpfig. Das ist absolut unglaublich. Dem kann man mit noch so starken Argumenten kommen, das ist dem absolut schnuppe. Der bleibt bei seiner Meinung und handelt auch entsprechend. Mit dem kannst du einfach nicht zusammen arbeiten.

Nun gibt es jedoch eine andere Kollegin, die kommt mit dem „Sturkopf“ sehr gut zurecht. Die sagt z.B. über ihn, er wäre absolut konsequent, geradlinig in seinen Aussagen und – für sie ein besonderes Plus – hundertprozentig verlässlich.

Also was denn nun? Stur oder verlässlich? Dickköpfig oder konsequent? Vier Aussagen – und alle sind passend, je nach Sichtweise und Erfahrungen der einzelnen Kollegen. Doch welche ist denn nun die richtige?

Und genau darum geht es: Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nur unterschiedliche Bewertungen über ein und die selbe Verhaltensweise. Das was du am anderen ablehnst, lehnst du auch in dir selber ab. (Du würdest dich doch niemals so stur verhalten, wie Kollege X. Das geht doch nicht. Was denken denn da die anderen, und vor allem der Chef?)

Hast du schon einmal drüber nachgedacht, wie sehr du dich danach richtest, was andere von dir wollen und vor allem wie sie dich haben wollen? Bist du wirklich du selbst? Lebst du so, wie es deinem wahren Wesen entspricht? Oder verbiegst du dich in der einen oder anderen Richtung, weil du Sorge hast, dass dich andere Menschen nicht mehr mögen würden, lebtest du nach deinen eigenen Vorstellungen?

Eigenschaften und Verhaltensweisen, die du an anderen Menschen verurteilst, verurteilst du auch an dir selber und daher erlaubst du dir nicht, sie zu leben. Damit du erkennst, welche Eigenschaften das sind, schau dich einfach um. Wirf einen kritischen aber ehrlichen Blick in die Spiegelbilder der Menschen, die dich umgeben. Sie liefern dir täglich unzählige Hinweise – durch ihr Verhalten.

Nimm dir vor, jeden Abend zumindest eine Eigenschaft aufzuschreiben, die dich an diesem Tag ganz besonders genervt oder schmerzlich berührt hat. Versuche danach, ein anderes, positives Wort dafür zu finden. Eine kleine Hilfe dazu: Schlüpfe gedanklich in die Schuhe dieser Person und frag dich: „Wenn ich diese Person wäre, was wäre dann meine besondere Fähigkeit, die durch dieses Verhalten zum Ausdruck kommt?“ Die Antwort darauf ist die Eigenschaft, die du in dein Leben integrieren solltest.

Schau in den Spiegel und liebe Grüße

Christine

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