Telefonleitung besetzt

Unsere Telefonleitung – die vom Festnetz – ist besetzt… seit der Installation unseres neuen Modems. Das Internet funktioniert bestens, das Festnetz leider nicht mehr. Sobald ich den Telefonhörer auch nur abhebe, ertönt das Besetztzeichen.

Die Idee, das alte Modem gegen ein neues, angeblich schnelleres, zu tauschen, hatte übrigens mein Liebster. Ihm geht alles zu langsam (zumindest bei den Anderen 😉 Die Rückgabefrist von zwei Wochen ist mittlerweile abgelaufen und nun soll idealerweise ich, da das Telefon auf meinen Namen läuft, dieses Problem wieder aus der Welt schaffen.

Kennst du das auch, dass dir jemand etwas aufs Aug‘ drücken will, für das du eigentlich nicht zuständig und auch nicht verantwortlich bist? Nur deswegen, weil du es möglicherweise kannst? Und je geschickter du in verschiedenen Dingen bist, desto öfter kommt der Hinweis: Machst das doch du, du kannst das ja viiel besser.

Die Falle

Du fühlst dich natürlich Bauchgepinselt und nimmst die Herausforderung an. Schließlich ist es ja eine tolle Sache, etwas besonders gut zu können und daher auch gebraucht zu werden. Eine herrliche Falle, in die du dabei tappst, wie ich manchmal auch noch. Schließlich erhoffst du dir ja entsprechendes Lob, wenn du es letztendlich geschafft hast. Wieviel Zeit und Mühe du dabei aufgewendet hast, danach kräht im Nachhinein kein Hahn mehr. Und ob dir das Freude gemacht hat oder nicht, ist dem jeweiligen „Auftraggeber“ auch ziemlich wurscht. Zur Ehrenrettung meines Liebsten möchte ich aber betonen, dass er mich danach zumindest lobt. Meistens jedenfalls 😉

Erkennen und vermeiden

Wie also kannst du in Zukunft diese Falle rechtzeitig erkennen und vermeiden?

  1. Frag dich einfach ganz ehrlich, ob du das auch wirklich gerne tust oder nur deshalb, weil du gut dastehen willst.
  2. Und damit es in Zukunft gar nicht erst dazu kommt: Schau einfach in den Spiegel!

Synchron laufende Spiegelbilder

In meinem Fall gab es sogar zwei Spiegelbilder:

Die besetzte Telefonleitung und das Verhalten meines Liebsten. Wenn ein Problem ansteht, das gelöst werden will, dann ist egal, wo du hinschaust. Die Spiegelbilder laufen synchron und ganz gleich, welches du hernimmst – du wirst auf dieselbe Lösung kommen.

In meinem Fall hab ich mich für die besetzte Telefonleitung entschieden, da ich technische Geräte als Spiegelbilder ganz besonders mag. Sie haben nämlich den Vorteil, dass du keinerlei positive Entsprechungen suchen musst. Der direkte Weg funktioniert hier besonders einfach:

Du bist Ich

Die besetzte Telefonleitung bin ICH.

Ich bin – derzeit – nicht erreichbar, muss nicht immer erreichbar sein. Und da es das Festnetz betrifft, also die Telefonleitung zuhause, geht es um die Erreichbarkeit im häuslichen Bereich. Das Spiegelbild der besetzten Telefonleitung zeigt mir also ganz deutlich:

Ich brauche mich nicht für alles zuständig zu fühlen. Es gibt auch andere Möglichkeiten, andere Personen, die es höchstwahrscheinlich sogar besser können, als ich. Warum also immer gleich Hier-schreien, nur weil ich es möglicherweise hinkriegen könnte? Die Betonung liegt dabei auf dem Wort „möglicherweise“, denn wie sich heute herausgestellt hat, ist es mir diesmal nicht gelungen. Trotz mehrmaligem umstecken diverser Kabelsteckverbindungen und Rückfragen bei einem lieben Bekannten besteht das Problem vor wie nach. Telefonleitung besetzt! Es muss sich also ein Fachmann der Telekom diesem Spezialfall widmen.

Na also, warum nicht gleich? Bin ich Telefonfachfrau? Nein!

Zugegeben, manche Probleme reizen mich durchaus und es macht mir oft sogar Spaß, sie zu lösen siehe Wechsel der Küchenarmatur Der Unterschied allerdings lag darin, dass ich die neue Küchenarmatur selber gewollt hatte, das neue Modem allerdings nicht, im Gegenteil. Das alte hat bestens funktioniert. Frei nach dem Motto: Never change a winning team.

Wie auch immer, fest steht: Auch an Defekten bei technischen Geräten kannst du verdrängte Anteile in dir entdecken. Sie sind einfache und direkte Spiegelbilder deiner eigenen Fähigkeiten und Talente.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

 

 

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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Christine,

    danke für diesen herzerfrischenden Artikel. Er kam aber mal wieder sowas von passgenau!!! Diese Falle wurde mir die letzten Tage auch sehr bewusst und momentan bleibt mir nichts anderes übrig, als nicht mehr hineinzutappen. Es geht einfach nicht. Riegel davorgeschoben.

    Klar wird jetzt rebelliert und mit bösen Worten geschossen, aber es geht einfach nicht mehr. Ich durfte das jetzt auch erkennen.

    Herzliche Grüße
    Barbara

  2. Einmal mehr ein lautes JA zu dir.
    Und jetzt hol ich auch dein Buch aus dem Regal und weisst genau was ich heute wieder einmal lese JA ZU MIR!
    danke fürs erinnern!
    Liebe Grüße
    Sonja

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