Vom Chaos zur Stimme des Herzens

Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: “ Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!“ … und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer. Autor: unbekannt

 

So, oder so ähnlich könnte der Beginn des Jahresrückblicks lauten. Das grade zu Ende gegangene Jahr war ziemlich heftig… so kam es mir zumindest vor. Wenigstens so lange ich es nicht mit Erlebnissen anderer Menschen vergleiche. Jammern auf hohem Niveau also?

Ja, wahrscheinlich. Dennoch…

Das eigene Unglück scheint aus persönlicher Sicht meist schlimmer zu sein, als das von anderen. Zumindest in der jeweiligen Situation. Na dann will ich doch gleich einmal einen kurzen Rückblick wagen:

Begonnen hat das Jahr 2017 für mich mit einem heftigen Schnupfen samt Halsweh und leichtem Fieber. Schlimm? Geht so, bin ja kein Mann, war daher auch kein Männerschnupfen.

Was kam als nächstes?

Im Reisebüro Badeurlaub gebucht. Leider nicht unsere Wunschdestination zur gewünschten Zeit bekommen. Schlimm? Na ja…

Was war das nächste Übel?

Mäuse im Haus! Also auf zur Mäusejagd, Fallen aufgestellt, Drahtgitter installiert etc.  Schlimm? Ja klar, auch wenn die lieben Mäuschen süß anzuschauen sind, im Haus will ich sie trotzdem nicht.

Nächster Punkt auf der Bestenliste:

Autobatterie leer! Das dumme externe Navy hatte Strom gezogen, auch bei ausgeschaltetem Motor (was ich nicht gewusst hab – stand ja alles in der Betriebsanleitung, aber wer liest das schon alles) Schlimm? Zumindest ärgerlich, musste ich doch eine Verabredung absagen und mein Auto (oder besser: die Batterie) etliche Stunden an den Saft hängen.

Weiter im Text:

Beim ärztlichen JahresTüv wurden einige Werte festgestellt, die nicht ganz in Ordnung waren. Schlimm? Für mich schon, ich wollte doch keinerlei Tabletten schlucken, war aber danach leider nötig.

Und so ging es das ganze Jahr hindurch weiter. Alle paar Wochen ein anderes Ereignis – jedes für sich genommen nicht wirklich tragisch (Gott sei Dank), doch alles zusammen gesehen… Es reicht jedenfalls! Gut, dass dieses Jahr nun zu Ende ist.

Doch ich hab daraus eine Menge für mich gelernt und zahlreiche Spiegelbilder lösen dürfen. Manche waren offenbar recht hartnäckig und haben sich noch ein weiteres Mal gezeigt. Beispiel gefällig? Gerne:

Statt Mäusen hat es sich nun eben ein Marder auf unserem Dachboden gemütlich gemacht. Der schläft ja bekanntlich am Tag und nicht in der Nacht, wie es ordentliche Menschen tun. Stattdessen hat der Mistkerl da oben herumgetobt und uns Nächte lang wach gehalten, bis wir ihm – nach gründlicher Recherche im Internet – gezeigt haben, „wo der Bartel den Most holt“.

Doch es war noch nicht genug: Ein Specht hat zwei riesengroße Löcher in unsere Hausfassade gehämmert. Und damit es noch ärgerlicher wird: Die Löcher sind gaaanz oben, direkt unter dem Dachüberstand. Also in ca. 5 Meter Höhe… und das mir, wo ich doch auf keine Leitern steigen mag und schon gar nicht in solche Höhen. Mein bester Ehemann von allen hat das liebenswerter Weise übernommen, die Löcher zugestopft und im Wind flatternde Plastikstreifen an die Wand gepint. Jetzt ist Ruhe. Endlich!!

So konnte ich erkennen, dass ich dem Kern des Spiegelbildes nach und nach immer näher kam. Zu Beginn war ich eben noch nicht ganz dort, wo ich hinwollte – nämlich ganz bei mir, in meiner Mitte, meinen wahren Wesenskern, meinem Herzen.

„Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.“ schrieb Joseph Joubert.

Wozu also Neujahrsvorsätze, die ohnehin schon wenige Tage danach nicht mehr eingehalten werden. Ab sofort höre ich statt dessen auf mein Herz und folge seiner Stimme, auch wenn sie zu Beginn noch leise sein mag. Ich werde aufmerksam zuhören, das ist ein Versprechen!

In diesem Sinne: Willkommen 2018!

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8 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Christine,

    dankeschön, dass du dein Chaos teilst. Da sieht man doch, das man nicht alleine dasteht. Auch bei mir war es ein großes Chaos, das ganze Jahr über. Immer wieder was Neues.
    Immer wieder hat was nicht geklappt, wie es sein sollte.
    Und zum guten Schluss ist dann auch noch meine Seite in die ewigen Jagdgründe verschwunden. Das war dann natürlich bitter.
    Aber….. ich denke inzwischen, das hat so seinen Sinn. Inzwischen habe ich mir einen Partner mit ins Boot geholt, der meine Texte gerettet hat und der mir jetzt die gesamte Technik macht. Und fürs kommende Jahr soll es dann gemeinsam aufwärts gehen…
    Hatte die Geschichte doch mal wieder etwas Gutes!
    Wie immer, wenn eine höhere Macht die Finger im Spiel hat. Denn es scheint im kommenden Jahr wohl auch um Partnerschaften auf allen Ebenen zu gehen. Dass man nichts mehr alleine machen muss, sondern gemeinsam stärker ist.
    In diesem Sinne wünsche ich auch dir ein wundervolles, erfolgreiches Jahr 2018 mit viel weniger Chaos-Momenten, dafür mit mehr schönen Momenten.

    Herzliche Grüße
    Barbara

    1. Danke für deine guten Wünsche, liebe Barbara. Es kann nur besser werden, folge ich doch ab nun meinem Herzen. Somit ist Chaos nur dann möglich, wenn ich nicht auf diese liebevolle, innere Stimme hören sollte. Und das merke ich ja hoffentlich so rechtzeitig, dass gar nicht erst so ein Chaos entstehen kann.
      Alles Liebe
      Christine

  2. Ja so betrachtet, war mein Jahr auch summa summara „schlimm“ Aber wie du schon so schön schreibst, man lernt dadurch und wächst an den Herausforderungen. Ich habe mich Anfang letzen Jahres schon dazu entschlossen, keine Neujahrsvorsätze zu schließen, denn – nachdem ich 4 Jahre lange einen Rückblick auf meine am Jahresbeginn gemachten Vorsätze erstellte, musste ich immer wieder feststellen, das es anders kam als geplant.

    Deshalb lasse ich es – ich habe mein großes Ziel vor Augen, kleine Ziele um es zu erreichen im Kopf und wenn ich eines nicht erreiche oder über Umwege dahin komme – dann ist das ok für mich. Und wenn ich ein Ziel als nicht mehr zeitgemäß empfinde, dann ist es gut so.

    Man kann sich auch unter Stress setzen, wenn man ständig neue Vorsätze macht und diese dann doch nicht einhalten kann.

    Ohne diese Neujahrsvorsätze lebt es sich ruhiger, gelassener und ohne schlechten Gewissens.

    1. Das seh ich genau so, liebe Birgit. Wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. Und welcher Weg sich auftut hängt von vielen Faktoren ab. Das endgültige Ziel jedoch ist immer das Gleiche: Unser Herz, die Liebe zu allem was ist… und vor allem zu uns selbst.

  3. Liebe Christine! Oh ich freue mich und meinen Glückwunsch zu deinem frisch eingeschlagen Weg des Herzens! Manchmal kann es auch eine Prüfung sein… Weil eben diese Stimme oft leise ist und vorsichtig. Doch sie hat es wahrhaftig verdient, immer gehört zu werden!

    1. Stimmt absolut, liebe Christa. Spätestens dann, wenn ich sie wieder einmal „erfolgreich überhört“ habe (in Wahrheit höre ich sie ja, nur folge ich ihr halt leider nicht immer), krieg ich eins auf den Deckel. Dann fällt es mir zwar auf, doch manchmal ist es zuspät, den Fehler zu korrigieren.

  4. Liebe Christine,

    ja das jahr 2017 hatte es auch bei uns in sich. Dieses Jahr hat glücklicher Weise deutlich besser gestartet.
    Aber auch ich habe verstanden, dass ich an den für mich sehr großen Herausforderungen im letzten Jahr gewachsen bin.
    So traue ich mir jetzt deutlich mehr zu und bin mutiger geworden. Zudem mache ich mir die schönen Momente noch bewusster und genieße diese mehr.

    Alles Liebe, Gabi

    1. Liebe Gabi, die schönen Momente bewusst genießen! Das ist ein großartiger Vorsatz (auch wenn ich keine mehr mache). Ich beginne gleich heute damit: Ich beginne heute nach viiiielen Jahren wieder mit dem Tanzen (und das auf meine „alten“ Tage). Doch es ist nie zu spät, Herausforderungen mit Freude anzunehmen und zu genießen.
      Liebe Grüße – Christine

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