Vom Warten auf etwas

Warten, warten….

Warten auf ein Gerät, das wir schon vor vielen Wochen bestellt haben, das jedoch leider noch immer nicht da ist. Warten auf ein Wunder, dass uns die eine Leuchte (mit Bewegungsmelder) unserer Außenbeleuchtung vielleicht doch wieder einmal die Gnade erweist, bei Dunkelheit unseren Hauseingang zu erhellen. (Trotz Leuchtmittelwechsel verweigert sie an manchen Tagen beharrlich ihren Dienst). Warten darauf, ob nach mehrmaligem Hin und Her der Steckverbindungen und Zeitschaltuhren eine der Lichterketten doch noch unsere Gartenterrasse in vorweihnachtliches Licht taucht.

Warten, warten, warten….

Hab ich schon erwähnt, dass Geduld mein zweiter Vorname ist? (Oh, Verzeihung, das muss wohl schon mein dritter oder vierter Vorname sein, denn da gab es ja davor schon einige andere) Wie auch immer, es nervt, wohl wissend, dass getreu meinem eigenen Motto ohnehin immer alles zur rechten Zeit geschieht. Aber wann ist das?

Also gut, ich geb ja zu, Weihnachten kommt ganz bestimmt immer zur rechten Zeit, darauf können wir uns alle verlassen. Als Kind konnte ich es kaum erwarten, endlich vor dem Lichterbaum zu stehen. Die Wochen und Tage davor zogen sich gefühlt endlos dahin, doch das Warten hat sich immer gelohnt – nicht nur wegen der Geschenke, sondern wegen des Festes an sich. Gemeinsam mit der Familie schöne Stunden zu verbringen, sie ganz für mich zu haben, das war und ist einfach wunderschön.

Doch wo liegt jetzt der Unterschied zwischen dem Warten auf ein bestimmtes Gerät, dass ewig lang nicht geliefert wird und dem Warten auf Weihnachten? In beiden Fällen heißt es zwar, sich in Geduld zu üben, doch einen entscheidenden Unterschied gibt es (nicht nur weil Weihnachten und eine Gerätelieferung nicht unbedingt was mit einander zu tun haben müssen):

Gewissheit und Ungewissheit

Weihnachten findet (zumindest in unseren Breiten) immer am 24. Dezember  statt, das ist absolut sicher. Ob  und wann ein Gerät geliefert wird ist es aber keinesfalls. Und noch ein paar interessante Aspekte zum Thema warten gibt es.

  • Warten darauf, dass jemand anderer etwas tut, was du möglicherweise selber machen könntest. Z.B. Fragen, weil du etwas nicht ganz verstanden hast.
  • Warten darauf, dass sich eine bestimmte Sache von selber erledigt (passiert ja manchmal tatsächlich, wenn man die entsprechende Geduld mitbringt). In deinem Umfeld gibt es ein Problem, das gelöst werden sollte.
  • Warten darauf, dass jemand anderer eine Entscheidung trifft. Du stehst vor einer Entscheidung, weisst aber selber nicht, welche Wahl die bessere ist.

Ein Wort und viele mögliche Ursachen… oder doch nur eine einzige? Schau einfach mit mir gemeinsam in den Spiegel.

Was zeigt sich im Spiegel?

  • Es ist nicht das erste Mal, dass du auf eine Lieferung ewig lang warten musstest. Wird also diesmal genau so sein.

Ist es die Ungewissheit oder mangelndes Vertrauen in den anderen?

  • Du traust dich nach einem Vortrag nicht, etwas zu fragen, weil du dann möglicherweise als unwissend oder nervend angesehen werden könntest.

Ist es Unsicherheit und fehlendes Selbstbewusstsein?

  • Eine bestimmte Sache ist dir zwar unangenehm, aber nicht so wichtig und du hoffst, dass sich das Problem irgendwie von selber löst.

Ist es Gleichgültigkeit?

  • Du traust dir nicht zu, eine bestimmte Wahl zu treffen, also lässt du jemand anderen für dich entscheiden.

Ist es mangelndes Selbstvertrauen?

Letztendlich ist es immer ein und dieselbe Ursache:  es sind deine eigenen Gedanken und Überzeugungen, die deine Wirklichkeit hervorruft.

Wenn du wieder einmal auf etwas wartest, dann stell dir einfach diese vier Fragen. Die Antworten darauf zeigen dir, welche Gedanken du grade in dir trägst und welche Botschaften du daraus erkennen kannst.

Denk immer daran:

Was du in der anderen Person oder Situation wahrnimmst, bist DU.

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!
Herzliche Grüße
Christine

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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Christine,

    manchmal ist man aber auch auf andere angewiesen und muss warten bis eine Entscheidung gefallen ist, z. B. bei einem Bewerbungsvorgang. Bei jeder abgesendeten Bewerbung hofft man und muss doch warten oder siehst du das anders?
    Natürlich mach ein schwaches Selbstbewusstsein, die Warterei nicht angenehmer, das ist schon klar.
    Oder ein weiteres Beispiel: Wenn man weg will, z.B. Umziehen oder verreisen, aber erst zu einem bestimmten Termin an einem anderen Ort ankommen kann, weil die Wohnung erst zu einem bestimmten Zeitpunkt frei wird oder man eine Unterkunft dort gebucht hat.

    Bei all diesen Dingen und sicherlich noch weiteren mehr, braucht man Geduld, auch wenn es noch so schwer fällt.

    Liebe Grüße
    Gabi

    1. Liebe Gabi,
      stimmt, das Warten kann manchmal ziemlich viel Geduld erfordern. Steht die Gewissheit im Vordergrund, dass das Gewünschte auch eintrifft, dann fällt das Warten ziemlich leicht (meistens jedenfalls). Ist jedoch die Unsicherheit im Vordergrund, dann ist es schon viel schwieriger. Das Endergebnis jedoch hat immer mit unseren eigenen Überzeugungen zu tun…
      liebe Grüße
      Christine

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