Was eine Kapsel mit deinem Ziel zu tun hat

Du kennst sicher eines dieser Sprichwörter:

„Bescheidenheit ist eine Zier… doch weiter kommt man ohne ihr!“ oder „Wer hoch hinauf will, kann tief fallen!“

Das hörte ich oft von meinen Eltern. Was nichts anderes bedeutete, als: schön bescheiden bleiben, sich nicht zuviel einbilden, keine Luftschlösser bauen.  Schließlich kann man ja nicht alles im Leben haben. Und wenn man es doch versucht, zu kriegen, dann fällt man sicher auf die Schnauze und es folgt die entsprechende Strafe auf dem Fuße.

Nun gibt es immer wieder Menschen, die genau das tun: Sich etwas trauen, was noch nie zuvor versucht wurde. (Gott sei Dank gibt es sie, sonst wären wir heute um viele Erkenntnisse unterschiedlicher Wissensgebiete ärmer.)

Einen von ihnen möchte ich heute als Beispiel anführen: Felix Baumgartner.

Er hatte schon vor vielen Jahren den Traum, im freien Fall viele Minuten durch die Luft zu fliegen – nicht als Fallschirmspringer von einem Flugzeug aus, sondern von einer kleinen Kapsel aus vielen Kilometern Höhe. Und mittlerweile konnte er sich seinen Traum mit Hilfe und Unterstützung eines sehr engagierten Teams erfüllen.

Auf seinem Weg dahin hatte er bereits viele abenteuerliche Erfahrungen gemacht, doch  letztlich ist er immer erfolgreich gewesen.

Vor bald drei Jahren schien es, als hätte ihn diesmal das Glück verlassen. Der Start zu seinem größten Abenteuer – in einer Druckkapsel mittels eines Heliumballons  in die Stratosphäre aufzusteigen  und von über 36.500m Höhe abzuspringen – wurde wegen zu starkem Wind mehrmals verschoben. Er wollte, nur im Schutzanzug und mit Fallschirm, im freien Fall die Schallmauer durchbrechen und wohlbehalten zu Mutter Erde zurückkehren.

Und er wollte den bestehenden Rekord brechen. Der lag bis dahin bei 31.333m.

http://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Baumgartner

Die Meinungen dazu waren geteilt. Ich habe in einer Freundesrunde die Frage gestellt, was sie denn über dieses Abenteuer, der Person  und dem ganzen Drumherum so dachten. Und ich erhielt extrem unterschiedliche Meinungen zu hören. Von „der ist ja verrückt“ über „das Geld wäre wohl anderweitig besser ausgegeben“ bis „großartig, dass es einen Menschen gibt, der sich sowas traut“ war so ziemlich alles dabei.

Geltungssucht, Neidgefühle, Todessehnsucht, Rekordsucht, Angeberei, Wahnsinn… die Liste der erwähnten Eigenschaften und Verhaltensweisen ließe sich bestimmt noch erweitern.

Und ich muss zugeben, bei oberflächlicher Betrachtung lag wirklich all das drin, was die Befragten geantwortet hatten. Eines ist jedoch klar: Es waren ihre eigenen Spiegelbilder. Ihre eigenen Bewertungen und Urteile.

In einer stillen Stunde ging ich in mich und schaute einmal genau hin, was denn dieses Abenteuer für mich bedeutete und wie ich es bewertete. Und nach genauerem Hinsehen und geändertem Blickwinkel sah es aus meiner Sicht schon ganz anders aus.

Da ist ein Mensch, der alles tut, um seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Der sich optimal vorbereitet, körperlich wie mental. Ein Mann, dem es gelingt, andere Menschen dafür zu begeistern und auf diesem Weg die nötigen Mittel für den enormen technischen Aufwand zu organisieren.

Und, da ist ein Mann, der nicht aufgibt!

Auch wenn sich der Wind gegen ihn stellt. Er kennt die Risiken. Er weiß, dass auch bei bester Vorbereitung ein Restrisiko bleibt. Aber er lässt einfach nicht locker – und mit ihm das ganze Team.

http://www.kleinezeitung.at/sport/mehrsport/3139338/menschen-hinter-felix-baumgartner.story

Und sie haben es gemeinsam am Sonntag, den 14. 10. 2012 nochmals versucht… und haben es geschafft!!!! Felix Baumgartner ist aus einer Höhe von knapp 39km über der Erde aus der Kapsel gekippt und hat als erster Mensch die Schallmauer im freien Fall durchbrochen! Einfach großartig!!!!

Viele Leute fragten damals: 7 Jahre Vorbereitung für knappe 5 Minuten freien Fall – lohnt sich den das?

JA, ES LOHNT SICH!

Es hat sich in jedem Fall gelohnt, und zwar schon allein deswegen, weil uns ein Mensch gezeigt hat, was konsequentes, zielgerichtetes Denken bewirken kann. Er hat uns gezeigt, was es heißt, neugierig zu sein und voll Freude und Begeisterung und allen Widrigkeiten zum Trotz einen Schritt nach dem anderen zu machen. So lange, bis das gewünschte Ziel erreicht und der Traum endlich Wirklichkeit geworden ist.

Das kannst du auch!

Nimm dir Zeit, vielleicht am Wochenende oder im nächsten Urlaub, und schreib eine kleine Liste von Dingen, die du schon immer einmal ausprobieren wolltest. Ganz egal, wie verrückt sie auch klingen mögen – ist ja nur für dich und Top secret!

Muss ja nicht gleich ein Strahtosphärensprung sein 😉

Ein Fallschirmsprung z.B. tut’s ja auch. Eine Fahrt mit einem Heißluftballon, oder eine Wander- oder Klettertour auf einen für dich ganz besonderen Gipfel. Vielleicht ist es ja auch eine Fahrt mit einem Schiff oder ein Schnorchelabenteuer oder …, oder…, oder…

Die Möglichkeiten sind unbegrenzt und keinesfalls abhängig von einer gut gefüllten Geldbörse.

Wichtig ist bloß, dass es dir Freude machen würde, diese Erfahrung zu machen.

Hast du dein Traumziel gefunden, dann schreib es auf und notiere alles, was du dazu (noch) brauchst.

  • Setz dir ein klares Ziel mit Datum, wann du es erreicht haben willst.
  • Unterteile es, wenn nötig, in kleinere Zwischenetappen.
  • Such dir eine Person, die dich dabei unterstützt, dein Ziel nicht aus den Augen zu lassen. Wähle dabei mit Bedacht, denn eine falsche Wahl kann deinen Traum zunichte machen.
  • Mach dir ein Bild von deinem Ziel und stell dir vor, wie es sich anfühlt, bereits dort zu sein.
  • Du kannst auch spielerisch vorgehen und dir eine Collage basteln mit Ausschnitten aus Zeitschriften, einem Foto von dir etc.

 

Leg einfach los und spring über deinen Schatten des „das kann ich doch nicht“ oder „das schaff’ ich nicht“.

Du kannst es – glaub an dich! Und nimm dir, wenn du magst, Felix Baumgartner als motivierendes Beispiel. Er ist letztlich auch dein Spiegelbild.

 

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

 

 

 

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Sehr gelungenes Beispiel, unser Felix Baumgartner. Jetzt würde mich interessieren, was sich die Verfasserin dieses Blog-Artikels als „Sprung“ vorgenommen hat? Oder gerade mitten drinnen ist vielleicht? Lieben Gruß! Christa

    1. Liebe Christa,
      einen kleinen Sprung hab ich schon gemacht: Ein völlig neues Auto – erstmals mit Automatik! (Bisher fuhr ich ja eher einfache Gefährte und noch dazu nicht mehr neu). Zugegeben ein kleines „Sprünglein“, doch mir fällt sicher bald was größeres ein.
      Liebe Grüße
      Christine

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