Wie du lernst, ein Herz für deine Schwächen und Schattenseiten zu entwickeln.

JA ZU MIR / Teil 1

„ Ich liebe mich bedingungslos“. Ein ganz einfacher Satz, findest du nicht? „Ich bin, wie ich bin und nicht so, wie mich die anderen haben wollen. Ich stehe zu meinen Stärken UND Schwächen und fühle mich völlig OK. Ich bin etwas ganz Besonderes und mit niemandem zu vergleichen.“

So beginnt das Kapitel 1 meines ersten Buches.

Wäre das nicht toll, wenn du das mit einer absoluten Selbstverständlichkeit jeden Tag zu dir selbst sagen könntest? Wenn das der Fall sein sollte – wunderbar! Falls es aber doch noch irgendwo hakt, frag dich einmal:

Was hindert mich eigentlich daran, diesen Satz aus tiefster Überzeugung zu mir zu sagen?

Vielleicht geht es dir ja so ähnlich wie Sandra und Oliver in meinem Beispiel:

Sandra fragt sich, wie sie sich denn selbst lieben soll, sich vollkommen in Ordnung fühlen soll, wenn es doch nicht so ist! Ein Blick in den Spiegel sagt ihr doch jeden Tag das Gegenteil! Sie hat mindestens 10 Kilo Übergewicht, die Falten in ihrem Gesicht werden nicht weniger und die ersten grauen Haare sind schon deutlich zu sehen. Dazu kommen dunkle Schatten um die Augen, weil sie vor lauter Ärger und Sorgen der Kinder wegen schlecht geschlafen hat. Sie ist total wütend auf sich, weil sie es einfach nicht schafft, nein zu sagen – bei den Wünschen der Kinder, den Forderungen ihres Chefs und schlussendlich bei ihren Heisshungerattacken.

Oliver ist ein Workaholic. Er arbeitet Tag für Tag bis in den späten Abend hinein im Büro. Sogar übers Wochenende nimmt er sich oft noch liegengebliebene Arbeit mit nach Hause. Er will seinem Image des perfekten, erfolgreichen Firmenchefs gerecht werden. Damit ihn nicht die Müdigkeit übermannt, trinkt er Unmengen von Kaffee und raucht eine Zigarette nach der anderen. Für Freizeitaktivitäten bleibt so gut wie keine Zeit. Er hat Angst davor sich und vor allem anderen Menschen gegenüber ein zu gestehen, dass er in Wahrheit gar nicht so überperfekt ist. Doch dann wäre er angreifbar. Er fürchtet, seine Mitarbeiter würden ihn dann nicht mehr respektieren.

Lebst du auch manches Mal nach vorgegebenen Idealen und Klischees? Jugend- und Schlankheitswahn, Überverantwortung in Familie und Beruf, perfekt sein müssen, immer besser sein zu wollen als  andere usw?

Wir wollen gar nicht wirklich wir selbst sein – einfach so wie wir nun einmal sind, mit allen Ecken und Kanten. Wir möchten lieber so sein wie… oder so aussehen wie… Wir verbiegen uns  geistig in alle Richtungen und wundern uns dann, warum wir ständig Probleme mit unserer Wirbelsäule haben. Rückenschmerzen und Kopfweh sind mittlerweile unsere ständigen Begleiter. Bluthochdruck und Übergewicht sind zur Volkskrankheit Nummer eins geworden. Dabei zeigen doch unsere Krankheitssymptome ganz deutlich, dass in uns etwas nicht stimmt. In unserem Denken. Krankheitssymptome sind der äußere Ausdruck unserer inneren oft unbewussten Überzeugungen und Verbote. Sie sind sichtbar gewordene Lieblosigkeit uns selber gegenüber.

  • Wie kannst du nun aus dieser ständigen Selbstinszenierung ausbrechen?
  • Was kannst du tun, um deinem wahren Selbst wieder näher zu kommen?
  • Welche Tools können dir dabei helfen, dich so anzunehmen und zu lieben, wie du tatsächlich bist?

Du willst regelmäßig kostenlose Tipps, die dein Leben einfacher machen? Trage gleich hier deinen Vornamen und deine E-Mail-adresse ein und hole dir zusätzlich kostenlos

10 Empfehlungen für ein glückliches Leben.

Deine Daten sind bei mir absolut sicher und werden in keinem Fall an Dritte weitergegeben!

Dazu brauchst du zunächst ein Blatt Papier und einen Stift… ach ja, und natürlich ein wenig Zeit.

Notiere dir Punkt für Punkt, was dir an dir/deiner Lebenssituation nicht gefällt:

  • Was möchtest du an dir verändern oder verbessern?
  • Welche Eigenschaften möchtest du optimieren?
  • Was soll sich in deiner beruflichen Situation verbessern?
  • Wie soll deine Partnerschaft/Beziehung aussehen?

Um das herauszufinden ist es wichtig, dass du ganz ehrlich zu dir bist, ohne dich dabei zu verurteilen oder abzuwerten. Keine Eigenschaft ist gut oder schlecht, jeder sieht sie anders und zwar immer durch den Spiegel seiner eigenen, mit dieser Eigenschaft gemachten Erfahrungen.  Es hilft auch, gute Freunde zu befragen, wie du von ihnen gesehen wirst. Bitte sie, unbedingt ganz ehrlich zu dir zu sein, denn Komplimente sind zwar etwas Wohltuendes, sie helfen aber in diesem Fall nicht weiter.

Wenn es dir gelingt, deren Bewertung nicht als Verurteilung, sondern als konstruktive und nützliche Kritik anzunehmen, wirst du deine Stärken und Schwächen noch besser erkennen. Nun geht’s darum, die

Akzeptiere deine Schwächen ohne Selbstvorwürfe, baue deine Stärken aus und nütze sie.

Warum du deine Schwächen nicht bekämpfen sollst? Nun, das würde bedeuten Krieg zu führen und zwar gegen dich selbst. Und was das Schlimmste dabei ist: Du beschäftigst dich dabei ununterbrochen mit negativen Dingen, mit Problemen, mit dem, was du nicht willst, statt deine Energie auf das Positive, Gewollte, auf die Lösung zu richten.

Was kannst du tun, wenn du bloß weißt, was du alles anders haben willst, aber keine Strategie dafür hast, wie du das angehen willst?

Barbara Schönfeld hat zu diesem Thema in ihrem Blog ebenfalls viele nützliche Tipps.

Merkst du schon, worauf ich hinaus will? Viele Menschen wissen ganz genau, was sie alles nicht wollen, aber auf die Frage was genau sie sich eigentlich wünschen fehlen ihnen meistens die passenden Worte.

Da kommen dann Antworten wie von Oliver: „mehr Zeit für mich haben“ oder von Sandra: „nicht mehr so dick sein“ oder „weniger Sorgen haben“. Das ist ja immerhin ein Anfang aber diese Ziele werden die beiden nie erreichen, wenn sie nicht ganz genau definieren, was sie damit eigentlich meinen.

Trau dich, zu träumen!

Als Kinder konnten wir das alle sehr gut aber mit zunehmendem Alter wurde uns das meist von Eltern und Lehrern ausgetrieben und als verlorene Zeit bezeichnet. Mit Hilfe des Wach-Träumens kannst du dein Wunschziel „anprobieren“ um zu sehen, ob es das richtige ist. Es hilft dir dabei herauszufinden, ob das, was du dir wünschst, auch wirklich das ist, was du willst – mit allen Konsequenzen.

Ängste als Aufforderung zum Handeln sehen

Oft hindern uns aber auch Ängste davor, längst überfällige Veränderungen vorzunehmen. Die Angst, den Job zu verlieren zum Beispiel oder den Partner. Die Furcht davor, Freunde oder Familie vor den Kopf zu stoßen. Ängste sind stets ein Hinweis, die eigenen Glaubenssätze unter die Lupe zu nehmen. Die Antwort auf die Frage, was im schlimmsten Fall passieren könnte lässt uns erkennen, wie wir damit umgehen können.

Nicht mehr Passendes loslassen

In jedem Fall aber bedeuten ein neues Ziel und die dazugehörigen Veränderungen automatisch auch, dass wir etwas loslassen müssen. Etwas, dass danach nicht mehr zu uns passt. Dazu können verschiedene Dinge in unserem realen Umfeld gehören, wie zum Beispiel ein übervoller Kleiderschrank oder die alte Vase von Tante Emma.

Genau so aber muss auch unser Geist sollte entrümpelt werden. Befreie dich vom Ballast längst nicht mehr gültiger Glaubenssätze, Gewohnheiten und Überzeugungen. Hinterfrage ehrlich, was noch deinen derzeitigen Wertvorstellungen entspricht und lass alles andere einfach „davonfliegen“.

Die Spiegelgesetz-Methode von Christa Kössner® kann dich dabei unterstützen.

Führe ein Erkenntnistagebuch:

Frage dich jeden Abend vor dem schlafen gehen, wie es dir heute ergangen ist. Was ist gut gelaufen, was ist dir nicht so gut gelungen. Notiere deine Erkenntnisse daraus. Du wirst staunen, was da alles zum Vorschein kommt. Du wirst dich mehr und mehr in dir selbst und mit dir selbst wohl fühlen und deine innere und äußere Gelassenheit wird zunehmen.

Nimm dir regelmäßig Zeit für dich!

Nimm dir so oft wie möglich eine halbe Stunde Zeit für dich selbst.  Zeit, dir etwas Gutes zu tun. Meditiere, wenn du magst, oder mach Yoga oder QiGong. Gehe in die Natur und lausche dem Gesang der Vögel. Entspanne dich einfach bei guter Musik und lass deine Gedanken frei fliegen. Träume mit geschlossenen Augen vor dich hin! Und wenn du dein Wunschziel gefunden hast, dann wache auf und lass deinen Traum zu Realität werden.

In den nächsten Artikeln der Serie „Ja zu Mir“ erfährst du, welche Schritte dir dabei helfen können, dich von überholten Überzeugungen zu befreien und deine Ziele zu finden. Ich unterstütze dich dabei, zu deinen Gefühlen Ja zu sagen und es endlich zu schaffen ruhigen Gewissens Nein zu sagen, wenn etwas nicht mehr zu dir passt.

Damit du am Ende aus tiefstem Herzen sagen kannst: „Ich liebe mich bedingungslos!“

Zusammenfassung

  • Notiere dir Punkt für Punkt, was dir an dir nicht gefällt.
  • Akzeptiere deine Schwächen ohne Selbstvorwürfe, baue deine Stärken aus und nütze sie.
  • Trau dich, zu träumen!
  • Ängste als Aufforderung zum Handeln sehen.
  • Nicht mehr Passendes loslassen.
  • Führe ein Erkenntnistagebuch.
  • Nimm dir regelmäßig Zeit für dich!

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

Danke, dass du diesen Beitrag zu Ende gelesen hast. Wenn du regelmäßig Tipps haben möchtest, dann melde dich gleich für den kostenlosen newsletter an und hole dir dein gratis Danke-Extra

10 Empfehlungen für ein glückliches Leben.

Deine Daten sind bei mir absolut sicher und werden in keinem Fall an Dritte weitergegeben!

6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Toller Artikel liebe Christine,

    ja mit dem Bekämpfen hast du total recht. Das habe ich auch jahrelang so gemacht. Ich wollte alles loswerden, was mir nicht an mir gefallen hat. Ich wollte so vieles nicht mehr. Und hatte es gerade deshalb immer behalten.

    Mir ist durch mein eigenes Leben das geistige Gesetz „Energie folgt der Aufmerksamkeit“ bewusst geworden. Erst als ich angefangen habe, mich selbst anzunehmen, genauso wie ich bin, ging es plötzlich aufwärts und abwärts (mit dem Gewicht 😉 ) Ich bin gespannt auf die nächste Folge.

    Ich kann nur jedem empfehlen, deine Vorschläge mal auszuprobieren. Es lohnt sich!

    Herzliche Grüße
    Barbara
    P.s. ganz herzlichen Dank für die Verlinkung auf meine Seite 🙂

  2. Liebe Barbara,
    ja, du hast völlig Recht: Energie folgt der Aufmerksamkeit. Dennoch ist es wichtig, Ja zu sagen, zu dem, was grade jetzt da ist und – wie Robert Betz auch immer wieder betont – bejahend fühlen.

    Liebe Grüße
    Christine

  3. Danke Christine, für den tollen Artikel. Ich erlebe diese Beschreibungen in meinen Seminaren auch sehr oft von den Teilnehmern. Man muss perfekt sein, dann kommen noch die Gedanken hinzu, was andere von einem denken. Oft sind das Verhaltensmuster, die einem in der Kinder – und Schulzeit ständig vorgelebt wurden und wir übernommen haben. Da rauszukommen ist ein langer Prozess, welcher erst erfolgreich anzugehen ist, wenn die Einsicht da ist. Doch es lohnt sich.
    Herzliche Grüße
    Birgit

  4. Liebe Birgit,
    ja, es lohnt sich wirklich, das kann ich vollinhaltlich bestätigen! Es ändert sich danach so unendlich viel – die ganze Lebenssituation und natürlich zu allererst die eigene Wahrnehmung. Sie verwandelt sich in liebevolles Annehmen, und das ist unendlich bereichernd!

    Alles Liebe – Christine

  5. Liebe Christine!
    Danke für deinen Text und besonders die Zusammenfassung zum Schluss. Diese kann man sich gut auf einen Zettel schreiben und so oft wie möglich drauf schauen.
    Ich versuche, in meinen Schwächen Potentiale zu finden, die ich noch nicht „richtig“ eingesetzt habe, denn sonst wären sie ja Stärken. Dann schicke ich sie mit einer Bitte an mein „höheres Bewusstsein“, doch auch für diese „Schwächen“ einen starken Platz oder Einsatz zu finden.
    Schon oft ist es mir dann passiert, dass mich dann jemand genau auf diese Eigenschaften positiv aufmerksam macht!
    Ein kurzes „Danke noch oben“ verschafft mir einen glücklichen Tag!
    Alles Liebe
    Doris

    1. Liebe Doris,
      wie du richtig schreibst: Die Schwächen in Potentiale verwandeln… dann braucht es nur mehr die Bereitschaft und offene Sinne für alles, was da kommt. Und es kommt IMMER das richtige zur rechten Zeit. 🙂
      Alles Liebe
      Christine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.