Wollen und tun sind oft zwei Paar Schuhe

Hilfen beim Lösen von Spiegelbildern / Teil 7

Wollen und tun sind oft zwei Paar Schuhe. Es ist meist wie bei den guten Vorsätzen zu Jahresbeginn: Was zu tun wäre, weißt du ganz genau. Im Grunde willst du es ja auch. Doch dann scheiterst du schon nach wenigen Tagen und fällst wieder in das alte Handlungsmuster zurück. Die Umstände haben nicht gepasst. Es ging sich zeitmäßig einfach nicht aus. Es ist was dazwischen gekommen… und schon war’s wieder vorbei mit dem Tun.

Damit das zukünftig nicht mehr passiert, geb ich dir hier ein paar Tipps, die dir dabei helfen können, dran zu bleiben und mutig deine neue, liebevolle Idee auch in die Tat umzusetzen.

Im Laufe dieser Blog-Serie ging es zuletzt um das Beispiel eines Spiegelbildes einer richtig faulen Person, die dich extrem genervt hat. Du hast dir auf Grund dieses Beispiel-Spiegelbildes also vorgenommen,  es dir richtig gut gehen zu lassen und von nun an dein Leben zu genießen.

Ein wunderbarer Gedanke. Nur ist es leider damit allein noch nicht getan… obwohl es natürlich die Voraussetzung dafür ist, etwas in deinem Leben zum Besseren zu verändern. Doch ohne deiner Idee entsprechend zu agieren, wird wohl auch zukünftig alles so bleiben, wie es bisher war.

Von der Idee zur Handlung

Wie kannst du nun dieses Vorhaben in die Tat umsetzen ohne dir dabei selber im Weg zu stehen?

Stell dir vor, du plauderst mit einer Freundin über dein neues Vorhaben. Sie kennt dich sehr gut und weiß, dass du ein sehr aktiver Mensch bist. Sie weiß auch, dass du immer parat stehst, wenn irgendjemand etwas braucht. Und sie weiß ebenso, dass du sofort springst, wenn jemand pfeift (symbolisch gesehen natürlich ; -) Aus diesem Grund zweifelt sie natürlich sehr daran, dass es dir gelingen wird, dein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Und nun überleg dir einmal, womit du sie überzeugen könntest?

Fällt dir dazu was ein?

Was müsstest du tun, damit deine Freundin wirklich erkennt, dass es dir ernst ist?

Du merkst schon, dass das zunächst einmal gar nicht so einfach ist, wie ursprünglich gedacht. Oder doch? Vielleicht denkst du ja zu kompliziert (kenn ich von mir, dabei liegt das Einfache, Gute meist ganz nahe!)

Manchmal liegt es schon an der neuen Idee selber. Warum?

Weil sie oft ziemlich vage formuliert ist, nicht greifbar, nicht praxisnah. Zugegeben: Ein bisschen viel verlangt. Schließlich soll sie so kurz und knackig formuliert sein. Stimmt! Darum ist es so wichtig, sich zu überlegen, wie sich diese neue Idee in den Alltag einbauen lässt.

In unserem Beispiel „es sich gut gehen lassen und genießen“  gibt es keinerlei praktische Hinweise. Nichts, was darüber Auskunft gibt, was genau damit gemeint ist. Also kläre einmal für dich, in welchem Bereich deines Lebens du es dir künftig gut gehen lassen und genießen möchtest.

Wie? In welcher Form? Wobei?

Nehmen wir an, du erkennst, dass du dir nie ausreichend Zeit für dich genommen hast. Nie Zeit, um z.B. einmal die Woche in die Sauna zu gehen, einmal im Monat zur Kosmetikerin oder zur Hand- oder Fußpflege.

Jetzt nimmst du dir deinen Kalender her, dein Telefon und vereinbarst gleich einen Termin mit einer Sauna und einer Kosmetikerin deiner Wahl. Du trägst den Termin in deinen Kalender ein und vereinbarst auch gleich einen Folgetermin. Diese Termine kannst du sofort fix in deinen Kalender eintragen. Das gibt dir die Möglichkeit, nichts anderes dazwischen kommen zu lassen. Was im Kalender steht, wird meistens auch eingehalten. Am besten wählst du den immer gleichen Wochentag. Das hilft dir beim Aufbau der Regelmäßigkeit (zumindest am Anfang).

So werden deine Wohlfühltermine für dich zur angenehmen Gewohnheit. Du kannst dich damit selber – diesmal auf positive Art – austricksen und es gibt kaum mehr ein „das wollte ich ja tun, aber leider ist was dazwischen gekommen“ oder „dafür hab ich leider zu wenig Zeit“ und „ja, würd‘ ich ja eh gerne, aber…“

Glaub mit, alles Ausreden und deine Freundin würde bloß feststellen „ich hab’s dir ja gleich gesagt, dass du das nicht durchhältst“. Aber soweit lässt du es ab sofort nicht mehr kommen. Du weißt jetzt, was du tun kannst, um deine Idee Wirklichkeit werden zu lassen.

Und noch zwei gaaanz wichtige Dinge:

  1. Vereinbare deinen ersten Termin sofort! Längstens innerhalb von 3 Tagen nachdem du deine neue Idee entwickelt hast. Je länger du nämlich damit wartest, umso weniger Kraft und Mut hast du, dein Vorhaben in die Tat umzusetzen!
  2. Lobe dich selber für jeden einzelnen Erfolg, für jeden Wohlfühl-Termin, den du eingehalten hast! Schließlich war das bisher ja nicht selbstverständlich. Mach dir bewusst, wie sehr du diese Zeit mir dir und für dich genießt. Das motiviert dich zugleich, auch weiterhin deine Termine einzuhalten.

Und sollte doch wieder einmal etwas dazwischen gekommen sein, das dir im Moment wichtiger erschien, als dein Wohlfühltermin, dann verurteile dich nicht dafür, dass du ihn nicht eingehalten hast. Beim nächsten Mal klappt es bestimmt – davon bin ich fest überzeugt!

In diesem Sinne:

Schau in den Spiegel, es lohnt sich!

Herzliche Grüße

Christine

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6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Christine!
    Wie immer hast du ein wichtiges Thema angesprochen, welches ich aus eigener Erfahrung gut kenne!
    Die reinen Theoretiker haben in der Praxis noch nie Hochhäuser gebaut!
    Damit unsere neuen Ideen auch aufgehen- und Früchte tragen können- ist unser HANDELN gefragt. Würde der Bauer im Frühjahr nur SAGEN, was er anbauen MÖCHTE wäre das zwar ein schöner Gedanke- damit er aber auch die Ernte einholen kann muss er tatsächlich aufs Feld hinausgehen, die Erde pflügen und die Samen setzen.
    Das ist mit der „Kleinen Tat“ bei Schritt 4 des Spiegelgesetzes gemeint.
    Unser TUN ist gefragt.
    Erst denken- DANN HANDELN- bringt in diesem Fall wirklich die gewünschten Resultate.
    Deine Anregung mit dem Tipp „Kalender herholen und SOFORT FIXIEREN- und die neue Idee zur regelmäßigen Gewohnheit werden zu lassen“ – dies ist- wie alle deine wertvollen Blog- Beiträge- Goldes Wert!
    Danke- in wie immer liebevoller Verbundenheit, deine Mary

    1. Liebe Mary,
      danke für deine lieben Worte. Ich wünsche jedem, dass er/sie so oft wie nur möglich seinem/ihrem Herzen folgen möge. Dann ist auch das entsprechende Handeln ganz leicht.
      Liebe Grüße
      Christine

    1. Liebe Gabi,
      genau das war und ist mein Ziel: Nicht nur eigene Erfahrungen weiterzugeben sondern auch greifbare und möglichst einfach umzusetzende Tipps. Schließlich hilft ja alles Wissen im Endeffekt nur wenig, wenn ich nicht weiß, wie ich es im täglichen Leben anwenden kann..
      Liebe Grüße
      Christine

  2. Wenn wir bei Schritt 4 meiner Spiegelgesetz-Methode NEUE IDEE angekommen waren, nannte ich das Fixieren eines Datums, bis wann die eigene neue Idee, die Affirmation, der neue Gedanke, umgesetzt wird -> Selbstversprechen! Wir versprechen uns damit selbst etwas Wichtiges, nämliche den ersten kleinen oder größeren Schritt in Richtung unseres neuen Leitgedankens umzusetzen! Dieses Datum wird auf die Karte geschrieben, wo die neue Idee drauf steht.
    Danke für den Blog Christine, sehr gut geschrieben, wie immer!
    Und ich darf hier bestätigen, dass Christine das auch tut, was sie schreibt. Kreative Nachmittage waren die neue Idee, die wir zwei schon mehrmals genossen haben!

    1. Danke für deine lieben Worte, liebe Christa! Das Umsetzen – in die Realität holen und ins tägliche Leben einbauen, und das regelmäßig! Nur dann wird es auch zur Gewohnheit und die Freude über das Erreichen der gesteckten Ziele ist unglaublich bereichernd
      alles Liebe
      Christine

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